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Die blaue Börse – Luminale 2010

Seit gestern – bis Donnerstag – ist wieder „Light and building-Festival“ in Frankfurt und mal wieder gibts parallel dazu das Lichterfest „Luminale„. Vor einigen Jahren wurden in Mainz dabei unter anderem der Hafen, die Theodor-Heuss-Brücke, der Hauptbahnhof oder die Christuskirche toll in Szene gesetzt: Ich war begeistert und viele andere auch. 2010 ist es wie vor 2 Jahren hauptsächlich in Frankfurt (am Main) angesetzt (einige wenige Projekte über das Rhein-Main-Gebiet verteilt). Ich nutzte den Eröffnungsabend um mal bewaffnet mit der Kamera nach Frankfurt zu fahren, vor allem um mit meiner Begleitung die Börse aufzusuchen, welche (nur) an diesem Abend in Blau erstahlte – unterlegt von weiteren Visuals und Ambientmusik.

Kurzer Exkurs: In einer Zeit, in der nicht jeder eine Kamera hatte, hätte ein solches Fest für die Sinne, ein solches visuelles Spektakel mir vermutlich noch mehr Spass gemacht. So wie in den Neunzigern, als ich Filme entwickeln ließ und gespannt auf das Ergebnis wartete. Doch diese Zeiten gibt es nicht mehr. Während damals unter 100 Besuchern maximal 10 photographiert hatten, sind dies heute 90 von 100 (Die 10 verbleibenden sind Begleiter mind. einer Kamera-Person.). Heute steht man dort dann vor hunderten professionellen Photographen – oder Menschen, die so tun, als wären sie professionell, weil sie sich eine teure Spiegelreflex mit riesigen licht- und brennweitenstarken Objektiven leisten können. „Luminale“ ist natürlich ein Festival für die Photographen, natürlich ein riesen Anreiz Stativ und Kamera mitzuschleppen – doch geht der Spaßfaktor für jemanden wie mich mit der günstigen Studentenkompaktkamera  (Canon Powershot SX 200 IS) gegen null. Die Photos der „Profis“ werden ja besser, warum noch um die besten Plätze schlagen. Warum auch noch blöde Blicke „genießen“, wenn man in einem Meer aus armlangen Objektiven bei einer Kompakten im manuellen Modus am hantieren ist?  Dann werde ich mir die Photos der Profis einfach im Netz schauen – und meine Cam weiter zu Reisezwecken nutzen. Daher gibts von diesem Abend auch kaum Photos… Ende Exkurs.

Immerhin: Statt mich in einer ellenlangen Schlange mit Sicherheitskontrollen anzustellen um auf die verglaste (!) Besucherterasse der Frankfurter Börse zu kommen, durfte ich ohne Kontrolle „aufs Parkett“, auf den heiligen Boden der Börse in dem Raum, den jeder aus Nachrichten und Wrtschaftsmagazinen kennt. Noch interessanter war dann vor allem der Blick in die alten Räume der Börse mit PCs aus den 80zigern und Drehscheibentelefonen  mit netter Privatführung – Danke!😉 Von dort oben (wo sonst die TV-Stationen wie CNBC und co ihre Moderatoren haben) konnte ich mir dann vor allem in Ruhe alles anschauen  während die „Profis“ hinter Glas von der Besucherterasse photographierten. YEAH🙂 Und so sah das Ganze aus:

Blick von CNBC ,)

Nochmal von oben

Unten auf dem Parkett schaute ich mir dann noch mal genauer alles an, ließ mir einiges erklären und stellte fest, dass ich bei Börsenthemen ja nun mal wirklich keinen blassen Schimmer habe.

Leitindex

Nachdem wir zu Wein und Essen eingeladen wurden, haben wir den Rest des Abends mit einem eher ziellosen Bummeln durch die Innenstadt verbracht und uns mehr unterhalten als auf die „Luminale-Projekte“ geachtet. Immerhin haben wir uns noch diverse angestrahlte Häuser, Visuals oder Illustrationen anschauen können. Letztlich war aber wenig Spektakuläres dabei: Ob da nun LED-Dioden in der Luft hingen, Denkmäler grün angestrahlt wurden oder der Commerzbanktower in gelb erstrahlte, dies hatte man alles irgendwie schon mal gesehen und haute wohl so richtig niemanden vom Hocker. Trotzdem bleibt die Luminale eine tolle Veranstaltung, ich überlege sogar nochmal hinzufahren, um mir einzelne Projekte außerhalb der Innenstadt anzuschauen – zB Donnerstag Abend die Show zum Festival im Cocoon Club. Wer noch nie eine Luminale gesehen hat, sollte sich die nächste Tage nicht entgehen lassen!

Ach ja, und an der alten Oper habe ich tatsächlich auch nochmal die Kamera ausgepackt und 2-3 Photos geschossen:

Alte Oper FFM

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