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Robyn live in Offenbach (Capitol)

Irgendwie sollte das wohl nicht so recht sein, mit uns und Robyn. Das Konzert im September ausgefallen, schließlich verschoben – ausgerechnet auf Rosenmontag, schließlich noch vom Frankfurter Mousonturm ins Offenbacher Capitol verlegt – und dann, als es endlich soweit war, stecken wir im Zugchaos fest. Das kurze Review zum Robyn-Auftritt im Rhein-Main-Gebiet.

Blick aus der letzten Reihe ,)

Es ist früher Abend als sich zwei 13-Jährige in genau DER S-Bahn-Station, die dem Capitol am nächsten liegt, einen sowohl dummen als auch unverzeihlichen Jugendspaß erlauben – und damit den kompletten Rhein-Main-Bahnverkehr zum Erliegen bringen. Dummerweise ist genau zu diesem Zeitpunkt für viele Feierfreudige hackedichte Wahnsinnige Rosenmontagsschluss – und die Bahnhöfe füllen sich, und füllen sich.

Wir mittendrin, und noch lange nichtsahnend vom Unglück in Offenbach. Es ist kurz nach 19 Uhr, alle Züge sind verspätet, aber laut Durchsagen kommen sie „…in 10, 20, 30 Minuten“. „delayed„, wohin man schaute.  Es ist 20:30 Uhr, als wir überlegen, wieder den Heimweg anzutreten: Wir sind durchfroren, angewidert von Jecken & Narren, und wissen, dass die Bahn noch eine Stunde Fahrzeit hat – bei einem Konzertbeginn um 21 Uhr. (Einlass: 20 Uhr.) Gegen 21 Uhr erreicht eine S-Bahn den Bahnhof, binnen Sekunden ist sie voller voller Menschen. Weil es diese nicht schaffen, die Türen zu schließen, hält die Bahn immer wieder an, wir verspäten uns weiter. Erst gegen 22.15 Uhr sind wir in Offenbach, 10 Minuten später im Capitol – einer wirklich tollen Location, wenn auch leider nicht so klein wie der Mousonturm. Hier ist die 31-jährige Robyn nach zwei (!) Support-Acts schon dran mit ihrem ersten Song. Schnell Jacken zur Garderobe und rein ins Getümmel. Rein ins Getümmel heißt hier: In der letzten Reihe stehen, weil alles andere so voll ist, dass wir nicht durchkommen. Doch wir haben Glück: Wir stehen auf einer Erhebung, und können zumindest alles sehr gut sehen.

Dass der Abend schließlich nicht völlig in die Hose geht, ist ganz allein einer Person zu verdanken: Robyn. Sie schafft es, mich schon mit dem ersten Song, den wir richtig mitbekommen, völlig zu begeistern: Ihr großer Hit Dancing on my own – noch explosiver als schon auf Platte. Robyn singt, tanzt wie eine Wilde, ist mitreißend und dabei so lässig. Strahlend, voller Energie, mit unglaublich viel Leidenschaft auf der Bühne. Beats, Beats, Beats! Alles auf 15cm-Highheels. Umwerfend. Mir schiesst schon nach wenigen Songs der Gedanke durch den Kopf, dass man Robyn sicher nie wieder in solch kleinen Locations sehen wird: Sie ist zu gut, zuviel Popstar, zu perfekt. Umso schöner, dass wir sie hier in – einigermaßen – gemütlicher, intimer Atmosphäre noch sehen konnten. Umso trauriger, dass wir erst so richtig gegen Ende warm werden, so paar Warmup-Bands sind schon toll…

Die Stimmung im Capitol ist übrigens gut: Es wird viel mitgesungen, getanzt und begeistert mitgewippt – sowohl bei den neuen Tracks, als auch natürlich beim großen alten Hit „with every heartbeat„. (Hier ein – qualitativ leider schlechtes -Fan-Video von unserem Konzert, voller Energie, vor allem so ab 3:30min.)

Ob das wunderschöne Hang with me oder der Ohrwurmfaktor stars 4ever: Jeder Song passt an seine Stelle, es gibt keinen Leerlauf, keine Hänger. Das Konzert ist phantastisch, Robyn ist „awesome“, wie soviele youtube-User zu Recht meinen. Schade, dass wir den Abend nicht in voller Länge genießen konnten, doch sollte dieser Abstrich nicht auf Kosten von Robyn gehen. Zwei Kritikpunkte gibt es dann doch noch: 1) Liebe Konzertverstanstalter (Intro!), bitte verkauft doch etwas weniger Karten, so dass man sich noch bewegen kann und legt das Konzert entweder aufs Wochenende, oder so früh, dass man mit der Bahn noch nach Hause kommt. 2) Liebe Robyn, beim nächsten Mal aber bitte mindestens 2 Stunden Vollgas! – Tolles Konzert, jederzeit wieder. Dann aber hoffentlich ohne unsere Robyn-Komplikationen.

  1. März 9, 2011 um 9:14 pm

    hach. robyn.❤
    ich liebe diese frau so sehr & heute abend ist ihr konzert in köln ohne mich.
    aber ein sehr schöner eintrag & was für ein glück, dass ihr's noch geschafft habt & kaum was verpasst habt!🙂

  2. caliber000
    März 10, 2011 um 1:03 pm

    Gestern in köln war der oberhammer, so ein geiles Clubkonzert habe ich noch nicht erlebt!
    Vorband 1 & 2 Waren auch der knaller, (weis einer wie die 2. Band Heißt?)

    Also ich bin nächstes Jahr, wenn sie kommt dabei…

  3. hulza
    März 10, 2011 um 6:04 pm

    @fanny: Im Nachhinein wirklich Glück, auch mit der guten Sicht. Insgesamt war das echt schade. Versuch sie irgendwo zu schauen, zur Not auf Deutschlands bestem Festival, dem Melt!😉

    @caliber001: Die beiden Support-Acts waren Mr Beasly & Natalia Kills (beide aus UK), welche genau jetzt als zweite gespielt hat, hab ich ja leider nicht mitbekommen:/
    Denke, dass sie nächstes Jahr sicherlich eine Pause machen wird, hat ja nun eine lange Tour hinter sich, und noch eine große Support-Tour vor sich: http://pitchfork.com/news/41291-robyn-to-tour-with-katy-perry/

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