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Ein Tag ohne iPhone*

2 Tage ist es her, dass mir das iPhone gestohlen wurde. 2 Tage, in denen ich erst nach und nach realisiere, welch unglaubliche Präsenz dieses technische Gerät in meinem Leben hat: Zwischen Internet und Spielerei, als Allzweck- und Ablenkungswaffe – und nicht zuletzt natürlich als unersetzliches Kommunikationsmittel. Habe heute mal aufgepasst, in welchen Situationen ich ganz intuitiv nach dem iPhone greife, es vermisse – oder auch merke, dass es manchmal auch anders geht.

Mein Tagesprotokoll in gekürzter Form:

7.00 Uhr: Trööööööt. „Wo bin ich?“ Tröööööööt! Erstmals das Festnetz-Telefon mit Alarm als Wecker verwendet. Alarmton erinnert an Feueralarm. Hilfe! Aufstehen statt 30 Minuten snooooozen. Wieder hingelegt, weil snoozen einfach dazu gehört. Leider vergessen, den Alarm wieder einzustellen.

8.10 Uhr: Wachgeworden. Verwirrt, weil keine Uhr in Reichweite.

8.15 Uhr: Realisiert, dass Twitter und Nachrichtenmedien im Bett lesen ohne Aufstehen nicht möglich ist. Aufstehen. Laptop auf, Blick auf die Uhr. „Mist, in 30 Minuten Unterricht.“

8.20 Uhr: Kleines Frühstück vor dem Laptop. Statt Küche. Aber kurzer Blick in die Nachrichten muss sein. Und überhaupt: „Wie wird das Wetter?!“

8.45 Uhr: Unterrichtsbeginn. Ich auf dem Weg zur Schule. „F***, vergessen Emails zu checken…“. Wer soll auch bitte an sowas denken, wenn das nicht automatisch erscheint?

9.30 Uhr: Schüler machen mich drauf aufmerksam, dass heute letzte Stunde war. Will mir digital notieren, dass ich nächste Woche frei hab (und länger snoozen kann).  „Okay, werd ich mir schon noch behalten können.“

9.55 Uhr: Schnell in die Buchhandlung. Brauche dringend etwas zum Lesen für unterwegs. Entscheide mich für GEO Epoche. Mit DVD. Ganz schön großes Format. Kriege später beim Lesen keine Kopfschmerzen. Ungewohnt.

10.43 Uhr: Schlafe fast ein. Vertretung des Professors hat soviel Charme wie eine Mischung aus Angela Merkel und Günther Oettinger. Keine Tweetablenkung.

11.51 Uhr: Straßenbahn. Krame unbewußt Kopfhörer hervor. Lust auf das neue „The National“-Album. Schaue ernüchternd aus dem Fenster: Blick auf großes Plakat von BASE: „Jetzt iPhone 3GS ohne Vertrag kaufen – nur 729 €.“

14.00 Uhr: „Sehen wir uns nach dem Spiel heute noch?“ „Klar, ich meld mich einfach…äh f***! Na gut, ich versuch dich irgendwie zu erreichen….^^“.

15.10 Uhr: Nach Mittagessen wieder in den Bus. Verpasse meine Linie um eine Minute. Klar, keine Fahrplanapplication. „Wie haben die Menschen sowas früher gemacht?“. Immer noch keine Musik. Keine Tweets. Also wieder Lektüre mit dem ersten Schuss des 2. Weltkrieges.

15:30 Uhr: Zuhause. 305 neue Tweets. „Wie soll man das ohne mobiles Netz eigentlich alles lesen?“ – Mark all read!

16.22 Uhr: England schiesst das 1:0 gegen Slowenien, ich muss endlich mal  iTunes ausmachen. Von der Couch.Ich vermisse Remote.

