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sonnemondsterne x3

Zitat vor Wochen und Monaten: „Dieses Jahr fahr ich nicht zur sms, komm da ja erst den Abend vorher ausm Urlaub wieder und will eher mal was Neues emtdecken. Also auf KEINEN Fall!“

hlz_SMSX3_Motiv2009_clean…und dann hab ich mich doch überreden lassen 😀 Überreden lassen zu 3 Tagen auf der 13. sonnemondsterne, zu 3 Tagen mit einer verrückten, bunten Truppe, zu 3 Tagen Spaß und Unsinn pur. Und natürlich zu jede Menge Musik.

Los gings Freitag morgens um 10  mit dem gemieteten 9-Sitzer. Perfekte Rahmenbedingungen: Blauer Himmel, 30 Grad und Sonne pur. Daran sollte sich das Wochenende über auch nicht wesentlich viel ändern. Nach einer staureichen, aber dennoch sehr lustigen Hinfahrt (dank der geöffneten Seitentür) erreichten wir gegen 17 Uhr die schöne Bleilochtalsperre in Thüringen. Rauf aufn Campingplatz – schön auf den Ruhigen am Ende der Welt. (Leider hatten wir dann die ganzen Tage irgendwelche Vollhonks über uns, die uns mit Lärm aller (un)denkbaren Arten bedachten… nun ja, thats life festival)

Ich weiß nicht ob es von den Veranstaltern absichtlich so geplant war, oder ob sie einfach eine eigene Art von Humor haben: The Prodigy und Deichkind auf der Mainstage direkt hintereinander. 2,5 Stunden. Tödlich! Im Grunde genommen sitze ich JETZT noch mit Schmerzen hier beim Schreiben dieses Blogs – nur wegen dieser 2,5 Stunden. 5. Reihe direkt in der Mitte, genau im gröbsten Schlammassel.  Dabei waren beide Acts nicht mal überragend: gerade von Prodigy hatte ich mir schon etwas mehr Abwechslung gewünscht. Die Stimmung dagegen war unvergesslich. Und dann auch noch Deichkind: Und endlich – beim 5. Liveauftritt hab ich auch mal die Bühnenshow wahrgenommen 😉 War incl. der unglaublichen Menge an Federn wieder ein sehr witziger Auftritt – mehr jedoch auch nicht. Hier ein Videozusammenschnitt von Prodigy und Deichkind:

Danach ein Blick bei Booka Shade, die genau das abliefern, was man von ihnen erwartet und kennt – und damit immer noch den ganzen Maincircus in ein Tollhaus verwandeln. Ich mehr oder weniger anwesend. Überlegung im Stehen zu schlafen.

Doch wir sind ja bei sms, schlafen ist später angesagt und weiter gings: Erst mit Richie Hawtin, wo schon das Intro überzeugte, und dann zwischen 4 und 7 Uhr an der „Beach Bar“. Die perfekte Location: sehr gute Musik von unbekannten Acts, Sandstrand direkt am Wasser,  großes Lagerfeuer (!), und dazu langsam aber sicher der Sonnenaufgang über der Talsperre. Dazu eine ausgedehnte Einführung in die grandiose Wirkung von Jägermeister: zur allgemeinen Belustigung vieler Besucher 😉 never forget! (Das war übrigens so gut da, dass wir Sven Väths Stinkefinger-Abgang nach technischen Problemen gar nicht mitbekommen haben..hehe)

Wir landeten schließlich wieder an der Mainstage: es ist kurz vor 8 Uhr morgens, es ist schon lange hell. Und die Überraschung des Abends Morgens: Hier wird gute Musik gespielt und der DJ oben heißt Felix Kröcher. Ob da jemand erwachsen geworden ist? Anstatt „Uffze Uffze auf die Fresse-Musik ohne Sinn und Logik“ wie ich es von ihm kenne, spielt er hier ein grundsolides Techno-Set: nicht schlecht. Gut für den letzten Rest Kraft in uns. Denn danach gings zurück zum Zelt – aber nicht schlafen: Das Schlauchboot wurde fertig gemacht und so gings gegen 10 Uhr wieder runter zur Talsperre. Sonnenbrand holen, erholen von der Nacht, rum-treiben lassen und schließlich mit dem Boot am Festivalgelände ankommen, wo immer noch gefeiert und gechillt wird. Toll! Wir nutzen die Pause um „Banane“ zu fahren: Das war zwar extrem lustig – sollte man vielleicht in unserem Zustand aber nicht unbedingt empfehlen 😉

Samstags nachmittag passiert auch dann nicht mehr viel: Rest des Tages wird irgendwie rum-gebracht, gegrillt und wieder fertiggemacht für das Gelände. Captain Morgan war wieder ein guter Kapitän! Ahoi! Geschlafen habe ich immer noch nicht.

Auf dem Gelände treffe ich eine gute Entscheidung: Während meine komplette Truppe Mia und Peter Fox sehen will und sich in den wieder mal viel zu vollen Mainstagebereich reindrängelt, entschließe ich mich allein ins Cocoon-tent zu gehen. Hier bin ich die nächsten 3 Stunden bei Onur Özer und Johannes Heil (live), und das sollte mein musikalisches Highlight des Wochenendes werden: Bei gefühlten 50 Grad und 100% Luftfeuchtigkeit kann ich gar nicht mehr aufhören zu tanzen: wunderbare, treibende Sets: Das ist Techno 2009, sehr sehr geil! Ich bin immer noch begeistert – war aber nach diesen Stunden auch völlig im Eimer und nassgeschwitzt. Zum großen Feuerwerk haben wir uns dann erstmal an den Strand gehauen und eine kleine Pause eingelegt ,)

Danach war schon Zeit für Fat Boy Slim, den eigentlichen Headliner des Festivals. Norman Cook lieferte das wofür man ihn kennt und bucht: perfektes Mixing zwischen Klassikern aus allen Bereichen, eigenen Hits und ein bisschen Blödsinn. War schon ne gute Show. (Mich persönlich nervts nur, wenn ein DJ vorne auf der Bühne rumspringt und klatscht und hinten der Mix läuft, und dann trotzdem so tut, als wäre es live…so zu tun ist irgendwie dämlich!) Wir waren zwischendrin aber nochmal bei den Turntablerockern, um dort den König zu sehen: Den König der Assitänzer. Den König aller Assicontests. Den Sieger aller irrsinnigen, peinlichen Aktionen. Ich glaube über diese wenigen Minuten werde ich noch als alter Mann lachen 😀 Danke dafür!

Für mich war nach den letzten 30 Minuten Fat Boy Slim auch Schluss mit sms x3: Es ging einfach nix mehr 😉

Ein wiedermal schönes Festival-Wochenende an der Bleilochtalsperre: perfektes Wetter, gute Acts, und sehr viel Spaß. Zu kritisieren gibt es wie in jedem Jahr die Situation der sanitären Anlagen, das ist wirklich untragbar, und die extrem nervige Anreisesituation auf den Campingplatz. So hat jedes Festival seine Nachteile – die Vorteile bei sonnemondsterne überwiegen aber dennoch. Danke für ein tolles Wochenende…

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  1. August 12, 2009 um 2:28 pm

    Ziemlich krasse Lightshow bei The Prodigy. Die Kombi mit Deichkind stelle ich mir am Stück auch eher anstrengend vor.

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