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Kinderspielplatz nachtdigital in Olganitz

Es ist Sommer, das heißt konkret vor allem: es ist Festivalsaison. Seit Jahren war es mein Wunsch, mal das kleine nachtdigital-Festival im Bungalowdorf Olganitz zu besuchen und dort ein Wochenende mit elektronischer Musik genießen. Bei der 1/4 ND 2011 hats dann geklappt. Mein kleiner Bericht mit einigen wenigen Photos.

Manchmal ist es einfach schön, nochmal Kind zu sein. Einfach herumtollen, sich einige Zeit keine Gedanken zu machen und das Leben gerade so zu genießen, wie es gerade ist. Das dachten sich wohl auch die Veranstalter der 14. nachtdigital, und so wurde kurzerhand das sowieso schon schöne Bungalowdorf in Olganitz zum Kinderspielplatz umgebaut. Zum Spielplatz für Erwachsene, zum Spielplatz für elektronische Musik. Mit Kaspertheater, Kuscheltieren, Elefantenrutsche, Wasserschaukel, allerlei Krimskrams und jeder Menge Deko und Sand. Die Einladung zu drei Tagen voller Spaß, guter Musik und endlosen Tanzstunden.

Los gings freitags morgens um halb 6, später mit dem Reisebus weiter bis weit in den Osten. Zurück waren wir exact 3 Tage später, montag morgens um halb 6. Dazwischen lag eine kunterbunte Zeit voll mit tollen Acts, und – wider Erwarten – bestem Festival-Wetter.

Das nachtdigital ist mit seinen 3000 Besuchern (alle Tickets waren innerhalb einer Stunde ausverkauft) so klein und gemütlich, dass genau dies schon zu einem wunderbaren Aspekt des ganzen Wochenendes führte. Immer genügend Platz zum feiern und tanzen (zur Not im Wasser), und überall nette Menschen und gute Stimmung. Zahlreiche Chillmöglichkeiten sorgten dann genau für die richtigen Entspannungsstunden.

Überhaupt die Deko und generelle Umsetzung des Festivals war in meinen Augen sehr gelungen: Neben den ganzen Kinderspielplatz-Aktionen gab es tolle Lichtmotive, es gab frischen Kaffee aus einem VW-Bus-Kaffee-Mobil, und die Toiletten hießen liebevoll „Dixiland“. Kann man alles als Schnickschnack abtun, trägt aber zum positiven Eindruck eines Festivals ungemein bei.

Schnell aber zum wichtigsten Aspekt eines Festivals: der Musik. Und die war gelungen, sei es nachmittags auf der kleinen Seebühne, auf der second-Tent-Stage oder der Hauptbühne. Keinen Act fand ich richtig scheisse (das heißt schonmal was 😉 ), Smith n Hack hatten etwas technische Probleme, Agoria war etwas zu ravig, und der von mir heiß erwartete Auftritt von Gold Panda musste ganz ausfallen: Kurzfristige Absage aufgrund von Krankheit. Die anderen Acts (die ich hörte) konnten dagegen überzeugen: Schon Freitags waren die Dial-Acts im Zelt bei bester Laune, Samstags gefiel mir persönlich Fairmont mit seinem Border Community-Sound ganz gut, Space Dimension Controller hörte ich mir beim Duschen an (diese sind nämlich 20m entfernt von der Mainstage). Prosumer und Dixon (bzw. Amê) hatten in den Morgenstunden zwischen 7 und 11 die Menge vollkommen im Griff und gehörten sicher zu den Highlights. Mein ganz persönlicher Sieger heißt aber Robag Wruhme: In einem wunderbaren 4-Stunden-Set (Oder waren es gar 5?) hat der Jenaer mich so begeistert, dass ich noch heute tanzen könnte. Ähnlich gut, auch von der Grundstimmung der Musik, war dann am frühen Samstag Vormittag bei Traumwetter die Seebühne. Super! Mein Track des Festivals ist übrigens auch ein Wruhme-Edit, und er geht mir einfach nicht mehr aus dem Kopf: Hier kommt die Sonne!

Alles in allem eine wirklich rundherum gelungene Festival-Premiere, bei der ich mir nur etwas mehr Abwechslung bei den Liveacts versprochen habe, und wünschen würde. Übrigens: analog war dann zumindest das Essen, und das schmeckte richtig gut – zu fairen Preisen. (Auch hier könnte sich so manches Festival eine Scheibe Brot abschneiden.)

Erst am Sonntag morgen bei den letzten Klängen der Hauptbühne um 11 Uhr und später auf der kleineren Seebühne regnete es. (Für das angekündigte Wetter eigentlich ein schlechter Witz.) Das tat der Stimmung aber wirklich keinen Abbruch, und sorgte nochmal für stundenlanges Tanzen. (Video ist nicht von mir):

Fazit: Wundervolles Festival mit viel Liebe zur Musik und zum Detail. Entspannte Menschen, sehr faire Preise (Bier aufm Campingplatz gekühlt: 1€ für 0,5l), viel tolle Musik, und eine schöne Location, natürlich besonders bei solchem Wetter.

(Alle Photos natürlich wie immer von mir, nachts während der Hauptacts hab nicht so Photolaune gehabt 😉 )

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  1. Apatzsche
    August 9, 2011 um 8:26 pm

    schöner Bericht .. …genau deshalb gehts jedes Jahr dahin!

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