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Platten des Monats. März 2011

Und schon wieder ist ein Monat vorbei, und damit Zeit die beste Musik der vergangenen Wochen vorzustellen. Gab unheimlich viel Neues im März, ich wurde nahezu erschlagen von Musik. Lange nicht alles ist gut genug für diese Rubrik, und damit viel Spaß mit meinen ganz persönlichen, subjektiven Highlights des Monats.

elbow - build a rocket boys!

Schön, wenn man eine Band noch nicht auf dem Zettel hat, und dann durch ein neues Album umso mehr überrascht wird. Elbow liefern mit ihrem 5. Studio-Album „Build a rocket boys!“ ein wunderbares Frühlingswerk ab, voller toller Songs und schönen Arrangements – und nicht zuletzt einer vollen, kräftigen Tenorstimme von Guy Garvey. Das gefällt mir alles ausgesprochen gut, großartige Platte und damit mein Highlight des Monats.

Was gibts?

Insgesamt eher die ruhige Variante von Rock, doch immer wieder gibts auch nettes Gitarrenrumore. Tolles Songwriting, und auch soundtechnisch ist alles 1a.

Anspieltipps: Open arms und Neat Little row.

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The naked and the famous

Indie-Stürmer aus dem fernen Neuseeland. Wie The naked and the famous es geschafft haben mit ihrem ersten Album schon hier Bekanntheit zu gelangen, wissen wohl nur sie selbst. Nicht zu letzt sicher aufgrund des Hypes um ihre Single „young blood“, die ja vermehrt in der Werbung lief. Und tatsächlich, der Hype ist durchaus zu recht da: Die Neuseeländer legen ein erfrischendes, aufregendes Werk hin, und schmeissen neben der Single noch so einige Hochkaräter raus auf die Bühnen dieser Welt.

Was gibts?

Kurzweiligen Indie-Rock, elektronisch abgemischt, zwischenzeitlich fast schon Synthiehymnisch. Ob die Band auch in 2 Monaten noch aufregend ist? Wer weiß das schon. Aktuell machen sie viel Spaß und garantieren Ohrwürmer.

Anspieltipps: Die schon älteren All of this und Punching in a dream, die ersten Nummern des Albums.

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Burial ist zurück. Nach 3 Jahren ohne jegliche Veröffentlichung (Live-Auftritte hatte er ja leider noch nie!) war er innerhalb von wenigen Tagen gleich mehrmals Thema. Erst kam es mit Kieran Hebden alias Four Tet und Thom Yorke zu einer Art Supergroup des Pop mit einer 12″-Veröffentlichung, und kaum später gab es eine neue Burial-EP mit drei neuen Tracks (u.a. Street halo). Vor allem aber EGO / MIRROR ist wieder so eine wundervolle kleine Perle (Was kann auch sonst herauskommen, wenn 3 der genialsten Musiker unserer Tage zusammen arbeiten?). Ein bisschen triphop-lastig fast schon. (Ein Blick in die Zukunft von Radiohead?)
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Bodzin & Romboy - Luna

Lange ist es her, dass ich ein richtiges Techno-Club-Album vorgestellt habe, aber „Luna“ bringt wirklich alles mit, was ich von einem Rave-Abend erwarte. Stephan Bodzin und Marc Romboy sind seit Jahren feste Größen im Clubbusiness, vor allem Bodzin gefiel mir live in kleinen Clubs durch seine ausgeklügelten und witzigen Live-Sets (Rekorder!)  immer wieder sehr gut. Gemeinsam arbeiteten sie erstmals mit der „Luna“-EP 2005 zusammen, um dann 2006 einen gewaltigen Hit zu landen, der damals für viel Gänsehaut sorgte: Phobos.  Nun, über 5 Jahre später erscheint mit „LUNA“ ihr Debüt-Album, was man aber zurecht eher als  Bestandsaufnahme des bisherigen Schaffens sehen kann. Auf 3 CDs gibt es die größten Hits, u.a. in sogenannten Synthapella-Versionen ohne Percussions, und zahlreiche Remixe von Produzenten-Größen wie Joris Voorn, Moritz von Oswald, Chris Liebing, Dominik Eulberg,  Oliver Huntemann, Pan-Pot, Abe Duque, Martin Buttrich, Gui Boratto, Gregor Tresher und und und. Mit insgesamt über 5 (!) Stunden Musik ist hier alles dabei, was Bodzin und Romboy heute ausmacht. Ausgemachte Clubmusik, nicht mehr, aber auch vor allem nicht weniger.
(Wie das Ganze dann live ausschaut, kann man hier schön im Pariser REX sehen.)
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Was gabs sonst noch Gutes?
  • Bibio hat mit „Mind bokeh“ ein neues Album auf Warp rausgebracht: Songwriting etwas verrückt in elektronischen Sphären. Ich bin da noch nicht ganz durchgestiegen, aber es ist durchaus interessant. (Hier als kompletter Album-Stream).
  • Die Editors veröffentlichten eine Collectors Box-Edition, die passenderweise „unedited“ heißt, und randvoll ist mit vielen Songs. Ich hab viel Editors in den letzten Tagen gehört ,)
  • Von The National gibts ein neues Video, das Video ist eher so lala, aber weil ich den Song so sehr mag, darf das Video hier jetzt noch hin:
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  1. April 7, 2011 um 2:06 pm

    … vielen dank für den schönen artikel (wie immer, auch wenn ich nicht jedesmal kommentiere wenn ich lese)…

  2. Andreas
    April 8, 2011 um 9:22 am

    Das kann ich nur unterschreiben! Danke für diesen Artikel und alle anderen!!!! Dieses Blog hat meine Musikauswahl wahnsinnig bereichert.

  3. hulza
    April 11, 2011 um 8:37 am

    Vielen Dank Euch beiden 😉 Ich werde auch in Zukunft die Musikbandbreite versuchen hochzuhalten – auch wenn es nicht immer ausführlich gelingt aufgrund von massivem Zeitmangel 😉

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