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Kurz-Backpacking in Portugal, Teil 1: Porto & Coimbra

Eine Woche, die 3 größten Städte des Landes, viele Bus-Fahrten, unzählige Kilometer zu Fuss, tausende Treppenstufen, und neue Kontakte: Ich war mal wieder unterwegs, diesmal nur mit einem Rucksack. Anstrengend, aber sehr erlebnisreich. Meine Woche in Portugal, mit einigen meiner Photos (per Klick im größeren Format). Studenten-Urlaub mit meinen Empfehlungen.

Unterwegs im Land der Entdecker. (Denkmal der Entdeckungen in Belèm)

Los geht’s in Porto, der historischen alten Stadt im Norden Portugals. Der Stadt des Portweins, der Stadt mit der tollen Altstadt, die Weltkulturerbe ist, der Stadt mit der tollen Lage an der Mündung des Rio Douro. Eine Stadt, die wirklich toll ist, und durch ihre vielen Hügel und steilen Anstiege, gemischt mit sehr alten Häusern und verkachelten Gebäuden einen interessanten Charme besitzt.

typische Gasse im historischen Center

Es gibt in Porto zwar Metro, Bus und die Tram, aber diese Stadt – wie soviele alte, südeuropäische Städte – erkundet man am besten zu Fuss. Durch die zahlreichen engen Gassen mit hunderten, tausenden Treppenstufen kommt man nur zu Fuss, und erst dann erschließt sich Porto komplett. Vorbei an wunderschönen bunten Häuserreihen, aber auch an kaputten, heruntergekommenden Gebäuden. Vorbei an dutzenden Kirchen und Monumenten.

Wäsche wohin man schaut

Wäscheleinen gehören zum Bild der portugiesischen Städte dazu wie hierzulande Lichterketten an Weihnachten. Gärten gibt es  nur wenige. Für die unzähligen Treppenstufen wird man immer wieder mit tollen Aussichten belohnt, und wenn man schließlich am Rio Douro angekommen ist, und die imposante Kulisse des Zusammenspiels von zwei Stadtteilen mit der beeindruckenden Ponte Dom Luis I., einer Stahlbrücke mit zwei Ebenen, erblickt, erfreut man sich eines tolles Anblickes:

Über diese Brücke gelangt man schließlich auch auf die andere Seite des Flußes – hinein in das Viertel der berühmten Portwein-Hersteller: Vila Nova de Gaia. Hier sitzen fast alle großen Firmen der Portwein-Industrie, und ein Besuch hier ist Pflicht.

Kostprobe bei Croft

Zum einen lernt man einiges über den Portwein, zum anderen darf man ihn kosten – und darüber hinaus sind fast alle Touren kostenlos (außer bei Sandeman). Wir können Croft empfehlen: Überaus freundliche Menschen, leckere Kostproben – sogar schon vor der Tour draußen in der Sonne einen weißen, süßen Portwein.

Das war wirklich eine nette Erfahrung, weil ich bis hierher mit Portwein wenig Bekanntschaft gemacht habe. Sehr lecker, allen voran der 20-years -Tawny. Klasse!

 

Atlantik vor der Haustür

 

Ebenso sollte man sich nicht einen Spaziergang an der nah gelegenen Atlantik-Küste entgehen lassen. Dorthin kommt man mit den Bussen sehr gut, und später kann man mit der alten, herrlich historischen Tram zurück ins Zentrum fahren. Die Küste ist hier sehr rau und windig, deswegen wird sie auch weiter südlich im Land von den Surfern geliebt. Eignet sich perfekt für einen Ausflug aus der Stadt. Allein für die Fahrt mit der Tram lohnt es sich eigentlich.

 

 

Buchhandlung Lello

Man könnte sicher noch Vieles erzählen, und viele Photos zeigen, zwischen Stadion und verkacheltem Hauptbahnhof. Aber ganz Besonders in Erinnerung wird mir vor allem noch etwas eher Untypisches bleiben: Die Buchhandlung Lello mitten in der Innenstadt, die „Kathedrale der Bücher“. Es ist der schönste Buchladen, in dem ich jemals war, und ich hätte liebend gerne länger geschmökert. Dazu sollte man aber Portugiesisch sprechen, denn viele englisch-sprachige Werke gab es nicht. Absoluter Tipp!

Porto ist eine moderne, schöne Metropole mit vielen Facetten, vor allem aber der Verfall vieler Teile der Stadt ist leider nicht zu übersehen. Neben der allgegenwärtigen Armut strotzen unglaubliche Kirchen nur so vor Reichtum, zum Beispiel „Igreja São Francisco“. Dieser Gegensatz ist bemerkenswert – und überall offensichtlich.

 

 

Front der Altstadt am Douro

Eines darf nicht fehlen: Die absolute (studentische) Empfehlung für eine Unterkunft: Das noch ziemlich frische Porto Spot Hostel ist nahezu perfekt. Wunderschöne, wenn auch kleine, Doppelzimmer mit Balkon, sehr sauber, gutes Frühstück, super Crew und schöne Atmosphäre – zu einem (fast) unschlagbaren Preis. Best Hostel ever!

Weiter gings nach Coimbra – mit dem Zug, eine Art IC. In Coimbra waren wir ingesamt nur kurz, und es reichte nur zu einem großen Spaziergang durch die Stadt – auch hier berghoch und bergab, über hunderte Stufen.

 

Universität Coimbra

Coimbra ist eine charmante kleine Uni-Stadt, im ganz klassischen Sinne: Ein Großteil der Einwohner sind Studenten, die Universität ist riesig und erhebt sich wie eine Burg über die Stadt, hat überdies Gebäude, von denen wir in Mainz nur träumen können, und die Studenten tragen noch Roben!

Wir konnten einige studentische Zeremonien / Rituale innerhalb der Stadt beobachten – was auch immer es war: Irgendwie merkwürdig, aber faszinierend. Coimbra ist belebt und charmant, uns zog es nach anstrengenden Tagen aber auf die Couch: Portugal vs. Argentinien, oder Ronaldo vs. Messi. Dazu portugiesisches Bier. Messi hat übrigens gewonnen. Coimbra ist eine schöne Stadt, gesehen haben muss man sie aber sicherlich nicht.

Früh am nächsten Morgen ging es schon weiter Richtung Süden, weiter in Richtung Lisboa, der Hauptstadt de Landes. Diesmal mit dem sehr günstigen Fernbus (Tipp: Vor Ort Tickets holen, gibt Studentenrabatt!) – unglaublich: mit WiFi on Board, yeah ,)

Und weil ich hier viel zuviel geschrieben habe, und es dreimal so lange wurde, als ich dachte, ist hier erstmal Schluss, und es folgt ein zweiter Teil aus dem wunderbaren Lissabon.

Hier gehts entlang zum zweiten Teil der Reise: Lissabon!

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  1. März 28, 2012 um 9:29 am

    Danke für diesen sehr schön geschriebenen Reisebericht! Portugal werde ich mir bald auch anschauen.

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