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Träume leben: Island

September 19, 2012 1 Kommentar

Hier war in den letzten Wochen nicht viel zu lesen – und dabei hätte es eigentlich viel zu berichten gegeben, vor allem musikalisch haben sich viele Empfehlungen angestaut, die Bundesliga läuft wieder, und nebenher ist die aktuelle Serien-Season auch wieder besonders heiß. Doch manchmal ist es leider so, dass einen die richtige Arbeit zu sehr beschäftigt. Vielleicht hole ich einige Dinge nach, andere werden einfach wegfallen.

Auch in den nächsten Wochen wird hier eher wenig passieren, da ich mich mal wieder auf eine kleine Reise begebe, meine Träume lebe und meinen Schreibtisch, Bücher und PC gegen Natur, Abenteuer und Zelt tausche. Es geht endlich nach Island, dem „letzten großen Abenteuer in Europa“, wie die Outdoor-Marke schreibt, deren Werbeslogan ich hier dreist in die Headline kopiert habe. Seit vielen Jahren möchte ich dort reisen, und nun ist es endlich soweit. Ich werde versuchen ab und zu mal Photos zu updaten, je nach Netzverfügbarkeit und Lust und Laune.

Meine grobe Ausrüstung sieht man hier, wie ich später beim Packen gemerkt habe einfach viel zuviel an Packmaß und Gewicht. Irgendwann denke ich über Ultralight-Trekking nach.

Island, Iceland, Outdoor, Camping

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Einige Linktipps zu Island:

Immer wieder wunderbare Photos aus und von Island gibts bei Kai Müller, der außerdem noch mit an Bord ist bei diesem tollen Blog über Islands Musikszene.

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Klara Harden war letztes Jahr ganz alleine on Iceland unterwegs, sehr faszinierend:

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Diese zwei Jungs waren 3 Wochen auf großer Island-Rundreise unterwegs und haben alle Erlebnisse in einem lesenswerten Blog dokumentiert, dazu viele tolle Photos.

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Zum Abschluss ein schönes, witziges Video über Island und seine Menschen. (mit Musik von Emiliana Torrini, bei deren Papa wir mal essen gehen ,))

Kategorien:Alltag, Unterwegs Schlagwörter: , , , ,

Wenn du kein iPhone hast, hast du kein iPhone

August 10, 2011 Hinterlasse einen Kommentar

Nach einer durchwachsenen iPhone-Zeit mit Diebstahl, 2 verschiedenen Modellen und einem großen Hipsterfaktor, habe ich mich im vergangenen Monat für eine neue Ära entschieden: Ganz bewußt habe ich auf Android und das dortige Flagschiff, das SAMSUNG GALAXY S II, gesetzt. Nach 4 Wochen ausführlichem Testen nun ein erstes Review, mit Vergleichen zum iPhone.

Kaum etwas hat mich in den vergangenen Jahren mehr genervt als dummes Geblabber von Apple-Fanboys oder Android-Jüngern, welche ihr jeweiliges System immer dem anderen vorzogen und das jeweils gegnerische Produkt sofort lächerlich machten – all dies ohne beide Geräte zu kennen. Ich war schon immer jemand, der gerne alles ausprobierte und selbst testete. Als nun mein iPhone langsam aber sicher den Geist aufgab, war ich hin- und her am rätseln, welches Neugerät für mich das Beste sei. Lange schielte ich zugebenermaßen auf das iPhone 4 (bzw. 5), doch bei verschiedenen aktuellen smartphoneBestenlisten lag das Samsung Galaxy S II immer vorne. Einen entscheidenden Anstoß zu meinem Kauf gab dann Apple selbst mit ihrem idiotischen Werbespot „Wenn du kein iPhone hast, hast du kein iPhone„: Sowas finde ich persönlich einfach schon generell lächerlich, und zu dem ist es heuchlerisch, viele Anbieter haben mittlerweile aufgeschlossen, das iPhone führt schon lange nicht mehr die Kritiken an. Mein Wechsel zu Android war beschlossen.

