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Jalla Jalla! Eine Woche im Arabischen Golf…

Eine Reise in den Arabischen Golf war nicht unbedingt auf meiner absoluten „to-do-list“, aber ein schönes Reiseziel ists ja in jedem Falle – und wer sagt schon ‚Nein‘ zu einer Kreuzfahrt 😉

Omanis auf der Straße

Omanis auf der Straße

Natürlich war vorher schon klar, dass dies nun eine völlig andere Reise wie zum Beispiel der Spass-Trip nach Miami würde. Sehr viel Kultur, aber auch wesentlich mehr Entspannung und Verwöhnung – so könnte man die Woche kurz zusammenfassen. Hier folgt nun der „längere“ Reisebericht, Viel Spaß!

Geschäft im Souq

Geschäft im Souq

Unser erster wirklicher Aufenthalt war in Maskat, der Hauptstadt des Omans. Obwohl wir unserer freizügigen Kleidung wegen die größte Moschee der Stadt nicht besuchen durften, war ich schnell angetan von der Stadt und ihrer Bewohner: sehr arabisch – so wie ich es bisher nur aus Filmen oder Erzählungen kannte. Keine modernen Hochhäuser und ein ganz eigener Charme; nettes Städtchen mit einem faszinierenden „Souq“, einer Art riesigem Basar/Markt im Herzen der Stadt.

Regierungspalast

Regierungspalast

Wirklich faszinierend, wie man dort „eingeladen“ wurde, in den Geschäften zu stöbern – und wie die jungen und alten Omanis sich dort ins Zeug legten um einem Touristen 2-3 €uro abzuschlagen. Der Sultan – mit der größten privaten Jacht, die mir jemals unter die Augen gekommen ist – ist im Land sehr beliebt und gibt Millionen für Infrastruktur, Gebäude und öffentliche Einrichtungen aus: Man merkte es. (zb. 8 Millionen zugelassene Autos bei 5 Millionen Menschen…)

Fischmarkt Fujairah

Fischmarkt Fujairah

Weiter gings nach Fujairah – hinein in die Vereinigten Arabischen Emiraten. Rückblickend muss man sagen, dass dies sicherlich die langweiligste Stadt war – doch hatten wir hier auch sehr viel Spaß, und der unglaubliche Fischmarkt in der Innenstadt mit seiner Vielfalt, seinem Trubel und Feilschen und natürlich der “Sauberkeit” wird mir sicher lange in Erinnerung bleiben…

Unsere nächste Station war Abu Dhabi – die Hauptstadt der Emirates und gleichzeitig die reichste Stadt des Landes. Und das sieht man auf den ersten Blick: Hier ist alles eine Nummer größer, alles etwas besser, und alles so unglaublich, dass man schon etwas beeindruckt ist.

Emirates Palace Hotel

Emirates Palace Hotel

Während man bei uns in Europa hauptsächlich von Dubai hört, wenn man an Reichtum, Protz und Luxus denkt, ist es eigentlich Abu Dhabi. Zur Zeit wird Dubai vom Scheich von Abu Dhabi nach und nach aufgekauft – weil Dubai (unglaublicherweise) pleite ist. Erstaunlich, aber wenn man durch Abu Dahbi fährt, wird einem der schiere Luxus dieser Stadt bewußt: Palast an Palast, aufgeschüttete Promenaden, Malls, die jede Frau in den Wahnsinn treiben, eine Skyline, die Manhattan ernsthafte Konkurrenz macht und das Emirates Palace Hotel, das selbst das Burj al Arab in den Schatten stellt.

Heritage Village Abu Dhabi

Heritage Village Abu Dhabi

Dazu gibts wundervolle Sandstrände und himmlisch blaues Meer, an denen ich mich am liebsten noch Tage aufgehalten hätte ,) Natürlich kam auch der Spass nicht zu kurz: wie immer wars toll hier. Beim Bild rechts fällt mir auch gerade ein, wie unglaublich freundlich alle Einheimischen zu uns waren. Völlig egal,wo wir waren, mit wem wir geredet haben – Gastfreundlichkeit, die ich so noch nie erlebt habe (außer vielleicht Hawaii, Aloha!). Daumen nach oben für die arabischen Menschen dort!

Das nächste Ziel unserer Reise war der winzige Inselstaat Bahrain. Mir überhaupt erst bekannt geworden durch das Formel-1-Rennen, welches seit 2004 ausgetragen wird.

Wüsten Grand Prix

Wüsten Grand Prix

So war die Besichtigung der Grand Prix-Strecke auch ganz sicher ein weiteres Highlight: Wir hatten Glück und konnten Ferrari (Massa), BMW (Heidfeld) und Toyota (Glock)  beim Testen zuschauen – und das sogar von der VIP-Terrasse hoch oben und schließlich noch von der Haupttribühne. Ganz schön laut wars…! 😉

Moschee Bahrain

Moschee Bahrain

Auch sonst hatte Bahrain viel zu bieten: interessante Insel mit einer schönen Stadtarchitektur (z.B. dem World Trade Center), dem herrlichen alten Fort (seit 2005 Weltkulturerbe) oder  auch wunderschönen Moscheen (wie fast überall^^) .

