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Musik zum Frühling: Der März

Der Frühling ist da. Endlich konnte man wieder draußen im Tshirt laufen, Kicken mit den Jungs war wieder drin (auch wenn wir gestern ganz schön nass wurden^^), und die Eisdielen lockten wieder Tausende an. Passend dazu gabs in diesem Monat sehr viel wunderbare neue Musik, ein paar Alben davon möchte ich heute hier kurz vorstellen. Es war ein insgesamt sehr poppiger Monat, Ausflüge in die Achtziger waren auch dabei, dabei auch verrückte Gitarrenmusik und natürlich Techno. Bitteschön:

Yeasayer - Odd Blodd

Yeasayer stellen mit „Odd Blood“ ihr zweites Album vor, und erst dadurch lerne ich sie kennen (Das erste sollte ich mir dringend anhören!). Und ich weiß ehrlich gesagt nicht so richtig, wie ich diese Musik einordnen soll, womit ich aber nicht ganz alleine bin: „Elektro-Pop-Gospel-Funk oder so ähnlich.“, schreibt schon motor.de. Und irgendwo dazwischen liegt wohl die Wahrheit.

Was bleibt? Unglaublich eingängige Songs, man möchte sofort lostanzen. Das Album macht von 1-10 richtig Spass – hier habe ich mehr oder weniger zufällig eine tolle Entdeckung gemacht. Toll!

Anspieltipps wären zum Beispiel das elektronisch angehauchte „Love me girl“ oder das durchgeknallte „one“.

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Goldfrapp - Head First

Zurück in die Achtziger! Das dachte sich wohl das britische Duo Goldfrapp und schaffen mit ihrem neuen Album „Head First“ ein durchgängiges Retroalbum im 80ziger-Sytle. Komischerweise hat mich das Album irgendwie im Griff, obwohl dies 1) nicht meine Musik ist und 2) ich kein Fan von Discofox bin. Vielleicht gerade deshalb großartig – bleibt aber in jedem Falle Geschmacksache!

Was bleibt? Hymnen zum Mitwippen, mitsingen und tanzen. „Rocket“ hat das Zeug zum Hit. Auch Tracks wie „Hunt“ bleiben im Ohr. Nicht alles ist gelungen, trotzdem großes Lob für die neuerliche Neuerfindung. Gelungen!

Anspieltipps: „Hunt“ & „Voicething“!

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Jònsi - GO

Sigur Ros-Frontman Jònsi auf Solopfaden. Das hatte ich neulich schon angekündigt und mich schon sehr darauf gefreut. Und diese Vorfreude sollte sich lohnen: Mit „Go“ gelingt Jònsi ein wunderschönes Pop-Album, weit entfernt vom relativ düsteren Stil seiner Band liefert er hier viel Gefühl und stellenweise Kitsch ab. Eingängige Popsongs, alle getragen von einer stillen Einsamkeit, mit einer Menge Folk dabei.

Was bleibt? Auf Jònsis Musik muss man sich einlassen, ähnlich wie bei Sigur Ros ist das keine Musik, die beim ersten Takt zündet. Das gefällt nicht jedem, wird aber jedem anspruchvollen Musikhörer gefallen. Freue mich sehr aufs Konzert in Barcelona!

Anspieltipp: Das kunterbunte „Boy Lilikoi“.

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Broken Bells - Broken Bells

Und noch ein sehr ruhiges Pop-Album: Mit „Broken Bells“ liefern Brian Burton (Produzent von den „Gorillaz“) und James Mercer (Frontman von „The Shins“) ein rundum beeindruckenes Werk ab. Komplett durchstrukturiertes Album, kein Song ist irgendwie fehl am Platz, jeder Track für sich gelungen. (iTunes hat immer Album am ganzen Stück gespielt, ist selten bei mir…).

Was bleibt? „Broken bells“ ist eines dieser Alben, die man sofort nochmal hören will. Und dann immer wieder. Leicht, melodisch und dennoch experimentell. Und das funktioniert. Wunderbar!

Anspieltipp: Eigentlich das ganze Album am Stück, doch hier die erste Single „The High Road“.

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Super Flu - Heimatmelodien

Und am Ende gibts natürlich auch noch etwas Techno: „Heimatmelodien“ ist das erste Album von Super Flu, nach einer ganzen Reihe von hochkarätigen Veröffentlichungen in den letzten Jahren (wie zB. „Shine“). Herausgekommen ist das, was man von den beiden Thüringern kennt: minimaler Techno mit jeder Menge Samples, der einfach nie langweilig wird.

Was bleibt? Das Album hat einen sehr guten Spannungsbogen, die richtigen Höhen und Tiefen und die entscheidenen Höhepunkte. Ich will da eigentlich sofort die Arme hochreißen und irgendwo morgens im Sonnenaufgang zu tanzen.

Anspieltipps gäbe es einige, hier sei mal „Oktavlachs“ mit seinem verrückten Video dazu genannt.

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Dazu gibts bei Soundcloud übrigens auch einen offiziellen (!) Albummix, den man hier genießen kann:

Auf weitere tolle musikalischen Monate! Cheers!

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  1. scardanelli
    März 31, 2010 um 3:50 pm

    Trotz kleiner Skepsis: GO ist großartig! Nach dem ersten Hören gefällt es mir doch besser als erwartet! Vor allem Tornado ist bei mir hängen geblieben…das Klavier und der Gesang haben etwas (Thom) Yorkesches! –> Triggered my impulses! 🙂

    Broken Bells sind auch genial! Hatte in den vergangen Wochen nochmal öfter in die alten Shins Alben reingehört…

    • scardanelli
      März 31, 2010 um 3:51 pm

      übrigens: Scardanelli alias flowmotion225

  2. Marcel.
    März 31, 2010 um 3:57 pm

    Guter Musikgeschmack 😉

  3. Marcel.
    März 31, 2010 um 4:20 pm

    Aber könntest du bitte Minimal House anstatt Techno schreiben? Techno ist schrecklich, House groovt 8)

  4. hulza
    März 31, 2010 um 4:51 pm

    „Techno ist schrecklich, House groovt“?
    Oh je, das ist mir persönlich viel zuviel „Stammtisch“. Es gibt doch genauso wunderbaren Techno wie wunderbare Housetracks. Und von beidem gibt es ne Menge Bullshit.
    Und darüber hinaus ist die Schnittmenge doch einfach so groß, dass man kaum unterscheiden kann.
    Für mich sind Super Flu mehr Techno, und das sagt auch mein iTunes ;D
    Groovende Housetracks sind für mich zb aktuell Tracks aus dem Hause Cecille, Oslo, La Pena usw.

    Aber wie sagte ein alter Freund gerne immer: „Is doch alles Täschno!“

    Trotzdem danke für Comments 😉

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