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Konzert: Friendly Fires in Köln

Nachdem ich überschwängliche Konzertreviews gelesen und gehört hatte, und mir die Live-EP des diesjährigen iTunes-Festivals sehr gut gefiel, sind wir spontan zum Friendly Fires-Konzert ins Kölner Luxor gefahren. Und die drei Briten zeigten im vollbesetzten, verschwitzten Luxor, warum ihre Live-Events einen solch guten Ruf haben: Tanzbarer, leichtfüßiger Disco-Pop, der beschwingt und gute Laune versprüht. 

Friendly Fires im Luxor: Ed Macfarlane in Aktion

Im Vorprogramm gibt es die Deutsch-Briten I heart sharks zu hören, die mit ihrer Musik doch sehr an Friendly Fires selbst erinnern. Andere Bands, die mir spontan als Vergleichspunkt in den Kopf kommen sind zum Beispiel Does it offend you, yeah? , Delphic oder Two door cinema club. Schräger Electropop, der in „Neue Geschichten“ gipfelt. Klingt zum Beispiel so. Sehr nett, und sehr unterhaltsam. Einer der besseren Voracts vor Konzerten. (Selbst schreiben sie in ihrem Tumblr übrigens über den Abend so:  The tour with Kills had only just begun when we got the call from our management – “How would you like to play support for Friendly Fires?”. I think we may even been in our now second home, Luxor, at that point. Our manager is now deaf due to our reaction. Cologne was great, as we have now come to expect every time we’re there. Friendly Fires played the house down with an amazing gig. A match made in heaven, we’d say.)

Nach der Umbaupause und einigen Gin-Tonic später gings auch schon richtig los: Die Friendly Fires betraten die Bühne und wurden stürmisch (viel mehr als erwartet) begrüßt. Auf der Bühne werden die drei Musiker von Bläsern unterstützt, und so konnte die junge Band direkt mit Lovesick und vor allem Jump in the Pool einen exzellenten Start hinlegen. Auffallend schon nach Sekunden: Mit welcher Spielfreude, mit welcher Intensität und mit welcher Energie die Jungs auf der Bühne stehen. Obwohl Sänger Ed Macfarlane hier – wohl zurecht – die meiste Aufmerksamkeit bekommt, machen auch Jack Savidge und Edd Gibson einen super Job und bringen von der ersten Minute eine tolle Stimmung in den kleinen Konzertraum.

Marfarlane verlässt immer wieder die Bühne, singt, tanzt und schwitzt mitten unter den verdutzen und begeisterten Zuschauern (siehe das verwackelte Photo oben) und bringt uns mächtig in Fahrt. Dabei ist vor allem sein abgefahrener Tanzstil immer wieder Blickfang. Die Musik torkelt zu diesem Zeitpunkt schon lange Richtung Siedepunkt, hat einige Höhepunkte (Skeleton Boy, Paris, u.a.), und erreicht zu jedem Track eine unglaublich energievolle Mischung, bei der man kaum stillstehen kann. (Leider übersteuert der Sound manchmal etwas, aber das scheint eher ein Luxor-Problem als eins der Band zu sein.)

Erstaunlich: Die Friendly Fires sind live besser auf ihren zwei Alben. Ihre Songs kommen erst so richtig durch die Dynamik des Live-Spieles in Fahrt, und reißen aber dann schließlich ernorm mit. Meine ganz persönlichen Highlights sind neben dem bereits erwähnten Jump in the Pool die beiden Zugaben: Das phantastische Hawaiian Air, und das Drum-Solo-Abfahrtstück Kiss of live. Ein tolles Konzert einer Band, die ich sicher wieder besuchen werde. (Um ganz groß zu werden müssen sie allerdings neben ihren großartigen Shows noch etwas mehr Breite in ihre Stücke / Alben bekommen, aber das ist wieder ein anderes Thema.)

Die komplette Setlist zum nachlesen, (und hier zum Hören):

Setlist Friendly Fires Luxor, Köln.

Und wer vor einem Luxor-Besuch noch Hunger hat, sollte mal bei Caminetto vorbeischauen. Leckerer Italiener in der Kölner Südstadt zu fairen Preisen.

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  1. scardanelli
    November 15, 2011 um 5:43 pm

    Oh, es war toll! Und mehr Gin Tonic als erwartet…

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