17.30 Uhr: Entscheide mich gegen Joggen am Rhein zugunsten des Fussballspieles auf der Couch. Laufen ohne iPod? Nö!

18.40 Uhr: Skype-Chat: „Hey, sorry, kannst du für mich mal Thomas anrufen und ihm sagen wo wir uns treffen?“

20.20 Uhr: Technikprobleme beim WM-Spiel Deutschland-Ghana. Kein Bild, kein Ton. Aufstellung und aktuelle Infos wären klasse…

21.30 Uhr: Technikprobleme Klappe, die Zweite. Verpassen zehn (!) Minuten der zweiten Halbzeit. Kumpel: „Jetzt wäre dein iPhone ja schon praktisch…“

22.35 Uhr: Verliere meine Truppe irgendwo im Gewusel der Feierfreudigen. Keine SMS oder Anruf mit „Wo seid ihr?“. Begebe mich auf erfolglose Suche.

23:25 Uhr: Wieder zuhause. Twitter, soziale Netzwerke und co vollgestopft mit Nachrichten, welche ich sonst unterwegs lese. Dazu quillt der Google Reader nahezu über. Emails habe ich immer noch nicht gecheckt. Fange an zu (über-)lesen.

00.12 Uhr: Laptop zu. reicht für heute. Um 7.00 Uhr klingelt der Wecker. Ach, richtig: Heute ist ja der 24.6, heute darf ich wieder bei der Telekom anrufen. Was eine Freude! Draußen hupen die letzten… Zeit zu gehen. Gute Nacht.

(* ersetze hier iPhone auch mit jedem anderen Handytyp/smartphone. Es geht um das Gerät an sich, nicht eine spezielle Marke. Bei mir war es halt das iPhone, bei einem anderen wäre es ein HTC gewesen. )

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  1. Juni 23, 2010 um 11:45 pm

    Oh, welche Abhängigkeit. Vielleicht mal wieder Zeit das Leben und die Umwelt bewusst wahrzunehmen und die Gedanken schweifen zu lassen, als sich konstant abzulenken..

  2. r_d
    Juni 24, 2010 um 1:40 am

    Twitter schleifen zu lassen und unzählige tweets gelesen verstreichen zu ist ja zum Glück etwas was ich mir mühevoll antrainiert habe. diese Gefühl des ständigen „verpassen“ darf man glaube ich garnicht erst zulassen, es ist eh unmöglich alles mit zu nehmen was an Information auf einen einprasselt. (this message braucht go you via HTC desire, oO )

  3. zecl
    Juni 24, 2010 um 6:53 am

    hatte auch einmal das große glück das iphone einschicken zu müssen, da ging es mir ähnlich. hab mir dann für 20 euro ein ausweichhandy gekauft und alles was ich an daten hab in ein moleskin gepackt. war auch ne abenteuerliche zeit.

  4. Davis
    Juni 24, 2010 um 7:15 am

    Oh, welche Abhängigkeit. Dem stimme ich zu.
    Sieh es einfach als Zeichen, wie sehr du dich von einem technischen Gerät (!!!) abhängig machst. Ein Gerät, was nicht nur geklaut werden kann, sondern auch von jetzt auf gleich kaputt sein kann. Diese Sucht, ist nichts anderes als die eines ALkoholigers, der seinen Tagesplan genauso beschreiben würde, nur eben mit Bier. Und er sieht ne Bierwerbung, wenn er aus nem Fenster guckt, anstatt eine iPhonewerbung. 😉
    Ansonsten eine eigentlich ziemlich ernste Sache! Sowas ist echt nicht gut.
    Somit ist die Frage deines Handys ja auch ziemlich schnell geklärt, dir bleibt ja gar nichts anderes übrig als schnellstmöglich ein neues iPhone zu holen. Ansonsten wird DU ja die nächsten Tage/Wochen durch die Hölle gehen, so schlecht wie es dir dabei geht…

