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Die WM ist tot, es lebe die WM!

Das war sie also, die erste FIFA-Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden. 4 Wochen, 64 Spiele und Fussball bis zum Abwinken. Fussball wohin man schaute – und das nicht etwa in Südafrika, sondern in Deutschland. Egal ob Supermarkt oder Stammtisch, die WM war omnipräsent. Nach dem großen Finale mit dem insgesamt wohl verdienten Weltmeister Spanien ein großes Fazit von mir zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung.

König Fussball und sein Phänomen als Strassenfeger. (Aufgenommen in Barcelona, Vorrunde.)

König Fussball und sein Phänomen als Strassenfeger. (Barcelona, Vorrunde.)

Ich werde wohl nur begrenzt auf einzelne Spiele eingehen, dafür fehlt Zeit und Platz. Außerdem haben dies andere Blogs ganz vortrefflich getan, dazu später mehr.

Die Fussball-WM ist das größte Sportereignis der Welt, und das merkt man allen Enden: Ob im Radio, im Fernsehen, in der Zeitung, in den Onlinemedien, den sozialen Netzwerken oder auf der Straße, nirgendwo war man vor der WM sicher. Das mögen manche hassen, für mich als Fussball-Fan ist es in erster Linie erstmal reizvoll. Darüber hinaus kann es aber auch für die größten Fans zur Belastungsprobe kommen, wenn auf einmal jeder der Meinung ist „Fussball ist toll“. Das birgt Schwierigkeiten, macht aber letztlich eine WM auch aus. Dazu weiter unten mehr. Desweiteren soll es um die Darstellung der Medien, gerade der übertragenden TV-Sender mit ihren Moderatoren-Pärchen, gehen. Und schließlich natürlich auch darum, was mir ganz persönlich gut gefallen hat – und was eher weniger.

Die deutschen Fans, die Bundestrainer und das Public Viewing

Aus irgendeinem Grund schaut während einer Weltmeisterschaft jeder hin. Nein, nicht bei einer Weltmeisterschaft, sondern bei der Fusball-WM. Wenn Eishockey oder Handball gespielt wird, ist das eine Randnotiz, Fussball dagegen füllt die Auflagen und dient als Aufmacher. Dabei steht das Event im Vordergrund. In Deutschland haben vor allem das „Sommermärchen 2006“ und die beginnenden Public Viewings ihr Übrigens dazu getan, das Produkt WM mit seinem Eventcharakter dem Fussball vorzuziehen. Dabei wird vor allem das Public Viewing zum Inbegriff der deutschen Feierkultur: Trikot, Bier und Schlachtgesänge – und obendrauf der Autokorso. Apropos Autokorso: Was bitte soll ein Autokorso nach einem Auftaktsieg gegen Australien(!) ? Und ganz im Ernst, liebe autofahrende Fans: Erklärt mir Sinn und Zweck dieses Chaos-Feierns. Nach einem Sieg im Finale? Geschenkt – dann wäre ich vielleicht selbst dabei, aber bitte lasst solche Kindereien doch nach Vorrundenspielen. (Lustigerweise sitzen beim Autokorso vor allem die Menschen am Steuer, die sich sonst 365 Tage im Jahr über zu hohe Spritpreise und ein unmögliches Deutschland aufregen….). Überhaupt der deutsche Fan: Vor der WM ist alles schlecht, weil Löw so ein „schlechter Trainer“ ist, nach dem Australien-Sieg ist man sofort Weltmeister, nach dem „superschlechten Serbienspiel“ ist wieder alles schlecht, nach dem glorreichen Sieg über Argentinien ist man „auf Jahre unschlagbar“, und nach der Halbfinalniederlage lag wieder alles am Trainer und am Ende der WM sieht man sich als „wirklicher Sieger“, da das Finale ja so ein „Grottenkick“ war. Das ist absurd bis lustig, traurig bis wissenschaftlich interessant. Natürlich ist auch jeder Deutsche (fast jeder, meinen Papa gibts ja auch noch 😉 ) während der 4 Wochen Bundestrainer, und jedes Forum zwischen Kicker, Spox, transfermarkt und SpOn wird zugespammt, was das Zeug hält. Das ist alles so irre, das selbst „Journalisten“ irgendwann auf diesen Zug aufspringen, und meinen sie würden ja grundsätzlich alles besser wissen. Man könnte noch eine Menge Böses über Event-Fans schreiben, aber ich bin dessen müßig, die Diskussion um Event- und/oder „richtige“ Fans ist leider unmöglich – und auch unnötig. Denn es ist ja auch wundervoll (!), dass sich soviele Menschen für diesen Sport interessieren und mitfiebern, das macht die WM ja letztlich auch so großartig. Aber warum jemand, der Fussball im Allgemeinen nicht mag, über Fussball-Abende nur lächelt und weinende Fans als Weicheier betitelt, auf einmal alle 4 Jahre zum übergroßen Fan mit 25 verschiedenen Utensilien in schwarz-rot-gold wird, bleibt mir für alle Ewigkeiten ein Rästel.

