Startseite > Musik > CDs im Oktober

CDs im Oktober

Eine neue Kategorie ensteht. Einmal im Monat werd ich versuchen einige neue CDs vorstellen. Voraussetzung ist natürlich, dass ich Zeit hab darüber zu berichten und im Vorfeld entsprechende Alben auch anzuhören… 😉 und im Oktober hab ich viel Musik gehört – vor allem querbeet durch die Genres.  Diesmal dabei: RocknRoll aus Australien, Party-Techno-Hiphop aus Hamburg, sanfter deutscher Pop, Elektronischem Rockpop aus Dresden, nem ruhigen Mike Skinner aus London und ein Technosoundtrack aus Berlin. Los gehts… [btw. Ein Klick auf die Überschriften lohnt sich, sei beim ersten Mal gesagt! Have fun ,) ]

AC/DC – Black Ice

Das neue ACDC-Album ist da. Direkt auf Platz 1 und die Tour innerhalb Minuten (!) ausverkauft. ACDC – da denkt man eigentlich direkt an richtigen deftigen Rock. Und danach stellt sich auch die einzige Frage: Rummst das neue Album auch noch im hohen Alter der Bandmitglieder genauso wie frühere Alben? Die Frage ist eindeutig mit JA zu beantworten. Vielmehr brauch man auch nicht zu sagen, das Ding rockt, und es klingt immer noch nach genau jenem Sound, der die Band groß gemacht hat. Anspieltipps: „war machine“ und das Titelstück „Black Ice“. 7 von 10 Gitarren.

Deichkind – Arbeit nervt

(Quelle: Intro.de)

Deichkind. Was wurde über die Hamburger Jungs nicht schon alles geschrieben. Ihre neue Platte – tja, großes durfte man auch da nicht erwarten. Remmidemmi-Beats, und dazu spassige Texte – zumindest der Versuch. Es gibt sie aber wirklich, die lustigen Tracks auf dem Album: „Ich und mein Computer“ lässt jeden Nerd grinsen, und auch das an sich pöpelnde „Arbeit nervt“ ist letztlich ironisch witzig, wenn auch auch übertrieben deftig. Es bleibt dabei: Zuhause kann man sich davon kaum 2 Songs in Folge anhören ohne verrückt zu werden. Live sicherlich wieder ein absolutes Spektakel! Noch kranker, aber nicht wirklich besser. Anspieltipp neben „ich und mein Computer“ ist eindeutig: „Luftbahn“, einziges wirklich gefälliges Stück. Na dann prost: 4 von 10  Zitzen.

now-on.at)

(Quelle: now-on.at)

PeterLicht – Melancholie und Gesellschaft

Wow. PeterLicht kannte man früher zum Großteil eigentlich nur vom genialen Ohrwurm „Sonnendeck“. Und nun dieses neue Album. Mit dem Titel „Melancholie und Gesellschaft“ ist auch auf den Punkt genau gesagt, worum es geht. In zehn Songs gelingt Licht nicht weniger als ein Porträt des Menschen in der Konsumgesellschaft von Heute. Tolle Musik, grandiose Balladen. Meine meistgehörte Platte der vergangenen Wochen. Die Titel gehen ins Ohr, bleiben hängen. Die Texte sind kritisch, schön, schwierig, einsam, und vieles mehr. Definitiv das beste und schönste, was ich seit langem an intelligentem Deutsch-Pop gehört habe. (Ärger mich tierisch, ihn aufm Melt! verpasst zu haben…!) Alle Songs sind irgendwie toll, aber mein Anspieltipp ist: „Räume räumen“. 9 von 10 Lichtern.

amazon.de

Quelle: amazon.de

Polarkreis 18 – The colour of snow

Und gleich noch eine wundervolle CD hinterher. Polarkreis18 ist eine meiner Lieblingsbands, seit ich ihr erstes selbstbetiteltes Album Anfang 2007 hörte und sie dann im Sommer live sah… Nun folgt das 2. Album der Dresdner und man merkt schon bei den ersten Tönen, dass sich viel verändert hat. Ein großer Plattenvertrag und entsprechende Produktionsmöglichkeiten machen hier schon etwas ganz anderes möglich (zb. Das Babelsberger Filmorchester ist bei vielen Liedern dabei…). Das ganze Album hat einen enormen akkustisch aufgeladenen Klang, wenig wird dem Zufall überlassen. Aber genau deshalb sind die meisten Stücke darauf auch so gut. Wunderbar möchte man sagen, ein bisschen Kitsch darf sein, und der Rest ist ausschließlich gute Musik. Anspieltipps neben der Hitsingle „Allein Allein“ sind „Prisoner“, „The colour of snow“ and „happy go lucky“. 8,5 von 10 Eisbären.

ugsmag.com

ugsmag.com

The Streets – everything is borrowed

hulza und HipHop. Geht eigentlich gar nicht. Aber 2006 kam Mike Skinner und zeigte mir aufm Melt!, das HipHop richtig gut sein kann, und im Idealfall (wie dort!) richtig viel Spass macht. Skinner macht diese Art von Rap, die einfach ins Blut geht, wie man so schön sagt. Musik, die man jederzeit genießen kann, und auch gerne wieder hört. Das neue Album ist jedoch ganz anders, viel melancholischer. Dies ist aber nicht unbedingt schlecht – weg vom Spass-rapen bedeutet ja nicht unbedingt schlechte Musik: Im Gegenteil, Skinners neues Album gefällt mir auf eine eigentümliche Art und Weise sehr gut.  Muss man aber selbst gehört haben… Ich werd mich noch etwas mehr reinhören müssen, aber gebe schonmal 7 von 10 Beats. Anspieltipps? Schwer. „Alleged legends“ und „The Escapist“.

amazon.de

amazon.de

Berlin Calling – Soundtrack von Paul Kalkbrenner (Bpitch Control)

Und zum Schluss noch etwas technoides… Während ich immer noch drauf warte, dass „Berlin Calling“ mal hier im Kino läuft (wohl vergeblich…), gibts immerhin den Soundtrack zum Film schon. Der ist natürlich – wie könnts anders sein – von Hauptdarsteller Paul Kalkbrenner selbst und auf Bpitch-Control erschienen. Auf dem Album sind von Kalkbrenner 10 eigens für den Film produzierte Tracks sowie 5 schon erschienene in neuem Gewand, plus Sascha Funkes wunderbares „Mango“. Beim Hören der Tracks bekomme ich noch mehr Lust auf den Film mit seiner Gestalt ‚Ikarus‘ und bekomme direkt mal wieder Lust auf einen schönen Technoabend. Bedeutet: Album gelungen, schöne ruhige & entspannte Techno-songs. 8 von 10 Trips…

Advertisements
  1. Oktober 30, 2008 um 8:36 pm

    „melancholie&gesellschaft“ ist wirklich gelungen und stellt die früheren werke von licht in den schatten.

    Aber was ich, aber was ich weiß
    Alles, alles was du siehst
    Alles, alles was du siehst
    Gehört dir
    Gehört dir

  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: