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Sea + Air – My Heart’s Sick Chord

Musik! Endlich wieder Musik! Den Startschuss für das Comeback hier im Blog gibt’s mit einem deutschen Duo aus Stuttgart: Sea and Air sind ein Pärchen, die dem deutschen Songwriterpop viel Leben einhauchen.

My Heart’s Sick Chord

 

Daniel Benjamin und seine Frau Eleni sind SEA + AIR, und sind gerade auf Portugal-Tour. Warum ich das erwähne? Nun, zum einen bin ich neidisch auf dieses unvergleichliche Urlaubsgefühl und das Wetter in Portugal, und außerdem verdeutlicht es, dass die beiden längst den Schritt vom Unbekannten Nischensinger-Duo zum großartigen Debütalbum überstanden haben und nun von der Welt gefeiert werden dürfen. Und das werden sie nicht zu knapp. Kritiker und Medien feiern sie als neue Stars, und die ZEIT überrascht mit einem Vergleich, den man erstmal sacken lassen muss: „Denn Sea + Air (…) offenbaren uns auf ihrer epischen Platte My Heart’s Sick Chord die traumwandlerischste Musik seit der Quintessenz melancholisch empfindsamen Tiefgangs namens OK Computer, Radioheads Durchbruch zur Superband 1997.“

Puh! Das überrascht, – aber nach mehrmaligem Hören der Platte offenbart einem das Album immer mehr von der geheimnisvollen Musik der beiden. Obwohl ich vielleicht zugegebenermaßen nicht an Thom Yorke gedacht hätte, ist Sea + Air doch ein eindrucksvolles Werk gelungen, welches vor allem durch die Kombination der beiden Stimmen und ihrer unterschiedlichen Intensität zum tragen kommt. Während Eleni eher für die Melancholie zuständig ist, darf Daniel die großen Gesten ausleben. Im Zusammenspiel ihrer vielen eingesetzten Instrumente wird daraus ein wunderschönes Kunstwerk.

Ob in der ersten ausgekoppelten Single „Do animals cry?“, welches vielleicht am ehesten Radio-Tauglichkeit hat, oder in den eher ruhigen Stücken der Platte: Immer bleibt die Musik grazil und sehnsüchtig. Es ist diese Art von barocker (durch das oft eingesetzte Cembalo) Kunst, der man sich nicht mehr entziehen kann. Beispiel? Einer meiner Albums-Favoriten:“Take me for a ride“:

Auch wenn ich mit Daniel eventuell noch einmal über ärmellose Shirts, gerollte Schnurrbärte und aufgedruckte Leoparden-Designs diskutieren müsste – seine Musik finde ich toll. Und ob das nun das Beste seit „OK Computer“ ist, weiß ich nicht – aber es ist wunderschöne Musik.

My Heart’s Sick Chord“ ist am 12.10. erschienen und könnt ihr komplett bei Spotify hören.

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  1. Kugell
    November 21, 2012 um 5:30 pm

    Sehr schön, dass es weiter geht, danke dafür! 🙂
    Besonders gut gefällt mir übrigens Alt-J aus der rechten Spalte, das läuft jetzt seit zwei Tagen rauf und runter.

  2. hulza
    November 21, 2012 um 5:42 pm

    Demnächst kommt wieder mehr, versprochen. Mit Alt-J soll es sogar weitergehen, tolle Band! 😉

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