Public Viewing in Mainz, Vorrundenspiel.

Ich hab bei dieser WM nach zuviel Aufregung, übergeschüttetem Bier und geballter Inkompetenz beim ersten Spiel der deutschen Elf („Wer ist denn dieser Ozil da auf dem Feld?“, „Dieser Friedrich, hat der vorher schonmal für Deutschland gespielt?“…) die deutschen Spiele immer im kleinen Kreise mit ausgewählten Fussballfreunden geschaut. Essen und kühles Bier dazu, Diskussionen und gemeinsame Analysen. Es fühlte sich gut an. Das war WM-Feeling zum Anfassen, auch bei anderen Partien außerhalb der deutschen Nationalmannschaft. (Ja, diese Spiele gab es nämlich auch.)

Die Übertragung bei ARD, ZDF und RTL

Wir haben hier ja das große Glück (?) – dank GEZ *hrhr – alle Spiele live schauen zu können (natürlich außer die parallel stattfindenden Partien). 64 Spiele á 90 Minuten plus Nachspielzeiten, Verlängerungen, Elfmeterschiessen und natürlich tausende Minuten an Vorberichten, Dokumentationen und Interviews. Der geballte Fussball-Wahnsinn im Fernsehen. Und auch ich muss sagen: Mein TV lief soviel wie sonst in einem ganzen Jahr. Insgesamt kann man wohlwollend auf die TV-Sender und ihre Arbeit zurückblicken, da waren schon viele gute Stunden Fernsehen dabei. Leider gibts bei viel Licht auch viel Schatten, und so waren es vor allem Moderatoren, Kommentatoren und Reporter, die mir mit ihrer Schusseligkeit, ihrer Inkompentenz oder ihrer Aufdringlichkeit ziemlich auf den Sack gingen überhaupt nicht gefielen. Reporter gehören für Fragen wie „Wie fühlen Sie sich?“ oder erst Recht für „Wie groß ist die Enttäuschung?“ eigentlich gefeuert. Was soll ein Spieler dazu auch sagen? Vielleicht könnte er ja die Arme ausstrecken und anzeigen wie groß. „So groß!“ (Dazu auch mehr beim Trainer Baade). Oder ein Kommentator, der ständig Spieler verwechselt, Schlüsselszenen falsch interpretiert und schließlich auch schonmal komplette Spiele so kommentiert, dass ich denke, ich würde ein anderes Spiel sehen. Favorit für den Posten „dämlichster WM-Kommentator“ ist: Béla Rethy. Unglaublich! Apropos ZDF: Diese verlieren auch meine kleine Tabelle der Moderatoren-Pärchen:

Reinhold und Mehmet

1. Reinhold Beckmann und Mehmet Scholl: Beckmann ist zwar mehr oder weniger nervig und will immer alles selbst sagen, dafür hat er mit Scholl den kritischsten und gleichzeitig  vor allem sympatischsten „Experten“. Mehmet machte seine Sache wieder richtig gut, daher hier der verdiente 1. Platz.