  5. Maddin
    Juni 24, 2010 um 9:56 am

    Gut David, dass ich nicht alleine damit rumstehe, dass man so ein Ding noch nicht braucht. Als Student schon gar nicht. Klar ist es praktisch, aber um mal einiges zu zeigen:
    1) Wecker: Jedes normale Handy hat „snooze“ funktionen. Es gibt auch ein Gerät, dass Wecker heisst. oO
    2) Wenn ich mir den Wecker stelle, stehe ich auf und hab kein Problem damit den Laptop anzumachen. Achso. Stellst dir den nebens Bett, kurzer Griff und du hast ihn vor dir wie dein IPhone.
    3) Laufen ohne Ipod? Ja vielleicht, jedoch ist das IPhone ja mal sowas von ungeeignet dazu. Jeder, der einigermaßen oft läuft hätte sich schon lange einen 50€ IPod Shuffle angeschafft.
    4) ITunes ausmachen–> Nehm die Remote deines Verstärkers und wechsle den Input Kanal von PC zu TV oder schalt die Anlage ganz aus.
    5) Technikprobleme–> Kann auch beim IPhone passieren.
    6) Verlieren der truppe–> Normales Handy.
    7) Twittermeldungen zu nem fußballspiel. Muha. Da vertraue ich auf meinen eigenen (und das kannst du auch, simon) Fußballsachverstand und nicht auf das was irgendwelche Schalke04-Fans twittern. oO
    -> Späße wie Air Berlin Check in, Apps für Geschäftsleute usw. dafür betrachte ich so ein Ding als sinnvoll, verglichen mit dem Preis von 729€. Klar gibt es auch Luxusobjekte, die man gern hat. Darauf warte ich jedoch bis ich das Geld für habe 😉

  6. hulza
    Juni 24, 2010 um 10:17 am

    Danke schonmal für eure Comments. Natürlich habe ich hier auch etwas überspitzt meinen Alltag dargestellt. Habe selbst bemerkt, wie oft ich ein solches Gerät benutze. Und in diesem Blogbeitrag gehts ja nicht nur um den Typ iPhone, sondern das technische Gerät Handy und seine Möglichkeiten im Jahre 2010. Ob das nun ein HTC, ein Nokia, ein Samsung oder halt eins mit dem Apfel drauf ist, spielt da nur eine nebensächliche Rolle. Daher habe ich dies ja hier nicht erwähnt, weil das sollte ja wohl klar sein. (Vielleicht hätte ich schreiben sollen: Ein Tag ohne Handy – da wäre es vermutlich klarer gewesen, wie komisch es ist, einen Tag / mehrere Tage ohne eben dieses zu leben).

    Aber natürlich haben annejoan, Davis und Maddin Recht: Die Abhängigkeit ist enorm, und das ist auch nicht gut, i know :/

    Dennoch: Nicht nachsagen lasse ich mir, dass ich nicht genug das Leben, die Umwelt und Menschen wahrnehme. Ich behaupte fast, ich kenne keinen, der das so intensiv macht wie ich. Das hat imho nichts mit Internetsucht etc zu tun.

    und nochwas:
    Wer behauptet, ein Internetfähiges Handy (Android / iPhone und co), würde man nicht „brauchen“ – der hat, salopp gesagt, entweder keine Ahnung oder noch selbst kein eigenes 😉
    Denn es geht ja nicht um das existenzielle „Brauchen“, sondern um „Luxus“. Man „braucht“ auch kein Auto, theoretisch bräuchten wir keine Klamotten, es ist aber doch ganz nett dies alles zu haben.

  7. Davis
    Juni 24, 2010 um 9:12 pm

    Die Aussage
    „Wer behauptet, ein Internetfähiges Handy (Android / iPhone und co), würde man nicht „brauchen“ – der hat, salopp gesagt, entweder keine Ahnung oder noch selbst kein eigenes“
    ist schlichtweg falsch!

    Das braucht man eben wirklich nicht. Ein Auto brauch ich um auf die Arbeit zu kommen und zwar schnell und einfach. Du musst aber nicht alle 5 Minuten emails oder twitter checken. Das kannst du abends machen. DU und die meisten von uns haben keinen Job, an dem sie an das Handy alle 5 Minuten gebunden sind. Von daher einfach nur völliger Luxus, der bei dir zu einer ernstzunehmenden Sucht geworden ist.

    Einfach mal lernen, dass es wichtigere Dinge gibt, einfach mal lernen, nicht alles mitbekommen zu müssen und das Gefühl zu haben etwas zu vergessen oder zu verpassen. Denn das macht dich krank und kaputt.

