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Platten des Monats. März 2012

Weil ich am Wochenende ausschließlich unterwegs sein werde, heute schon meine Lieblingsalben der letzten Wochen. Im März war das recht einfach auszuwählen, kein Weg ging bei mir dieses Mal an den hier vorgestellten Werken vorbei. Heraus kommt eine bunte Mischung aus wunderbarer Musik mit Künstlern aus Kanada, Russland, UK und Dänemark. Here we go: Enjoy!

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Grimes Visions Die 23-jährige Claire Boucher alias Grimes aus Vancouver ist aktuell so etwas wie der Liebling der Musikblogs, immer wieder stößt man auf sie – und das zu Recht. Ihr neues Album Visions ist ein buntes Potpourri aus aus allen möglichen Musikvarianten – und ist in seiner Vielfalt und seinen Überraschungen schlicht großartig.

Was gibts?

Visions ist kaum zuzuordnen, ja nicht einmal wirklich zu (be)greifen. Da gibt es New Age-Stücke, abseitige Tanzstücke, die an den IDM von Aphex Twin oder Autechre erinnern, Lo-Fi-Dance und Industrial. Klingt nach einer wahllosen Mischung, ist aber toll. Geheimnisvoller Charme.

Anspieltipps: Oblivion und Genesis.

Eine etwas ausführlichere Plattenkritik gibt es beim Byte.fm-Magazin.

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Dry the River shallow bed coverDie Londoner Band Dry the River veröffentlichten diesen Monat ihr Debütalbum Shallow bed und schafften es damit direkt in meine Lieblingsplatten. Folkrock ist seit einigen Jahren ein großes Ding, und lässt sich in vielerlei Hinsicht interpretieren. Dry the River entscheiden sich für den großen Weg.

Was gibts?

Folkrock in epischer Breite, in wilder und teils explosiver Mischung, in starker Erinnerung an Bands wie Arcade Fire oder Fleet Foxes. Man muss allerdings die etwas gewöhnungsbedürftige Stimme von Sänger Pete Liddle mögen. Tut man dies, dürfte man hier ein perfektes Album zum Träumen, Trösten oder Wein trinken gefunden haben.

Anspieltipps: Das ruhige Epos New Ceremony, das großartige No Rest oder (die Akustik-Version von) Shield your eyes.

 Eine ausführlichere Kritik gibt es bei den WhiteTapes.

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Die aus Moskau stammende Nina Kraviz wirbelte 2009 die House-Floors dieser Welt mit ihrer Single Pain in the ass auf. Nun erschien ihr Debütalbum names „Nina Kraviz“ auf Rekids. Kraviz macht da genau das, was man erwarten konnte: deepe House-Musik, die sich sehr dezent entwickelt, und dabei trotz Einfachheit begeistert.

Was gibts?

Sexy House, liest man immer wieder. Lasziv, wild und ausgelassen konnte man auch immer über die Kraviz-Partys hören. Wirklich zu hören sind runtergepitschte Old-school-Parts, immer wieder gehauchte Worte und ein Beat, der oftmals monoton, aber dann doch sehr subtil, dreckig und wunderschön ist. Deepness pur.

Anspieltipps: AusFalse Attraction, oder Ghetto Kraviz.

Eine ausführlichere Kritik gibt es bei Daniel Straub von Laut.de.

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whomadewho brighter kompaktDie bekloppten (positiv gemeint!) Dänen whomadewho sind schon viele Jahre auf meinem Radar. Auch ihr neues Album „Brighter“ (welches wieder auf Kompakt erschienen ist) ist eines dieser sehr gelungenen Gute-Laune-Pop-Alben, die einfach immer gehen. Fast so gut wie die Band live zu genießen. Im Gegensatz zum Vorgänger „Knee deep“ ist das Album noch etwas popaffiner und vielleicht auch radiotauglicher geworden.

Was gibts?

Exact das, was es bei whomadewho schon immer gab: Tanzbare Rockmelodien durch elektronische Welten geschickt, jede Menge Pop und Disko. Im Positiven: Das Gegenteil von Musik von Nina Kraviz, dabei aber nie geschmacklos. Perfektes Frühlingsalbum.

Anspieltipps: Der Opener Inside World und den letzten Song Below the cherry moon.

Ausführlichere Kritik gibts bei Doris von Bedroomdisco.

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 Was gab es sonst noch Gutes in der Musikwelt zu entdecken?

  • Auch The Shins sind mit einem ordentlichen Album zurück. Es heißt „Port Morrow“ und bei Letterman gibt es einen einstündigen Liveauftritt zu sehen (Auch mit alten Stücken wie dem wunderbaren „Caring is creepy“.)
  • Fritz Kalkbrenner finde ich live sehr mässig. Seine Produktionen haben mir aber immer gut gefallen. Sein neuer Mix „suol mates“ ist eine bunte Ansammlung seiner persönlichen Lieblingsmusik, zwischen Hiphop, Soul und Techno, sehr schön gemixt. Empfehlenswert.
  • Ende Mai erscheint ein neues Album der Isländer Sigur Rós, yes, das freut doch sehr. Und passend dazu gibt es den ersten Track des Albums incl. Video. Und eine Tour gibt es auch noch.

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