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Archive for the ‘Photographie’ Category

Trekking in der schottischen Wildnis auf der Isle of Skye

April 17, 2012 2 Kommentare

Auf der Suche nach neuen Herausforderungen und einer neuen Männertour hat es mich in der vergangenen Woche auf die Insel zu den Schotten verschlagen. Eine Woche Roadtrip in Schottland zwischen Edinburgh und Inverness. Das Hauptziel: Die Isle of Skye, Schottlands raue und einsame Atlantik-Insel, einem Paradies für Wanderer und Backpacker.

Nachdem wir schon auf der Autofahrt von tollen Aussichten wie dem Glencoe verwöhnt wurden, waren wir montags endlich am Startpunkt der Hiking-Tour: Sligachan im Süden der Isle of Skye. Dort wurden die Rucksäcke nochmal neu gepackt, Wasser (und Single Malt) verfüllt, Boots und Regenhosen angezogen und los gings: 5 Männer, 4 Tage, 3 Zelte, und leider keine 2 Flaschen Whisky.

Unser erstes Ziel ist der Am Basteir, auf über 900m hoch gelegen. Erst über sumpfartige Wiesen, später auf festeren Wegen, und schließlich nur noch kraxeln auf Steinen. Die Aussicht oben belohnt für die Anstrengungen,  und es gibt den ersten Schluck Whisky. (Mein Rucksack ist zu diesem Zeitpunkt definitiv zu schwer – ich sollte über Ultralight-Trekking nachdenken.)

Unser Abstieg dauerte etwas länger als geplant: Es kamen uns Steinschläge, senkrechte Wände und das Wetter dazwischen, schließlich fanden wir aber auf einem Plateau im Anstieg noch ein Plätzchen für unsere Zelte. Die Nacht wird feucht, kalt und rutschig, doch schon morgens mit dem Frühstück ist man durch die tolle Landschaft versöhnt.

Der zweite Tag sollte in jeder Hinsicht nass werden – vor allem für die Füsse: Stunden wateten wir durch das Moor des Glen Sligachan, bis wir wieder in höhere Ebenen kamen mit tollem Blick auf die Black Cuillins und das Loch Coruisk. Dort ist die Landschaft grandios, rau und wunderschön. Und der Boden nass. Sehr nass. (Hier meine insgesamt empfehlenswerten Boots.)

Auch wenn wir beim abendlichen Angeln leider kein Glück hatten, der Blick auf das Tal und das „Loch“ war toll – und unser Essen sowieso. 2 Gaskocher und ein Trangia-Kocher sorgten für abwechslungsreiches (und sehr üppiges) Wildnis-Futter. (Ein Fisch wäre natürlich die Krönung gewesen.)

Unsere Zelte standen immer da, wo es uns gerade gut gefiel – natürlich immer gegen Abend und nach Möglichkeit trocken. Auch wenn dies nicht immer gelang: Lange schlafen konnten wir irgendwie trotzdem immer. Freies Camping ist einfach immer super. (Zugegeben: Nachts wurde es richtig kalt, oft zu kalt.)

Unser nächster Tag wartete mit dem vielleicht schönsten Streckenabschnitt, zumindest der mit dem meisten Adrenalin. Über den Bad Step ging es bei bestem Wetter mit sehr angenehmen Temperaturen entlang der Meeresküste.

Hier ging es fast ausschließlich über Felsen und Felswände, etwas mehr klettern als Hiking. Hat viel Spaß gemacht, würde aber vermutlich noch mehr Spaß machen ohne großen Trekking-Rucksack. Immerhin: Wunderbares Wetter den ganzen Tag und tolle Aussicht auf die Bucht. Der Bad Step bleibt in Erinnerung ,)

Wir kamen zurück ins Glen Sligachan, in dem wir nach anfänglichem querfeldein auch dem offiziellen „Pfad“ folgten. Auch hier hatten wir tolles Wetter und der Regen kam immer erst nachts, wenn wir in den Zelten waren. Trotzdem: Wasserdichte Kleidung und Schuhwerk versteht sich hier von selbst. Regen, Moor, Gebirgsbäche und die Flüsse – Wasser gibts genug und die Herausforderungen an die Kleidung sind groß.

Anstrengende, aber perfekte Tage gingen viel zu schnell vorbei. Die nahezu unendliche Einsamkeit (natürlich besonders jetzt im April!), die rauen Gebirgsketten und die einzigartige Landschaft machen eine Trekking-Tour hier zu einem tollen Erlebnis. Manchmal war es hart und kalt, aber die traumhaften Aussichten und der Spaß beim Wandern waren es in jedem Falle wert. Memo an mich selbst: Bei der nächsten Tour eine kleinere Isomatte, eine (noch) wärmere Daunenjacke und mehr Single Malt mitnehmen.

