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Island – Land aus Feuer und Eis

Island ist das Land der Kontraste: saftige Wiesen auf der einen Seite – und dann wieder öde, schwarze Lavawüsten. Schroffe Fjordküsten wechseln sich mit Strandküsten ab. Am eindrücklichsten ist aber der Kontrast, der dem Land seinen Namen gab, die Mischung aus Feuer und Eis.

Iceland

Island ist zu 100 % vulkanischen Ursprungs; seine ältesten Teile (Ost- und Westfjorde) haben sich vor ca 20 Millionen Jahren aus dem Meer erhoben, und noch heute wächst das Land durch unaufhaltsamen „Nachschub“ aus dem Erdinneren. Wunderbar zu erleben in der berühmten Kontinentalspalte. Durchschnittlich alle fünf Jahre kommt es zu einer Vulkan-Eruption, zuletzt 2010 beim europaweit bekannt gewordenen Eyjafjallajökull. Als Folge mancher Vulkanausbrüche führt geschmolzenes Gletschereis zu einer gigantischen Überflutung des südlichen Küstenlands. So entstehen die Gegensätze aus Feuer im Erdinneren mit heißen Quellen, Geysiren und Lava wohin man schaut und dem ewigdauernden Eis auf der anderen Seite, nicht zuletzt den schon im Herbst vereisten Gipfeln.

Island

Iceland

Diese Bilder oben stammen aus meinem Lieblings-Geothermalgebiet Námaskarð in der Nähe des Myvatn: blubbernde Schlammlöcher, rauchende Felder, heiße Wasserquellen und ein entsetzlicher Schwefelgestank. Dieser entsteht durch die  Solfatare, hier oben zu sehen, bis zu 250° C. heißen postvulkanischen Gasausstössen.

Geothermalgebiet

Iceland

Natürlich wird diese ungeheure Energie, die im Boden Islands schlummert genutzt, teils fast schon verschwenderisch. Über 60% aller Energieleistung des Landes stammt aus Geothermaler Energie, und so ist es kein Wunder, dass man oft an den schönsten Orten kleine Kraftwerke sieht, die die Hitze der Umgebung und das Wasser ins Stromnetz speisen. (Obwohl der kleine See hier im Vordergrund so schön ist, ist schwimmen nicht möglich – Temperaturen von über 80°.)

Durch die beständigen aktiven Vulkane im Land gibt es zahlreiche Gletscher, die noch eine Einzigartigkeit besitzen: Sie gehen teils bis ans Meer heran, was unwirkliche Szenerien ergibt. Im nächsten Photo sieht man die Ausläufer des Sölheimajökull, der von der Asche des Eyjafjallajökull-Ausbruchs 2010 dreckig und schwarz wirkt.

Iceland

Am Jökulsalon, einer Gletscherlagune im Süden am Fuß des gewaltigen Vatnajökull-Panoramas (mit einer Oberfläche von 8.100 km² Europas größter Gletscher), sind die Wunder der Natur atemberaubend: Eis glitzert in verschiedenen Farben, treibt auf dem kristallblauen Wasser, dazwischen schwimmen kleine Robben.

Gletschersee Iceland

Iceland

Diese Kontraste machen das Land so faszinierend, gerade auch dann, wenn es manchmal sehr karg und rau ist. Diese Mischung sorgt oft für spektakuläre und unvergessliche Momente. Einen aktiven Vulkanausbruch hatten wir zwar erhofft, aber uns musste das Eyjafjallajökull-Visitor-Center genügen.

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