Mir persönlich wäre es insgesamt nur zu trocken: Bei nur drei (!) Regentagen im Jahr gibts fast nirgendwo etwas Grünes zu sehen…

das berühmte Segel

Burj al Arab

Es folgte unsere letzte Station auf der Rundreise: das berühmt-berüchtigte Dubai.

Klar, Burj Al Arab, die Skyline mit dem höchsten Gebäude der Welt, die riesigen Malls, der Luxus, der einem förmlich ins Auge springt, die prunkvollen Villen – all dies ist imposant, aber so richtig in Erinnerung bleibt mir sicherlich der Gegensatz zwischen modernem Dubai und historischem Dubai:

Wassertaxi Dubai-greek

Wassertaxi Dubai-greek

Diese beiden Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und doch nebeneinander bestehen. Nirgendwo wird das deutlicher wie bei einer Fahrt auf Dubais Meeresarm, der die Stadt teilt. Dort die Menschen beobachten, die Stadt anzuschauen, das Flair mitzunehmen – das war wirklich großartig. Auch der alte Teil mit seinem Gewürz- und Goldmarkt war interessant und vor allem witzig („Aus Deutschland? Wo? Köln und Frankfurt? ahhhh …ALDI SÜD!!!“ )

4x4 Wüstensafari

4x4 Wüstensafari

Abschließend gings von Dubai noch in Richtung Sandwüste. Eine Geländewagensafari, auf die ich mich im Vorfeld schon richtig gefreut hatte, und die alle Erwartungen erfüllte. Etwa eine Autostunde ins Landesinnere und man ist an der völligen Leere angekommen: die Wüste: Sand, Sand, und nochmal Sand. Sanddünen so weit das Auge reichte, dazu die unglaubliche Hitze…

SAND!

SAND!

…ich fand es phantastisch, schon ohne das Autofahren. Und mit dem Jeep durch die Dünen, Steilhänge und Sandschluchten war einfach nur super & lustig ! Nur schade, dass man nicht selbst fahren durfte 😉 Kamelreiten war auch noch dabei und am Sand-Boarden probierten wir uns auch noch aus… Irgendwann kehrten wir erschöpft zurück. Absolut super – und jedem zu empfehlen!

Eine unglaubliche Woche ging leider viel zu schnell vorbei. Zuhause bin ich wieder gelandet mit vielen vielen Erinnerungen und Erlebnissen, und ganz vielen Informationen über Länder, über die ich vorher fast nichts wußte… Dazu war es ganz sicher der luxuriöseste Trip meines jungen Lebens: eigene Bedienungen, eigener Zimmerservice, gutes Essen quasi rund um die Uhr incl. Buffets und Gängemenus (mit wirklich allem, was ich mir vorstellen konnte…), stundenlangen Whirlpoolaufenthalten, und ’ne ganze Menge leckerer Rotwein 😉 Ich vermisse jetzt schon das Essen und natürlich das Gefühl im Februar morgens um 8 bei 25° raus aufs Meer zu schauen…

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  1. Dede
    Februar 25, 2009 um 5:37 pm

    wenn ich nicht mitgewesen wäre, wäre ich jetzt super neidisch.;)
    hast alles sehr schön erklärt. 😀
    ne war echt ein toller urlaub. können wir ruhig öfter machen. 😉

  2. Oktober 16, 2009 um 7:27 pm

    Der Persische Golf heißt schon seit über 2500 Jahren Persischer Golf und nicht Arabischer Golf.

  3. hulza
    Oktober 17, 2009 um 11:10 am

    Vielen Dank, lieber „Historiker“ für diese nette Info 😉

    Aber weil ich auch Historiker bin, wusste ich dies auch schon länger, wenn auch nicht 2500 Jahre 😉 Ich habe hier im Blog aber bewußt „arabisch“ verwendet, aus verschiedenen Gründen: Zum einen war ich ja hauptsächlich in den Vereinigten Arabischen Emirate, und dort heißt der Golf nun mal „arabischer Golf“, auch in den anderen arabischen Staaten wird er so genannt (im Gegensatz zur geschichtlich richtigen und heute auch zb im Iran verwendeten persischen Version), zum anderen wissen Blogbesucher so direkt Bescheid, weil sich hier in Deutschland dieser Begriff mehr durchgesetzt hat als der persische, und zum dritten weil unsere Reisegesellschaft ihre Tour so bewarb und ihre gesamte Route auch so darstellte.

  4. Dezember 3, 2009 um 4:17 pm

    Reiseberichte aus Iran, Russland (Transsib), Korea (Nordkorea und Südkorea), Ukraine, Belarus, Balkan und viele mehr. Mit Fotos und vielen Insider Tipps für Individualreisende.

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