2. Gerhard Delling und Günther Netzer: Durften noch einmal gemeinsam ran nach 13 Jahren Streiten, Mobben und Dissen. Ist im Grunde genommen so köstlich, dass man über jede Menge Belangloses und Langweiliges hinwegsieht.

3. Günther Jauch und Jürgen Klopp: Ich hätte mir hier mehr erwartet; letztlich zuviel Geplänkel, zuviel Klopp, zuviel Technikeinsatz, abstruse Tipps und einfach irgendwie zuviel von Allem. Schade. Nur Platz 3, weil ein Team nur letzter werden konnte.

4. Kathrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn: Nicht der Reichsparteitag ist hier ausschlaggebend, sondern die unglaubliche Inkompetenz der KMH. Dazu ihre fast schon sexistischen schmachtenden Blicke auf den „Ein Oliver Kahn hätte den gehalten“ – Titan, und zudem mir viel zu wenig Kritik von Seiten der alten Nummer 1. Ganz, ganz schwach leider. – trotz „der Überhand“. 😉

Letztlich hat die ARD wohl alles richtig gemacht, dort konnte man grundsätzlich am besten Fussball schauen, auch wenn mein Lieblingskommentator Oliver Schmitt für das ZDF arbeitet.

Die Online-Berichterstattung zur WM. Blogs, Twitter und co

2010 in Südafrika wird für mich auch als die WM in Erinnerung bleiben, bei der ich zum ersten Mal – fast – ausschließlich Onlinemedien zu den Spielen verfolgte. Und damit meine ich keinesfalls klassische große Medien wie SPIEGEL oder BILD, sondern zahlreiche kleine Blogs, einige kleinere Fussballseiten, natürlich Twitter und nicht zuletzt auch Facebook.  (Allein SPOX unterhielt mit seinen Tweets noch das langweiligste Spiel, die ZEIT widmete der WM gleich eine ganze Seite mit sogenannten WM-Tweets, welche fast alle lesenswert waren.)

Vor allem aber machte es Spaß in kleine oder größere Blogs reinzuschauen, sie über den Reader zu verfolgen und ihne Taktiken und Analysen zu lesen. Die dortigen Analysen waren meist besser, aber vor allem persönlicher als KICKER und co. Meine Lieblingsblogs zur WM 2010 in Südafrika:

1. Der Fussballist: Roland Eitel war als PR-Berater von Löw 5 Wochen mit in Südafrika. Kein anderer Blog war näher dran an der deutschen Nationalmannschaft, keine anderen Texte persönlicher, emotionaler und interessanter. DER Blog zur WM, Danke dafür.

2. Das Werder-Fussball-Blog: „Wir brauchen niemanden, der uns den Fußball bunt macht. Was auf dem Platz passiert, ist interessant genug.“ (Hans Meyer) – Und darum gehts in diesem Blog, sowohl bei Werder als auch nun während der WM. Ganz hervorragende Taktikanalysen!

3. Mission 11. Juli:  Rhetrorisch feine Teste von einem Iraner. Tolle Perspektive von Amir Kassei.

4. Meine Saison: Analyse der Deutschland-Spiele und noch viel mehr. Empfehlenswert!

Platz 5 teilen sich die Kontextschmiede und ihre hervorragenden Taktikanalysen sowie die Spielminutenstatistiken bei Kunkello.

Meine ganz persönliche WM. Fan-Freuden, Fan-Fehler, Fan-Highlights aus hulza-Sicht

Auch ein hulza kann irren 😉 Nein, im Ernst, ich lag mit mindestens 2 Personalien vor dieser WM total daneben und müsste mich eigentlich entschuldigen.