  8. hulza
    Juni 24, 2010 um 10:10 pm

    1990 noch haben viele gesagt, man brauche kein Internet.
    1960 sagte der IBM-Chef, die Welt würde keine Computer brauchen.
    Um 1904 sagte fast jeder, Autos wären dämlicher Luxus und würden sich niemals durchsetzen.
    Etwa 1830 wurde gesagt, dass die Dampfmaschine überhaupt nichts bringt.
    Und 1815 wollten die Fürsten und Adligen eine Restauration der alten Ordnung, weil sie meinten, man bräuchte keine Aufklärung, keine Pressefreiheit, keine Gleichheit vor dem Gesetz etc.

    Ich wäre seeeeehr vorsichtig mit solchen Aussagen „Braucht man nicht“ – vor allem wenn sie im Prinzip schon 3 Jahre zu spät kommen. Smartphones sind nicht aufzuhalten – und eher verschwindet das Festnetztelefon komplett.

    Ach eins noch: Was macht mich „krank und kaputt“? Und wie genau soll diese „Krankheit“ aussehen?

  9. Davis
    Juni 25, 2010 um 6:33 am

    Ich vertrete in erster Linie mich. Und ich kann auch am heutigen tag sagen: „Ich brauche kein Internet“ —> Aber um das klar zu stellen: Das kann ich auch nur aus der jetzigen Person als Privatmann sagen. Geschäftlich ist das Internet nicht wegzudenken, ganz klar. Da brauch ich emailadresse, web, blogs, etc. klar ist auch, dass selbst bei einem privatmann mittlerweile emails als selbstverständlich angesehen wird. Aber wofür brauch ich [derzeit!!! (wie sich die zeiten ändern, sei dahin gestellt) ] sonst internet außer eben email? Brauchen tu ich es nicht. Auch ich lese Nachrichten, Wetter, Schlagzeilen, Neues morgens im Internet. Und ja, es wäre schwieriger an diese Informationen ran zu kommen. Aber es geht…
    Es ist kein MUSS und nur das will ich damit sagen.

    Die Sucht nach neuen Informationen, nach dem Internet, der Abhängigkeit macht krank. Du beschreibst in deinem Text selbst wie schlecht es dir geht, jedesmal, wenn du merkst, dass dir dein iPhone fehlt.
    Die „krankheit“ selbst sieht so aus, dass du dir ständig gedanken machst, wie du schnellstmöglich an ein neues internetfähiges handy kommst, indem du ständig daran denkst: „hätte ich jetzt mein iPhone, könnte ich …“
    Und ich geh mal davon aus, das denkst du derzeit häufiger.

    Ich möchte das ganze auch nicht so schlecht reden, wie ich es bisher getan habe, aber ich möchte das krasse Gegenteil aufzeigen. Du tust so, also MUSS man so ein Handy haben und das ist so eben nicht ganz richtig. Dass es das Leben in sehr vielen Dingen wesentlich einfacher macht, steht außer Frage!

  10. ruanmi
    Juni 28, 2010 um 10:21 pm

    In diesem doch etwas überspitzten Bericht, eine Sucht oder Krankheit hinein zu interpretieren, finde ich doch schon sehr gewagt. Es sind ja bisher nur 2 Tage gewesen und, dass da ein doch sehr präsentes Gerät einem doch sehr fehlt ist vollkommen normal. Mich würde ein kleiner Bericht so nach jetzt einer Woche oder nach zwei Wochen interessieren. Wenn man dann immer noch eine gewisse Abhängigkeit verspürt, dann sollte man sich Gedanken machen. Ansonsten ist es einfach nur Gewohnheit.

