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Platten des Monats Februar 2011

Im Februar allgemein schon etwas früher, hat mich das Monatsende diesmal etwas überrascht. Ständig unterwegs und zum Teil lange Arbeitstage, und so verfliegt ein Monat. Außerdem gab es da ein Album, welches über Allem thronte, und aus diesen 2 Gründen gibts hier und heute zwar wieder meine aktuellen Lieblingsplatten des vergangenen Monats, aber in etwas abgespeckter Version. Viel Spaß!

The King of Limbs

Radiohead, Radiohead, Radiohead und Radiohead. Das waren gefühlt die Themen der zurückliegenden Musik-Wochen. Nicht, dass es nichts anderes geben würde, doch ist ein neues Album von Radiohead immer wie die Erfindung des Rads. Die Begeisterung für Radiohead hat nur wenig Grenzen, nimmt oft religiöse Züge an. Da braucht die Band weder Management, noch Plattenfirma, noch Marketing. Die Download- & Verkaufszahlen werden dennoch wieder eine besondere Sprache sprechen. Und ich kann mich auch nicht freisprechen.

Über „The King of Limbs“ muss man dann auch gar nicht mehr viel schreiben, denn das wurde schon überall und endlos gemacht, wie zum Beispiel hier oder hier oder hier oder hier oder hier (könnte man lange so fortsetzen…). Bisher gibt es das Album nur als Download, erst Ende März erscheint die CD/Vinyl-Version.

Was gibts?

Radiohead-typische Musik. Was auch immer das ist. Radiohead erfinden sich hier nicht neu, im Gegenteil: Es geht tendenziell wieder Richtung „Kid A“ oder „Amnesiac“. Die Songs sind oft mehr Tracks, das gesamte Album ist elektronischer, ja fast dubbiger geworden. Gitarren tauchen etwas ab. Kurz und knapp: Ich finds – wiedermal – großartig. Album des Monats, und sicher noch für viele weitere Zeiten.

Anspieltipps:

Little by little. Und Give Up the Ghost. Bisheriger Favorit und aktueller Lieblingssong ist aber Codex:

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The people's key

Indielegende Conor Oberst und seine mittlerweile doch relativ feste Besetzung von Bright Eyes haben mit „the People’s Key“ ihr siebtes (und letztes!) Album herausgebracht. Dabei hatten sie schon angekündigt, dass es wohl wesentlich rockiger wird. Und das merkt man den 10 Stücken auch tatsächlich an. Die typischen Erzählstimmen und Gespräche über teils recht unsinnige Themen gehören ja irgendwie bei Oberst dazu, und das ist hier auch nicht anders. Dazwischen gibts aber großartige Rock-Songs, und viele Melodien, wie man dies von der Band gewöhnt ist.

Was gibts?

„The People’s Key“ ist mehr ein Gesamt(kunst)werk anstatt einzelne Songs. An einem Stück vergehen die etwa 45 Minuten des Album wie im Flug, es gibt nur wenige Ausreißer. Das ist insgesamt gesehen wieder ein richtig gutes Album geworden, schade, dass es wohl das letzte ist.

Anspieltipps:

Sehr cool, es gibt das komplette Album als Youtube-Stream. Sehr gut auch der Auftritt bei Letterman mit dem sehr rockigen „Jejune Stars“. Mein Lieblingssong ist aber wohl – die erste Single Shell Games:

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Wartesaal

Mein Ziel auch öfter mal deutsche Musik / deutsche Songwriter vorzustellen ist nicht immer ganz einfach. Die neue Platte von Axel Bosse eignet sich aber hervorragend dazu. Bosse konnte man schon das eine oder andere Mal bei TVNoir bewundern, einer größeren Fangemeinde machte er sich mit Koletzkis U-Bahn bekannt, wo er dem Track mit seiner Stimme erst den richtigen Kick gab. Nun gibts mit „Wartesaal“ sein neues Album – und dies ist durchweg gelungen.

Was gibts?

Bosse singt über das Leben, über die Liebe, über die kleinen Dinge mit anderen Menschen. Mit relativ wenig instrumentaler Begleitung ist das hier Songwriting in Perfektion. Mal liebevoll, mal frech, mal traurig, aber immer wunderschön. Ich darf mal TVNoir zitieren: „Es gibt viel zu viel reine Befindlichkeit und reines Rollenspiel in der deutschen Rockmusik, aber es gibt nur ein „Scheiße, ist das wahr!“, bei dem man Tränen in den Augen und Glücksgefühle im Herzen hat. Es kommt von Bosse.“ Toll!

Anspieltipps:

Ganz klar: Weit weg. Und der Titelsong Wartesaal:

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Das war’s für heute. Als Tipp auch nochmal die Januar-Empfehlungen, denn das James Blake-Album sollte jeder kennen: Gänsehaut-Musik!

 

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