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Schweden, Teil 1: Stockholm

Wieder zurück im Lande. Zurück aus Schweden, dem wunderbaren Land in Skandinavien. Ich war zum dritten Mal dort, doch noch nie habe ich es als Erwachsener erlebt und noch niemals so aktiv.  Sightseeing, Museen, gutes Essen, Erholung und vieles mehr. Mein Bericht wird sich in 2 Teile gliedern, einmal aus der „Capital“ Stockholm und ein weiterer aus unserem Erholungsteil im einsamen Småland. Viel Spaß beim Lesen und Schauen meiner Photos:

Blick auf Gamla Stan, die Altstadt Stockholms mit Schloss, Dom und Reichstag

Blick auf Gamla Stan, die Altstadt Stockholms mit Schloss, Dom und Reichstag

Los gings also in Stockholm. Eigentlich in Skavsta bei Nyköping, den dort landete unser Ryanair-Flieger. (Kleine  positive Nebenbemerkung: Haben spontan einen zusätzlichen Koffer mitgenommen – verlief ohne Probleme und kostete nur 20 €. Perfekte Sache: Unser Flug war damit pro Person incl. dem Koffer nur 25 € teuer.)

Nachdem wir unser Hostel (etwas abgeschieden, dafür sehr sauber, sehr ruhig und schöne Aussicht. Kein Partyhostel!) aufgesucht hatten, gings auch schon auf einen ausgedehnten Spaziergang durch die Innenstadt: Durch Stockholms wohl einzigartige Lage auf 14 (!) Inseln ist schon ein solcher Spaziergang toll, weil man immer wieder am Wasser entlang läuft und dieses Meerfeeling überall fühlen kann. Zufälligerweise war während unserem 5-Tage-Aufenthalt auch das „Stockholm Pride-Festival“, das größte Festival für Homosexuelle in ganz Europa. Die ganze Stadt war mit Regenbogenfahnen beflaggt und überall gab es Aktionen, Konzerte und Auftritte. (Leider verpassten wir die abschließende gigantische Pride-Parade durch die Innenstadt.)

Wachablösung

Wachablösung

Die nächsten Tage waren wir auf ausgedehntem Sightseeing-Kurs: Zum Beispiel im „Royal Palace„, einem der größten Schlösser der Welt. Interessant waren dort die Führungen und auch die verschiedenen Museen innerhalb des Palastes. Verpassen sollte man auf keinen Fall die Wachablösung im Innenhof: Faszinierend, mit welchem hohen Aufwand dies zelebriert wird. Ein Königshaus zu besitzen, scheint für die Schweden etwas ganz Besonderes zu sein. Für uns Deutsche ist es ungewohnt, aber letztlich auch spannend.

Schloss Drottningholm

Schloss Drottningholm

Auch der eigentliche Wohnsitz der Royals, Schloss Drottningholm etwas außerhalb des Stadtzentrums, lohnt sich für einen Ausflug: Es gilt als Versailles Nordeuropas, steht auf der UNESCO-Weltkulturliste und ist vor allem wegen seinen riesigen Parkanlangen zu empfehlen.

Museen hat Stockholm wie jede andere Hauptstadt ohne Ende zu bieten: Da kann man innerhalb weniger Tage nur eine winzige Auswahl treffen, das sollte jeder ganz nach seinem Geschmack machen: So haben wir zum Beispiel einen Blick in die Kinderwelt von Astrid Lindgren „Junibacken“ geworfen, lustig wars 😉 Auf keinen Fall verpassen unter all diesen Museen sollte man aber weder das riesige Freilichtmuseum Skansen, wo Schweden als Miniaturgegend quasi aufgebaut wurde, und in dem es zahlreiche Tiere zu bewundern gibt (von Braunbären und Elchen bis zu Haien und Schlangen, besonders witzig: Erdmännchen und das begehbare Affengehege 😉 ), noch Stockholms Attraktion Nummer 1, das Vasa-Museum, in dem das gesunkene Schiff Vasa komplett restauriert ausgestellt wird. Sehr gut gestaltetes Museum, gerade in didaktischer Hinsicht perfekt!

"Blauer Saal"

"Blauer Saal"

Einen Besuch wert ist in jedem Falle das „stadhus“, so etwas wie das Stockholmer Rathaus: Nicht nur, dass man vom Turm einen spektakulären Blick auf die Stadt hat, man kann sich auch die Sääle anschauen, in welchen jedes Jahr am 10. Dezember die Nobelpreise gefeiert werden und wo schließlich Preisträger, Königsfamilie und geladene Gäste speisen und tanzen. Dazu gibts natürlich wie überall Informationen im Überfluss, aber in einem gesunden Rahmen. Gute Führung!

Besonders toll ist Stockholm natürlich wie viele andere Städte am Wasser bei Nacht: Wenn die Lichter der Häuser und Schiffe leuchten, die Sonne langsam westlich des Stadtteiles Norrmalm untergeht und man dann einen ruhigen Platz hat, zb. auf der „Fjällgatan“ in Södermalm, ist dies einfach wundervoll: Eine Stadt zum Verlieben – oder Verliebtsein 😉

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Abends mit Blick auf Gamla Stan und Östermalm

Wenn man nach einem langen Sehenswürdigkeitentag auch einmal entspannen will, gibt es in Stockholm in dem Falle zahlreiche Bars, Cafés und Clubs: Doch Vorsicht: Stockholm ist eine teure Stadt und zum Geldausgeben für Studenten eher ungeeignet. Auch Restaurants sollte man ordentlich aussuchen. Es gibt dennoch genügend Möglichkeiten schön mal was zu trinken, und das Hostel ist ja auch noch da. Überhaupt waren die Lebensmittelpreise nicht so teuer, wie wir ursprünglich gedacht haben.

Mäntel und Handschuh incl.

die Eisbar

Dennoch sollte man sich zumindest die „Absolut Ice Bar“ in der Nähe des Hauptbahnhofes nicht entgehen lassen: Permanente Minus 5 Grad Celsius, und alles aus Eis, incl. den Bechern. Einzig der wodkalastige Drink ist nicht aus Eis. Hier brauchts auch nur einen kurzen Abstecher: ziemlich kalt, ziemlich voll, und teuer – aber dennoch beeindruckend 😉

Eine wundervolle Stadt: Großstadt und Natur in Eintracht. Beeindruckende Gebäude, vor allem viele historische Bauten (man merkt, dass Schweden nicht vom Krieg belastet ist!), und gleichzeitig eine moderne Einkaufstadt. Dicht bevölkerte Fussgängerpassagen und Wald mitten in der Stadt. Eine Stadt voller Kontraste. Es gibt so unglaublich viel zu sehen, 5 Tage reichen da fast gar nicht aus – aber wir haben es irgendwie hinbekommen, alle großen Sehenswürdigkeiten zu packen und trotzdem noch genügend Zeit für uns zu haben. Toll wars!

Postscriptum: Empfehlenswert für Touris jeder Art ist die „Stockholmkarte“. Zum einen ganz plump in finanzieller Hinsicht (hatten wir recht schnell raus…), als auch in praktischem Sinne: Überall einfach nur kurz vorzeigen. Mit der Karte sind auch alle U-Bahn- und Bus-Fahrten incl. und das haben wir in 5 Tagen schließlich auch ordentlich ausgenutzt. Tolle Sache, da kann ich jedem Stockholmbesucher nur sagen: Kaufen!

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