  11. hulza
    Juni 29, 2010 um 10:17 am

    Richtig, und Danke für die Klarstellung.
    Ich denke es würde jedem anderen auch so gehen, letztlich sogar Menschen mit einem ganz alten handy, die auf einmal keine SMS mehr schreiben können, nicht mehr erreichbar sind. Ganz merkwürdiges Gefühl.
    Ihr, die ihr hier so großspurig getan habt: Macht euer Handy doch mal eine Woche aus – und nicht im Urlaub, sondern in einer Woche, in der ihr arbeitet und viel unterwegs seid!
    Ich war knapp eine Woche ohne Handy gewesen, und es ist schon äußerst merkwürdig, wie sehr man sich an diese Dauererreichbarkeit gewöhnt hat. Interessanterweise ärgerte es nach wenigen Tagen meine Freunde mehr als mich selbst: Sie konnten mich nie erreichen 😉

    Nun, über eine Woche später ist die Abhängigkeit schon lange dem finanziellen Frust gewichen. Es geht NATÜRLICH auch ohne smartphone (ob iPhone, HTC, Nexus oder andere…), aber der Komfort eines solchen Phones ist nahezu nicht ersetzbar. (Und ich bleibe dabei: Wer was anderes sagt, hat noch kein eigens gehabt ,) )

    Ich selbst vermisse vor allem eins: Meine Musikbibliothek unterwegs, meine Musik für jede Stimmung.

  12. Maddin
    Juni 29, 2010 um 3:04 pm

    letzteres–> MP3 Player. Gilt als „Ausrede“ nicht.
    Ich bestreite ja nicht, dass man so ein Ding gut gebrauchen kann. Genauso ein Handy. Aber ganz ehrlich. Man kann auch gut ohne beide leben. Es ist nicht existenzielles. Man kann ohne beide arbeiten, leben. Klar will man gern wissen, was in der Welt los ist. Jedenfalls die wichtigen Dinge. Aber ganz ehrlich: Will man immer den ganzen Schrott wissen, der im Netz umherläuft? Ich persönlich würde auch ohne den großen Teil der Twitter/Facebook Meldungen auskommen. Würd halt abends schauen, was die leute machen, die mich wirklich interessieren.
    PS:Hatte mein Handy mal ne Woche im WW. Super Sache.Wenn einer WIRKLICH was von mir wollte, konnte er mich auch irgendwie über Festnetz oder Internet erreichen.

  13. Jay$un
    Juni 30, 2010 um 11:28 am

    Wenn man sich Informatiker schimpfen will, dann hat man sich grundsätzlich mit dem Begriff der Information zu beschäftigen. Wieviel Information ist nötig, bis zu welchem Grad die Informationsverarbeitung möglich?

    Vor einigen Tagen gab es mal wieder einen Bericht auf der Basis einer Studie zum Thema „Wie Informationsüberfluss uns krank macht…“ – und ja, davon wird unweigerlich jeder erreicht.

    Wer konkurrenzfähig bleiben will, muss immer und aktuell über alles informiert sein. Das mag zwar für einige Topmanager zutreffen, aber brauch das wirklich der kleine Bürger / Arbeitnehmer ?

    Wir sind zweifelsohne längst über die Grenze des möglichen hinaus geschossen, wie viele Menschen können schon lange nichtmehr vor dem Geschoss des technologischen Wandels fliehen und werden davon erlegt.

    Ich selbst bin ohne meinen Communicator auch im Arsch, rund um die Uhr klingelt der Organizer und erinnert mich dran mal wieder Luft zu holen. Ok, das war auch sehr überspitzt dargestellt.

    Mobiles Internet für google und eine schnelle Information ist schon sehr nett, inwiefern man mobil mit messanger erreichbar sein muss, finde ich schon sehr fraglich.

    Es liegt wohl bei jedem selbst, zu Erkennen dass die Gefahr des Informationsüberfluss wirklich an jeder Ecke lauert und wir uns immer wieder vor Augen halten müssen, bis zu welchem Grad uns die Technologien das Leben wirklich einfacher gestalten.

    Um zu testen wie gefangen man von Sinneseinflüssen und Information ist, einfach mal in eine Art Dunkelkammer auf einen Stuhl setzen und 10 Minuten abwarten. Man wird sehr schnell feststellen dass man fast panisch auf die immer stärker werdende Ruhe reagiert. Man verliert sehr schnell das Zeitempfinden und wartet immer unruhiger werdend darauf, dass etwas passiert.

    Stille und Ruhe – sowas findet keinen Platz mehr in unserer westlichen Welt –

    schneller, besser, belastbarer – bis zum bitteren Ende!

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