Auch der Rest der Reise war großartig, unkompliziert und erfahrungsreich. Auch Linksverkehr, defekte Flugzeuge, oder Meth-Flugkontrollen konnten dem Spaß wenig entgegensetzen, und so komme ich gerne wieder nach Scotland. Allein schon der Single Malts wegen. (In Schottland schmeckt der einfach noch besser 😉 )

 (Alle Photos sind von mir aufgenommen mit der Kompaktkamera Powershot SX 200 und stehen gerne unter der CC-BY-NC 3.0-Lizenz.)

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Kopenhagen-Impressionen

November 29, 2011 1 Kommentar

Neben dem überragenden Trentemøller-Konzert galt es natürlich auch etwas die dänische Hauptstadt zu entdecken und im besten Falle zu erobern. Neben vielen langen Spaziergängen durch die schöne Stadt gabs natürlich sowohl Einblicke in die Bar- und Clubkultur der City als auch in Kirchen und Museen. Ein insgesamt rundum gelungener Städtetrip im tollen Kopenhagen, welches mindestens einen großen Nachteil bietet: unfassbar teuer. Genug der Worte – lediglich einige Impressionen der kleinen Hauptstadt im Norden.

Freistaat Christiana:

The Green Light District with the three rules:

Kopenhagen vom faszinierenden Turm der Vorfrelsers Kirche, Blick Richtung Oper:

Die Marmorkirche vor Schloss Amalienborg, dem Petersdom nachgebaut:

Zwischen Christmas und Franchise – Shopping in der Innenstadt:

Der Nyhavn – Gastronomie und Segelschiffe Hand in Hand:

Waiting for the Guards-Change at royal Palace:

Ich liebe den Herbst.

Oktober 24, 2011 Hinterlasse einen Kommentar

In Zeiten, wo die meisten Deutschen sowieso über alles und jeden meckern und motzen, ist das Wetter immer noch der beliebteste Punkt sich aufzuregen. Der fehlende Sommer, die kalten Tage, Regen, Wind…ach, eigentlich hat der Deutsche immer etwas zu meckern. Und Herbst geht ja gar nicht: die Tage werden kürzer, das Laub fällt hinunter, es wird kalt und ungemütlich.

[Im Biebricher Schlosspark, Blick auf die Mosburg]

Bei mir war das solange ich denken kann genau andersherum: Ich konnte nie viel mit Schnee oder übermäßiger Hitze anfangen. Stattdessen liebte ich immer schon den Herbst. Golden oder verregnet, warm oder kalt. Herbst ist so wunderbar viefältig. Wenn sich die Blätter der Bäume verfärben und die Wälder in diese wunderbaren Farben tauchen, oder wenn Du inmitten von tosendem Wind auf dem Deich an der Nordsee stehst (und als Kind einen großen Lenkdrachen steuerst, der dich fast mitnimmt), oder auch wenn die Tage so perfekt klar sind wie die vergangenen Tage. Das ist Herbst, und das ist wunderschön. Gemeinsam mit Freunden die Gegend bestaunen, ein Eis-Café am Rhein (oder besser: am Meer) besuchen und draußen sitzen, und abends gemütlich eine heiße Tasse Schokolade oder einen trockenen Rotwein. In meinen Augen gehts kaum besser.

[Wandern auf dem Bärenpfad im Saarland]

Vor allem das warme Licht des goldenen Oktobers ist für mich immer wieder ein Jahreshighlight. Alles taucht in diese etwas hell-rötlichen Farben, wirkt etwas unwirklich und gerade deshalb so sympatisch und schön. Bei so tollen Barockgebäuden wie dem Biebricher Schloss natürlich umso schöner.

[Biebricher Schloss, Rheinseite]

Kommt mir nicht mehr mit „Herbst ist blöd“-Sprüchen. Ich liebe den Herbst einfach, und das könnt ihr mir auch gar nicht ausreden 😉 Ihr müsst es nur selbst erleben. An solchen Tagen kann selbst die kalte, hässliche Industriewelt ihren eigenen romantischen Flair entwickeln und mit schönen Motiven glänzen.

[Industriepark Kalle-Albert, Wiesbaden]

Und jetzt verzeiht mir dieses sentimentale Photo-Gequatsche hier, aber musste mal sein. Bald schon schreib ich auch wieder über Serien und neue Musik. 😉

Schlittenhunderennen in Liebenscheid 2011

Januar 31, 2011 Hinterlasse einen Kommentar

Genau wie  im vergangenen Jahr hab ich mich gestern für einige Zeit aufgemacht, um die kalte Westerwälder Luft beim Schlittenhunderennen in Liebenscheid zu genießen. Bei eiskaltem, aber wunderschönem Wetter (mit einem ganz bisschen Schnee) war das Rennen wiedermal ein Zuschauermagnet. Das Event ist immer wieder schön, da es Natur, Sport und die teils wunderschönen Huskys miteinander verbindet. Einige Photos habe ich gemacht, auch wenn ich nicht das Glück des letzten Jahres hatte. Viel Spaß mit den Impressionen.

