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Lieblingsplatten im heißen Juni

Ein wenig zu spät gibt es hier nun wieder die monatliche Reihe mit sehr empfehlenswerter Musik aus dem vergangenen Monat, diesmal für den hitzigen, sonnenreichen Juni 2010. In diesem Monat mit Indierock aus den USA, einem DJ-Kicks-Beitrag aus UK, einem altem Electroherren aus Offenbach, einer stürmischen Indieband aus Schweden, und einer ebenso aus Schweden kommenden kleinen Popdiva. Meine Lieblingsmusik im Juni frisch vorbereitet, bitteschön:

Robyn - Body Talk pt1 (Pop, Juni 2010)

Den Startschuss macht Robyn, eben jene schwedische Popdiva, die mit ihren 31 Jahren schon fast alles erlebt hat: Veröffentlichungen am laufenen Band, Support von Madonna, Backgroundsängerin von Britney Spears, frühzeitig eigenes Label – und obendrein schon immer so etwas wie die Vorreiterin für alle Lady Gagas oder Uffies. Nun kam diesen Monat schon ihr fünftes Album: „Body Talk Pt. 1. Part 1? Richtig gelesen, es ist nur der Auftakt zu einer Trilogie aus 3 Alben, welche alle noch 2010 erscheinen sollen. Uff, man ist gespannt. Zurück zu Part 1: Robyn ist erwachsener geworden: intelligenter (Dance-) Pop, charmante Stimme, eingängige Melodien. Tanzbare Clubhits, die wohl schnell zu Hits werden können wie „None of them“. Abseits davon gefallen mir persönlich vor allem die Balladen am besten.

Anspieltipp: Die wunderschöne, auf schwedisch gesungene Ballade „Jag Vet En Dejlig Rosa„.

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Anthony Rother - Popkiller 2 (Electro, Mai 2010)

Anthony Rother kann man mögen oder nicht. Ein Zwischending ist wohl nur sehr schwer, da Rother sich selbst immer sehr treu bleibt. Als einer der frühesten Electro-Pioniere in Deutschland hat er diese Szene entscheidend mitgeprägt, z.B. mit seinem „Sex with the machines (1997)“ oder einem meiner Alltime Favourites „human made(1997)“. 2004 kam „Popkiller“ heraus:  innovativ, modern, erfolgreich. Klassiker! Mit „Popkiller 2“ versucht Rother nun an diesen Erfolg anzuknüpfen, schon ganz bewußt durch die Namensgebung, aber auch im Stil der Musik: Knarzig von vorne bis hinten. Er schafft es dabei tatsächlich eine interessante Spannung in das Album zu bringen, die Songs sitzen gut, und sind einwandfrei produziert. Eingängig, und natürlich Dancefloor-Garantie. Chapeau, Herr Rother, mit diesem Album haben Sie mich überrascht: Super gelungen!

Anspielltipp: Disco Light. (Auch wenn es ein wenig an „Father“ erinnert😉 )

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The National - High Violet (Indie-Rock, Mai 2010)

Ärgert es Euch auch so, wenn ihr eine wundervolle Band entdeckt, und feststellt, dass es diese Band schon Ewigkeiten gibt und sie schön an Euch vorbeigezogen ist? So ist es mir mit „The National“ ergangen: Erst mit „High Violet“, ihrem 5. Album, bin ich in den Genuß dieser tollen Musik gekommen. „High Violet“ ist ein super komplexes Album mit der schönsten Stimme, die mir seit längerer Zeit untergekommen ist. Eine Bariton-Stimme zum Verlieben. Dies zeichnet auch natürlich die Songs aus: ruhig bis melancholisch, berührend und in die Tiefe gehend. Das ganze Album ist einfach toll, und ich werde mich schnell mit den Vorgängern beschäftigen müssen.

Anspieltipp: Da nehme ich „Bloodbuzz Ohio„, vor allem auch aufgrund der Verfügbarkeit😉

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James Holden - DJ Kicks (elektronische Mix-Serie, Juni 2010)

Jaja, ich war schon immer ein kleiner Fan vom Oberfrickler vom Dienst, Border Community-Labelchef James Holden. Immer schon fasziniert von seinen Mixfertigkeiten, fasziniert von seiner musikalischen Auswahl, fasziniert von seinem Gespür für Tracks. 2006 hatte er mit „At the controls“ schon einen wagemutigen, erstklassigen Mix herausgebracht, für die DJ-Kicks-Serie nun also der 2. Streich: James Holden in the Mix. Und meiner Meinung nach direkt wieder ein absoluter Glücksgriff: Keine ausgelutschten Floorfiller, und keine anderen „großen“ Hits. Holden wie immer: Ran ans Unbekannte, rein in die Avantgarte der Frickelelektronik😉

„Ein Mix für die Zukunft“, schreibt die GROOVE, „vielleicht der neue beste Mix der Welt.“ Nun, darüber lässt sich sicher streiten, aber fest steht: Mal wieder liefert Holden beste Arbeit ab. Grandioser Mix. (Hoffentlich kann man ihn demnächst nochmal irgendwo live bewundern.)

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Shout out louds - Work (Indierock, März 2010)

Shout out louds sind auch eine nicht mehr ganz junge Band aus Stockholm, mit „Work“ präsentieren sie auch schon ihr 3. Album, welches eigentlich schon im März erschienen ist, aber auch ich kann nicht alle Alben anhören, daher also die 3-monatige Verspätung in die Aufnahme der Lieblingsalben😉

Und laut last.fm ist es sogar mein Topalbum des Monats, kein anderes Album habe ich mehr angehört. Um es kurz zu sagen: „Work“ ist umwerfend. Intelligenter Indie-Rock, stimmungsvoll, unbeschwert und dabei so Gute-Laune-Musik. Schon jetzt eine meiner Platten des Jahres.

Anspieltipps gäbe es viele, herausgepickt wird „Fall hard“ und der Albumopener „1999“ (Hier in einer tollen Live-Version!).

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Viel Spaß beim Hören und Entdecken von guter Musik. Ich freue mich wie immer über Kritik, Anregungen und Vorschläge in den Kommentaren.

  1. Maddin
    Juli 5, 2010 um 8:43 pm

    Discolight ging in BCL am Strand schon sehr sehr gut ab.
    Rest gefällt mir auch relativ gut.

    dazu. Robyn gefällt mir in diesem Track immer noch am besten: http://www.youtube.com/watch?v=cIWRYwCGEF4

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