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Album des Monats: Oliver Koletzki – Großstadtmärchen

Wer hätte das gedacht? Ich mache mal wieder einen Blogpost über ein Album des Monats (sollte ich viel öfter machen!) und dann ist es ausgerechnet Oliver Koletzki. Genau der Koletzki, der vor einigen Jahren mit seinem 2005 auf Cocoon erschienenen famosen Mückenschwarm die Technogemeinde mit einem Schlag hinter sich versammelte und auf Partys jeder Art ominipräsent war, und schließlich Preise wie „Newcomer des Jahres“ abräumte. Ende 2005 wuchs aus diesem neuen Ruhm ein eigenes Label: Stil vor Talent.  Über den Namen darf man sicherlich streiten – ich sehe es beispielsweise nicht so -,  aber dennoch brachte das Label einige richtige gute Tracks raus, unter anderem die EP „This is so fuckin oldschool“ mit dem gleichnamigen, wunderbaren Song.

Und nun, eigentlich schon im September, kam also das neue Album von Oliver Koletzki heraus: Großstadtmärchen. Was erwartet man von einem Mann, der die letzten 4 Jahren hauptsächlich durch Produktionen im Techno – und House- Bereich groß geworden ist? Eben genau dieses, im Grunde genommen ein auf den Dancefloor ausgelegtes Brett.  (Oder vielleicht auch Großdiskothekenmässiges wie man letztjährig von Lützenkirchen hörte, wo Koletzki selbst auch nicht ganz unbeteiligt war.) Und exact das Gegenteil ist der Fall. Herausgekommen ist ein wundervolles Album, das vor allem durch feine Beats und viele Gaststimmen glänzt. Ein Großstadtmärchen.

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Die Essenz dieses Albums liegt bei verträumter, intelligenter elektronischer Popmusik, fernab von Techno-Erfolgen wie dem oben schon genannten Mückenschwarm. Koletzki überzeugt hier mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Richtungen, die sich aber insgeheim gut ergänzen und vor allem absolut facettenreich sind. Da wäre zum Beispiel „Hypnotized“, begleitet von der jungen Sängerin Fran: ein toller, ruhiger Sommersong, der mich schon im Spätsommer begeisterte:

Ganz anders mein heimlicher Lieblingssong des Albums: Verträumter TripHop, fast schon Portishead-ähnlich. Faszinierend gesungen von der erst 17-Jährigen Pyur:

Instumentalstücke, wie man es von Koletzki gewohnt ist, findet man nur wenige: Am besten gefällt mir Warschauer Straße.  Toller, knackiger Beat. Da ist er dann doch wieder, der alte Dancefloorkiller. Natürlich gibt es auch einige Tracks, die weniger gut sind, unter anderem „This is Leisure“ mit Mietze von Mia. Aber das schmälert meinen guten Eindruck des kompletten Albums nur wenig. Großes Pop-Kino aus Berlin mit ganz viel elektronischer Unterstützung.

Rundum gelungenes Album, welches ich nur empfehlen kann. Elektronisch, poppig, und chillig zugleich. Mein Album des Monats Oktober.

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  1. BennyWild
    Oktober 31, 2009 um 7:41 pm

    Nicht ganz so schlecht… Hypnotized hat HIt-Potential. Die Videos sind natürlich nicht so einfallsreich…

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