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Hauptstadtimpressionen

Januar 18, 2011 Hinterlasse einen Kommentar

Wer hier ab und zu reinschaut, wird es bemerkt haben: Das (!) Blog stagniert. Aktuell zu wenig Zeit und zuviel anderes im Kopf um hier ernsthafte Texte zu schreiben. Ich gelobe in der kommenden Woche Besserung. 😉 Für die Zwischenzeit gibts einige – wenige – Eindrücke aus unserer Hauptstadt. Berlin, wie es ist: dreckig, urban, attraktiv, schön, spannend, häßlich, kulturell, musikalisch. Anders als jede andere Stadt in Deutschland.

Alle Photos aufgenommen mit einer kleinen Kompakten (Powershot Xs 200 is), Zeitraum: 13.-17.1-2011.

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Barcelona – Sonne, Strand & ein geklautes iPhone.

3 Wochen seit dem letzten Blogeintrag – und dies hatte auch seine Gründe. Jede Menge Arbeit, und schlußendlich die 5 Tage, auf die ich mich schon solange gefreut hatte. 5 Tage in Barcelona. Davon nun einige Photos und das unerfreuliche Ende der Reise.

Blick vom "Park Güell" auf die Innenstadt

Wenn man eine Männertour nach Barcelona plant und die Mädels zuhause lässt, dann weiß man schon ungefähr, wie der Urlaub aussieht. Weniger Shopping, weniger Tourismus, weniger Sightseeing – mehr Bier, mehr Diskussionen, mehr Faulenzen, mehr Feiern, mehr Essen. Der Hauptgrund des Besuches war natürlich nichts anderes als das „International Festival of Advanced Music and Multimedia Art“, das SONAR. (Zum Festival aber mehr in einem extra Post.). Dass dabei die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten etwas zu kurz kommen bei 5 Tagen, ist wohl klar. Und nicht zuletzt waren die günstige Nähe zum Strand bei Traumwetter und die stattfindenden WM-Spiele auch Gründe für ausgedehntes Gammeln 😉

Hafenviertel Barcelonata, unsere Straße.

Barcelonas direkter Strand ist nun wirklich keine Beach-Schönheit, aber bei diesem Wetter, der richtigen Musikunterlegung (mit dem immer wieder zu empfehlenden GO & Play von Harmann Kardon! ) und der Müdigkeit von langen Festivalnächten kaum zu toppen. Der Sonnenbrand lässt grüßen. Außerdem bin ich begeistert, welche Typen von Menschen ein Strand hervorbringt., der Knaller!

300m vor unserer Ferienwohnung

Hat irgendwann nur noch zu unserer Musik getanzt. Groß!

Leider sind wir am ersten Abend einem dieser typischen Restaurants an der „La Rambla“ nicht ausgewichen. Unglaublich schlechtes Essen, und obendrauf noch unverschämte Preise ( 1l abgestandenes Bier = 14 €.). Tipp: Solche Straßen und Restaurants weit liegen lassen, und lieber in die kleinen Viertel gehen. Noch besser: Im spanischen Supermarkt an der Ecke frische Zutaten einkaufen gehen und selbst kochen, zum Beispiel so wie wir „Tapas“:

Von Gambas in Knoblauchöl bis Piementos: Alles sehr lecker und sehr günstig.

Das wirklich sehr gute Bild von Barcelona wurde leider am letzten Tag sehr getrübt. Situation: Volle U-Bahn, wir mit Koffer und Taschen unterwegs Richtung Flughafen. Kaum ein Reinkommen in die Metro. Endlich drin. Hände in den Taschen, aufpassen auf Handy und Kamera. Eine Frau vor mir telefoniert, meckert, und stresst rum. Will scheinbar raus, ich versuche Platz zu machen. Sie zieht meinen Koffer weg, um durchzukommen wie ich dachte. Stattdessen greife ich mit der Hand nach dem Koffer. Im selben Augenblick stößt mich von hinten eine zweite Frau relativ heftig um, und ist im nächsten Augenblick in der gerade öffnenden Tür verschwunden. Griff in meine Tasche: iPhone weg. Das Ganze passierte in weniger als 5 Sekunden, alles ging blitzschnell. Dennoch trotzdem ärgere ich mich über mich selbst: Handy/iPhone/Geld/Kamera in Barcelona unbedingt sicher verwahren. Und am besten noch zu jedem Menschen einen riesen Sicherheitsabstand halten. Man kann es vermutlich gar nicht oft genug sagen! Wertverlust des iPhones auf dem aktuellen Markt: mindestens 500 €. Teurer Urlaub. (Übrigens: Wie sehr ich mich von diesem einem Gerät abhängig gemacht habe, merke ich jetzt erst: Internet, Kontakte, Emails, Photos, Musik, Kalender, Notizen und und und. Ich komme mir heute sehr verloren vor. Das wäre auch noch einen ganzen anderen Blogbeitrag wert.).