1. Miroslav Klose. Ich hatte ihn immer für einen überragenden Stoßstürmer gehalten, selbst noch als er bei den Bayern auf der Bank saß. Aber mit den letzten Spielen der Saison und der Vorbereitung der deutschen Elf incl. Kloses hängender Schultern hatte ich alle Hoffnung aufgegeben: Klose war für mich nur noch dritte Wahl. Das er nun wieder alles zeigte, was ihn so stark macht (Zweikampfverhalten, Schnelligkeit, Aggresivität, Laufwege, Spritzigkeit, Übersicht), habe ich nicht erwartet, und freut mich daher umso mehr. Chapeau Herr Klose, das war weltmeisterlich!

2. Joachim Löw. Ein großer Löw-Kritiker war ich nie, ich achtete ihn immer als großen Taktiker, aber mit der seltsamen Kadernominierung kam ich irgendwie nicht zurecht. Frings zuhause lassen, obwohl Ballack und Träsch und Rolfes ausfielen? Wo war da das viel besagte „Leistungsprinzip“? Warum musste ein Hummels zuhause bleiben, während ein Müller mit durfte? Und erst Friedrich? Wieso, warum? Es gab viele Fragen an den Bundestrainer – und auch ich war einer der Millionen heimlichen Trainer, die es sowieso besser wissen. Löw hat es allen gezeigt. Löw hat richtig gehandelt – und nie mehr werde ich bei Kaderberufungen irgendwelche kritischen Töne von mir geben. Löw hat als Trainer alles richtig gemacht. Dafür bekommt er von mir meinen größten Respekt.

Wie die deutsche Mannschaft Fussball spielte, ja interpretierte, war eindrucksvoll und hat die ganze Welt begeistert – das hat nun vermutlich sogar der größte Fussballmuffel mitbekommen. Weitere Kommentare erübrigen sich im Grunde genommen, aber vier Spieler möchte ich dennoch kurz herausheben:

Bastian Schweinsteiger. Herz und Seele, und der eigentliche Kapitän. Der Leader (obwohl ihn andere erst 2014 sehen). Es war eine einzige Freude „Schweini“ zuzuschauen: Einsatzbereitschaft bis zum Äußersten, Kampfeswille – und nur sehr wenige Fehler. (Ein großer leider im Spiel um Platz 3, vielleicht kostete ihn das ein Podiumsplatz bei der Vergabe des goldenen Balls.)

Mesut Özil. Für mich eher enttäuschend als genial. Das möchte ich kurz erklären: Natürlich spielte Özil zum Teil überragend, das ist auch weltweit gesehen große Klasse. Aber: Das kenne ich auch so schon aus Bremen. Was mir noch fehlt: Der Einsatz, der unbedingte Wille, den ich bei Schweinsteiger z.B. so liebe, und natürlich der Instinkt vor dem Tor (Letztlich 6 Großchancen vergeben.) Daher war seine Nominierung für die Top 10 der WM für mich eher überraschend, dennoch stimmt natürlich alles, was über ihn gesagt wird: Geniales Passverhalten, großartige Annahmen und Laufwege. Er kann ein Großer werden. Man wird es sehen.

Arne Friedrich. Überragend. Der UNTERschätzteste Spieler der deutschen Mannschaft. Großartiges Zweikampfverhalten. Spielte das Turnier seines Lebens.

Lukas Podolski. Der ÜBERschätzteste Spieler der deutschen Mannschaft. Sogar der Langzeitverletzte Jansen war im Spiel um Platz 3 besser als Podolski in allen anderen Spielen. Selten laufbereit, wenig Übersicht und mangelnde Torausbeute. Fast so schlecht wie in Köln.

