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Platten des Monats. Juni 2011

Schon wieder ein Monat vorbei, und natürlich habe ich auch wieder einige Plattenvorstellungen für Euch. Auch wenn es diesmal etwas weniger ist: Tolle Musik ist garantiert dabei. Viel Spaß mit meiner Lieblingsmusik im Juni 2011.

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Bon Iver - Bon Iver

Justice Vernon ist ein amerikanischer Songwriter, der als Bon Iver nun sein zweites, selbstbetiteltes Album herausgebracht hat. Ich selbst habe Bon Iver jetzt erst kennengelernt, das Debütalbum „For Emma, forever ago“ habe ich selbst (noch) gar nicht. Heißt aber auch: Ich bin ohne Erwartungen an das neue Werk gegangen. Und das ist oft gut. Das neue Album ist gefüllt mit zehn wundervollen, leisen Songs (alle benannt nach Städten), einem Album, welches Konzentration und Ruhe erfordert, sich aber bei jedem weiteren Hören immer mehr entfaltet und einen schließlich emotional nicht mehr loslässt.

Was gibts?

Ruhiges, überraschendes und musikalisch reifes Songwriterwerk. Doch oftmals viel mehr als nur die Gitarre. Oft nur einfache Akkorde, die lange schwingen, viele verschiedene Instrumente und über allem Vernons Stimme, die oft sakral und beruhigend wirkt. Es ist intensive Musik. Musik für Leute, die sich auch mal richtig auf einen Song einlassen können.

Anspieltipps:

Calgary. Oder Perth. Oder das Schlusstück Beth/Rest, welchem ich mich irgendwie nicht entziehen kann, obwohl es ganz anders ist. Das ganze Album bei simfy im kostenlosen Stream.

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Patrick Wolf - Lupercalia

Patrick Wolf  gilt ja so ein bisschen als britisches Pop-Wunderkind, und er ist gleich noch so einer der Musiker, die bisher nicht so auf meinem Radar waren. Ab und zu mal etwas gehört, mal im Melt!-Lineup gesehen, aber erst mit der aktuellen Scheibe verdient er sich bei mir seine Lorbeeren. „Lupercalia“ ist ein altrömisches Liebesfest (und zudem ist ‚lupus‘ ja auch noch der Wolf), da ist das Thema „Liebe“ selbstredend ausschlaggebend. „I Can Make It Alone, But We Can Make It So Much Better Together“ (aus dem Song together) wird da sprichwörtlich zum Thema des ganzen Albums.

Was gibts?

Melodisch-frischen, vergnügten Pop. Euphorie und Dramatik der Liebe, besungen in schönen und mitreißenden Popsongs, die aber glücklicherweise nicht beliebig werden (Und weit entfernt von Massenware sind). Dem 27-jährigen, exzentrischen Londoner ist ein wirklich gutes Pop-Album gelungen.

Anspieltipps:

Neben dem oben erwähnten „together“, natürlich auch die Single The City, aber auch Bermondsey Street.

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Foster The People - torches

Und dann gäb es da noch ein klassisches Juni-Album, oder vielleicht auch Mai. Sommermusik. Das ist nämlich Foster the people mit ihrem Debütalbum „Torches“ gelungen. Angeführt wird das Projekt von Mark Foster, der früher mal Werbejingles schrieb. Quasi der Charlie Harper der Musikwelt. Bedeutet: Der weiß genau, was es für einen Song brauch, damit der gut ankommt. Und bravo: Geschafft. Torches bietet eine Menge Stücke, die man einfach nicht aus dem Ohr bekommt. Marschrichtung Sommerhit.

Was gibts?

Elektronisch angehauchter Indie-Rock-Pop der Marke MGMT und co. Ist alles weder neu noch innovativ, aber eingängig, leicht und locker. Wohl nicht langfristiges, aber als Sommerplatte absolut zu empfehlen.

Anspieltipps:

Die schon etwas ältere Single Pumped up kicks der vorher erschienenen EP, oder auch herrlich frische Don’t stop (color the walls). (Auch hier das ganze Album als kostenlosen  Stream.)

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Was war sonst noch?

  • Das neue Digitalism-Album „I love you, Dude“ ist um einiges besser als erwartet. Nicht unbedingt mein persönlicher elektronischer Musikgeschmack, aber definitiv abfahrender Rock’n’Roll. Geht sicher gut auf den großen Festivalbühnen. Hier gibts den kompletten Albumstream.
  • Und noch ein Sommertrack: „Hello again (Californian sunrise“ von Bar25-Resident Matt John ist ein ziemlich toller Ohrwurm. Wird man sicherlich bei vielen Openairs hören.
  • Das neue Apparat-Album kommt schon bald und man darf gespannt sein. Der erste Song von Sascha Ring ist in jedem Falle schon mal super, Black water heißt er und klingt sogar irritierenderweise manchmal etwas nach Coldplay. Groß!
  • Die Chemical Brothers melden sich mit einem großartigen Soundtrack zum Film „Hanna“ zurück. Bombastisch.
  • Und zu guter Letzt: Björk is back. Mit dem ersten Song aus dem neuen Album. Bäm! Wie immer eindrucksvoll:

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  1. scardanelli
    August 8, 2011 um 3:31 am

    Deine Sommeraffäre, Foster the People, hat’s tatsächlich in die Alben des Monats geschafft! Freude!
    Bon Iver ist bei mir auch ganz vorne mit dabei, während ich die Platte von Patrick Wolf nicht sonderlich gelungen finde… da war Wind in the Wires zum Beispiel besser.

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