Und dennoch: Sehr schöne, wunderbare Stadt. Viel Spaß gehabt, viel gelacht und letztlich eine perfekte Zeit gehabt. Bis auf die letzten Stunden, aber… c’est la vie.

Noch ein Bild des Platzes direkt an der Ecke zu unserer Ferienwohnung:

Das Herz vom Viertel Barcelonata

(Alle Photos von mir, aufgenommen mit Canon Powershot SX 200 IS).

Ausflugstipp: Sächsische Schweiz

April 20, 2010 1 Kommentar

Auf unserem Wochenendtrip in Dresden gings über Pirna zu einem Tagesauflug in einen der 14 deutschen Nationalparks: die sächsische Schweiz. Hier einige Photos vom Tag in der Natur und Tipps für einen gelungenen Ausflug in den Nationalpark. Faszination pur.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die sächsische Schweiz zu erkunden. Allein über 400 (vierhundert!) Kilometer eingetragene Wanderwege gibt es, es gibt zahlreiche Bergklettersportmöglichkeiten und natürlich kann man auch einfach nur einen ruhigen Tag in naturbelassenem Raum erleben. Letzteres hatten wir vor, auch wenn es zwischenzeitlich schon praktisch gewesen wäre, Wanderschuhe oder zumindest festes Schuhwerk dabei zu haben. (Unbedingt merken: Feste Schuhe sind hier von großem Vorteil!)

Man kann die sächsische Schweiz sehr gut von Dresden per Auto erreichen, es gibt rund um den Park viele Parkplätze oder Parkmöglichkeiten, teils auch per (kostenpflichtigem) Busshuttle. Wir parkten in Rathewalde und pilgerten dann über den „blauen“ Wanderpfad Richtung Bastei – entlang der Schwedenlöcher ging es erstmal steil bergab. Hier konnte man so manche schöne Naturwunderwerke beobachten, aber auch so manches Haus versteckte sich zwischen den Felsen.

Immer weiter bergab geht auf sehr felsigen, aber insgesamt gut gehbaren Wegen. Folgt man weiter unten den blauen Pfeilen beginnt eine nicht enden wollende Treppe. Insgesamt über 800 (!) Stufen verschiedenster Art (Boden, Felsen, Stahltreppen) geht es auf recht anstrengende, aber auch abenteuerliche Weise wieder in die Höhe. (Ich kann mich nicht erinnern, jemals irgendwo solange Treppenstufen hochgelaufen zu sein. 😉   Oben angekommen wird man dann immerhin von einer tollen Aussicht (Kurz links Richtung Aussichtspunkt halten!) belohnt, die wir in der Mittagssonne auch erstmal für eine kurze Pause nutzten.

Von hier aus ist es auch nicht mehr weit zu DEM Highlight der sächsischen Schweiz: der Bastei mit der Felsenburg, ihrer unverkennbaren Felsenbrücke und dem weiten Blick über das Elbtal. Hier lässt man besten die touristischen Möglichkeiten wie Restaurant, Hotels und Kitschläden links liegen und bestaunt die phantastischen Aussichten dieser Plattform.

Über die Basteibrücke kommt man auch zum Malerweg, der bis Rathen führt, und einer der schönsten Wanderwege überhaupt sein soll. Für uns reichte die Zeit dafür aber nicht, und so gings von der Bastei den „gelben“ Weg, eine recht einfache Strecke, zurück nach Rathewalde.

Ich hätte noch stundenlang auf den Felsen herumklettern, die Sonne genießen oder einfach dasitzen und über diese Naturspektakel staunen können. Wo vor tausenden, Millionen Jahren einmal Meer war, erhebt sich heute ein bildgewaltiges Felsgebirge. Manche Menschen fliegen um die ganze Welt, um solche Naturerlebnise mitzunehmen, dabei liegen soviele tolle Eindrücke vor der (sprichwörtlichen) Haustür. Mein Ausflugstipp für alle Deutsch-Urlauber, Dresdenbesucher und Naturfans: die Sächsische Schweiz an der Grenze zu Tschechien. Die (deutsche) Natur beeindruckt mich einfach immer wieder, hier hätte man vermutlich einige schöne Tage verbringen können. Faszination pur!

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