Ghanaer beim Vorrundensieg (Mainz, 1. Spiel von Ghana)

Das Schönste bei einer WM-Endrunde sind letztlich aber vor allem Emotionen. Ob das nun jubelnde Ghanaer wie hier am Mainzer Rheinstrand sind, tausende Deutschlandfans unter schwarz-rot-goldenen Flaggen, traurige Südafrikaner nach ihrem Ausscheiden, verrückte Niederländer in orange, die Tränen oder  auch die großen Augen der Balljungen beim Einlaufen ins Stadion. Wunderbar! All das ist Fussball, all das zeichnet die WM aus. Ich liebe es ein Vorrundenspiel zwischen vermeintlichen uninteressanten zweitklassigen Mannschaften irgendwo öffentlich zu schauen, alleine der Reaktionen der Menschen aus diesen Ländern wegen. Beeindruckend, welche Kraft der Fussball hat. Das ist schön, und im Grunde genommen ist es das, was die WM ausmacht.

Und Emotionen gab es viele, in dieser Hinsicht war es meiner Meinung nach eine perfekte WM. Tolle deutsche Spiele, aber auch interessante, andere Begegnungen mit ganz verschiedenen Highlights. Meine persönlichen:

  • 121. Minute Uruquay vs. Ghana und die Hand Gottes des Stürmers (!) Suarez. Gyan verschiesst. Elfmeterschiessen, und Ghana scheidet aus. Was eine Dramatik.
  • Achtelfinale Deutschland vs. England, Lampard schiesst – Wembley reloaded. Mit diesem tollen Photo.  Dramatische Minuten, Deutschland gewinnt am Ende verdient 4:1.
  • Paraquay vs. Spanien, das Viertelfinale. Drei Elfmeter, ein Treffer, kein Tor. Die vielleicht kurioseste Minute dieser Weltmeisterschaft.
  • Argentinien vs. Mexiko. Im Achtelfinale schiesst Tèvez das 1:0 für die Gauchos – anschließend sehen die Mexikaner auf der Videoleinwand, dass es klares Abseits war. Machte die schlecten Schiedsrichterleistungen mehr als deutlich und löste neue Debatte um Videobeweise aus.
  • Die „gekauften“ chinesischen Fans der Nordkoreanischen Mannschaft. Legendär.
  • Thomas Müller mit seiner bestern Szene: „Darf ich jemanden grüßen?“ – Die Omas und der Opa werden sich gefreut haben. Ganz stark!

Und vermutlich noch viele weitere Szenen. Die WM hat viel Spaß gehabt, aber jetzt darf sie auch gerne ruhen. Ich freue mich umso mehr schon wieder auf die Bundesliga, mit echten Fans auch gegen die grauen Mäuse mitfiebern, und alles in sich aufsaugen. Und wenn dann wieder Championsleague ist, wird auch wieder weltklasse Fussball gespielt 😉

Wir sehen uns in 4 Jahren in Brasilien. Die WM ist tot! Es lebe die WM!

PS: Spanien ist verdienter Weltmeister 2010.

PS2: Die besten, eindruckvollsten Bilder zum Worldcup gibts – wie fast immer – bei Big Picture: Teil 1 und Teil 2. Unbedingt schauen!

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  1. Crooker
    Juli 12, 2010 um 10:35 pm

    Super Beitrag. Spricht mir fast zu 100% aus der Seele. Vorallem freue ich mich auch endlich wieder auf die Bundesliga. Samstags Nachmittags mit Freunden in der Kneipe, wo auch mal 5min. lang keiner was sagt.

  2. Juli 12, 2010 um 11:17 pm

    Außer der Kritik Poldi finde ich Deinen Artikel super 😉
    Wirklich eine tolle Zusammenfassung eines genialen Sommers. Und wenn Du mir jetzt noch verraten kannst, was nach der WM im Fernsehen läuft, abonniere ich Deinen Blog!!! Denn mal wirklich, vier Wochen Fußball, und was schaut man jetzt?!
    LG 😉

    • hulza
      Juli 13, 2010 um 9:32 am

      Danke für deinen Kommentar, Nicolonia. Aber auch als Kölnerin müsstest du gesehen haben, wie schlecht Poldi teilweise war. Ich bin da als Bremer auch hart mit Mertesacker ins Gericht gegangen, zB nach dem Ghana-Spiel. Soviel Objektivität muss sein 😉

