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Kein Widerstand bei Muse in Köln

Eine gefühlte Ewigkeit ist mein letzter Blogeintrag her, und selbst dieses Konzert hier war genau vor einer Woche. Doch aktuell fehlt mir Zeit und Kraft um hier regelmäßig zu texten. Daher ganz schön verspätet, und in kürzerer Form: Mein Review zum Muse-Konzert in der Kölnarena am vergangenen Montag.

2001 hatte ich erstmals eine Muse-CD in der Hand. „Origin of Symmetry„. Es war Liebe auf den ersten Ton (von New Born). [Übrigens noch heute meine Lieblingsplatte von Muse – und auch sonst eine der besten überhaupt!]

2006, Düsseldorf: Mein erstes Live-Konzert von Muse. 2 Stunden Live-Perfomance der absoluten Extraklasse. 2 Stunden pures Adrenalin in der Philipshalle. Sprachlos, atemlos, perfekt.

Da war es schon selbstverständlich, dass ich auch bei der aktuellen „Resistance-Tour“ mit dabei war. Mittlerweile ist die Band bekannter, die Hallen größer. Aber von Widerstand kaum eine Spur, spätestens nach der eher unerwartet guten Vorband freute man sich auf die 3 Jungs von der Insel, und die legten dann auch mal direkt ordentlich los. Ich lasse das Video sprechen, für die riesen LED-Türme kann man fast keine Worte finden, das musste man schon gesehen haben:

Optisch ging das dann nahezu so weiter. Videos auf den gigantischen Türmen, Laser und vieles mehr sorgten mal wieder für einen Augenschmaus der besonderen Art und eine auch diesmal wieder atemberaubende Show. Teilweise nah dran am Overkill. Musekonzerte haben was von einer riesigen inszenierten Oper.

© regioactive.de

Musikalisch bieten die 3 Jungs das, was man von ihnen nach zahlreichen „Best Liveact“-Preisen erwartet:  Spitzenklasse durchweg. Gespielt wird einiges von der durchaus respektablen neuen Platte, vermischt mit den Hits der bisherigen Alben von „Feeling good“ (richtig klasse mit dem Flügel!)  bis „Starlight„.

Die Setlist war durchweg erfreulich, die neuen Songs live besser als erwartet und mit „Bliss“ und „Take a Bow“ fehlten wir mir nur 2 Stücke, die ich wirklich sehr gerne gehört hätte. Sonst war alles beim Alten: Keine Ansagen und knapp 1 3/4 Stunden volle Kraft voraus. Muse wie man sie kennt – und liebt.

© regioactive.de

Matthew Bellamy hatte zudem sichtlich Spaß beim Singen, Spielen, Spass machen und entertainen. Enttäuschenderweise spielte er an diesem Abend kaum selbst Piano, bis auf 2 Stücke. Das machte er dafür mit tollen Gitarren-Soli wieder wett. Vor allem die fast 10-minütige (!)  Live-Version von „Stockholm Syndrome“ war unglaublich gut. Zwischendurch gabs ein tolles gemeinsames Drum – und Bass-solo von Dominic Howard und Christopher Wolstenhome.

Am Ende wars dann die Musik von Ennio Morricone, die als Intro für den letzten Akt herhielt: „Spiel mir das Lied vom Tod“ auf Mundharmonika.

Fazit: Ein absolut großartiges Konzert – wiedermal. Auch wenn es nicht an das Düsseldorfer Konzert heranreicht, aber wenn ich ehrlich bin, lag das wohl eher nicht an Muse, sondern an der unglaublichen Stimmung damals in der Philipshalle. Muse ist und bleibt live eine wirklich tolle Band und ist jedem Rock-Fan zu empfehlen.

  1. Martin
    November 23, 2009 um 7:15 pm

    ich kann dir da nur zustimmen. Die Jungs haben Effekte dabei,auf die ich niemals gekommen wäre. Nicht nur die LED Türme, nein auch das Klavier mit LED mässiger Tastenwiedergabe, oder wie man es nennen will😉
    Das Konzert war wirklich stark, hatte so manche Probleme noch ordentlich nach Mainz zu fahren🙂

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