      Jetzt nach der WM lässt man den Fernseher am besten erstmal aus, genießt den Sommer und die Ruhe und fährt dann perfekterweise noch mit Freunden auf ein Musikfestival =)

      Als TV-Tipp (Vieles gibts da nicht…) empfehle ich „Californication“, läuft auf RTL2 ab dem 30. Juli als Free-TV-Premiere (2. Season). Bis dahin könntest du die erste Season durchhaben 😉 (Die ist auch besser!)

    • maddin
      Juli 13, 2010 um 9:48 am

      Die Kritik an Poldi fällt noch zu milde aus. Man kann das ganze anhand von Heat-Maps, Zweikmapf- und fehlpassstatistiken sehr gut belegen, dass Podolski eine schwache WM gespielt hat. Wollen wir wirklich so dominant auftreten, wie es Spanien gemacht hat, den Ball in den eigenen Reihen halten, um dann den entscheidenden vertikalen Pass zu spielen, was ein Özil aus dem Mittelfeld kann und wofür wir mit Müller und Klose die Leute vorne haben, die auch diesen Ball entscheidend in die vorderste Spitze spielen können, so muss ein Podolski emtweder die gleiche Laufbereitschaft und Spielintelligenz eines Müller besitzen, oder sich auf die Bank hocken.
      Ich glaube fest daran, dass die Nationalelf schon bald im System Barcelona auflaufen wird, da wir dafür die überragenden Mittelfeldspieler besitzen mit einem Potenzial, wie es sonst nur Spanien hat. Mal exemplarisch, rein vom Alter her:

      —————Neuer—————–
      Lahm—-Hummels—-Badstuber–Contento
      ————–Schweinsteiger(C)——
      ——–Khedira———Kroos———
      Müller———————-Özil——
      ————-Gomez——————–

      Einfach unglaublich, bedenkt man noch, dass hier ein Marin, Kießling, Höwedes, Adler, die Bender-Zwillinge usw. noch nicht aufgeführt sind. Da muss ein Poldi seine Spielweise ändern, denn mit diesen Pass“göttern“ im MF wird er mit seinem Gebolze nicht mithalten können. Ich kann nur hoffen, dass Löw weiter macht, sollte dem nicht so sein, gehe ich von Hubresch, Sammer oder Klopp als Nationalcoach aus. Besonders Sammer möchte ich hier hervorheben, der die Sturkturen innerhalb des DFB maßgeblich so verändert hat, dass wir solch eine tolle WM schauen durften.
      Noch als kleines Fazit, den für mich überragenden Spieler der WM:
      Thomas Müller. Was kann er? Keine überragende Technik. Keine überragende Schusstechnik. Keine überragende Schnelligkeit, a la Robben. Nein. Der junge hat den Fußball im Blut. Instikt für den Torabschluss, den freien Raum, den Pass im richtigen Moment, alles Dinge, die man nicht lernen kann. Dazu den für den Offensivfußball taktisch besten Trainer, mit LvGaal, der ihm die Laufwege beibringt, die ihn so gefährlich machen. Dazu den absoluten Willen und die nötige Portion bodenständigkeit. Ein Spieler dessen Talent, abgesehen von den Toren, die Fußballlaien nicht erkennen werden, ein Spieler den nur wenige haben.

  3. Juli 13, 2010 um 1:06 pm

    Ach, Objektivität ist dem Kölner bezüglich seiner Mannschaft wohl nicht gegeben (sonst wäre es wahrscheinlich auch nicht erklärbar, dass das Stadion ständig aus allen Nähten platzt!) 😉
    Aber danke für den TV-Tipp -wenn nicht grad FC-Training ist, werd ich es mal mit der Serie probieren!
    LG!

  1. Juli 19, 2010 um 1:48 pm

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