Erster Eindruck des S II? Es ist um einiges größer als das iPhone 4, um einiges flacher, und um einiges leichter. Dafür wirkt die Oberfläche und das generelle Design nicht so ausgereift wie die von Apple. Hier muss sich das Galaxy dem iPhone klar geschlagen geben, aber schon beim ersten Herumspielen wird klar, worum es Samsung ging: ein riesiges, brilliantes Display und eine unfassbare Geschwindigkeit. Der 1,2 GHz Dual Core-Prozessor im smartphone lässt einfach alles spielerisch schnell erscheinen, egal ob im Netz surfen, Apps herunterladen oder ein Video anschauen.

samsung galaxy s2

Oberfläche social media

Die Bedienung des S II ist für iPhone-User absoluter Standard: intuitiv kann man alles bedienen, das funktioniert heutzutage fast im Schlaf. Ähnlich wie bei Apple kann man seine Oberflächen selbst anlegen, je nach eigenem individuellem Gefallen: Hintergründe, Ordner, Anwendungen – alles ist verschiebbar, veränderbar und variabel. Meine aktuelle zweite Seite an der Oberfläche seht ihr links: Hier habe ich die für mich wichtigsten socialmedia- und Kontakt-Apps reingepackt, alles auf einen Blick. Für (fast) jede App gibt es auch Widgets, die mir ganz persönlich aber rein optisch nicht gefallen, das ist aber sicher auch Geschmacksache.

Da ich bekennender Google-Freund bin, ist das Android-System von Start weg ein Genuß: Google-Benutzerkonto eingegeben, und schon ist das Handy mit allen wichtigen Bereichen verknüpft: GMail, alle Kontakte, Reader, Picasa, youtube, usw usw. Beeindruckend, vor allem, wenn man dies als iPhone-User so nicht kennt. Klarer Punktgewinn für Android.

music player Ansicht

Besorgt war ich anfangs wegen meiner geliebten Musik unterwegs. Als iTunes-Freund habe ich den iPod auf meinem Phone geliebt, die Listenfunktionen genutzt und die Coveranzeige bewundert. Kann das Samsung-Handy dies auch? Es kann, wenn auch nicht so perfekt wie das Apple-Gerät. Insgesamt bin ich aber positiv überrascht, das Hinzufügen per Drag & Drop ist einfacher als beim iPhone, die Cover sind dann automatisch dabei, und optisch macht das zumindest einen guten Eindruck. Per einfacher Last.fm-Scrobble App scrobbelt er meine Titel direkt zu meinem Last.fm-Konto.

Überhaupt die Apps: Der Android-Market wurde ja immer so negativ dargestellt gegenüber Apples Appstore – und ich bin daher umso mehr überrascht, dass ich alle wichtigen Apps für mich finde. Auch wenn der Appstore noch deutlich mehr bietet, ist der Android-Market sehr gut ausgestattet, bietet noch mehr kostenlose Applikationen an und funktioniert fast noch etwas schneller. (Bisher vermisse ich noch die Sportschau- und die Fahrplan-App. Einige Apps wie z.B. aktuell Facebook sind nicht völlig auf dem guten Niveau der iPhone-Qualität, bieten dafür aber auch weniger Bugs und Abstürze.) Schlecht am Android-market: Die Suche.

Im Multimedia-Bereich ist das Galaxy S II schlicht umwerfend: Nicht nur das riesige Display, welches selbst HD-Videos ruckelfrei überträgt, sondern auch und gerade die Kamera begeistert: Mit 8 Megapixeln hat sie nahezu den Standard einer gewöhnlichen Digitalkamera, hat ähnlich wie meine Canon Powershot einen manuellen Zoom und diverse Modi und Einstellungsvarianten (bis hin zum Weißabgleich und anderen Spielereien). Die Farbwerte sind okay, und gerade bei hellem Tageslicht ist die Kamera auf aktuell höchstem Handy-Niveau. Habe noch gar nicht soviele Photos gemacht, hier mal zwei Beispielbilder im Automatik-Modus von einem Test in luftiger Höhe in meiner alten Heimat. (wie alle Photos per Klick im größeren Format).

Blick auf das Schloss Hachenburg

Andere Richtung

 

 

 

 

 

 

 

 

Schwer getan hab ich mich anfangs mit der ungewohnten Swype-Tastatur (ja, kann man auch ausstellen). Diese ermöglicht es einfach über die Tastatur zu gleiten, und das smartphone erkennt die entsprechenden Wörter dann selbst. Ungewohnt, und doch nach weniger Zeit genial. Ich werde von Tag zu Tag schneller, es ist dem gewohnten t9-System weit überlegen, weil schneller und intuitiver. Wirklich ganz interessanter Dienst bei Android-Geräten. (Haste kein iPhone, haste halt kein iPhone…).

Kommen wir noch zu einem wichtigen Thema: der Akkulaufzeit. Vielleicht ist dies der größte Schwachpunkt des Galaxy S II, so dachte ich zu Anfang. Mittlerweile weiß ich: Das iPhone 4 ist keinen Deut besser, und auch andere vergleichbare Geräte wie das HTC Sensation liegen bei ähnlichen Werten. Es ist schade, dass die aktuellen sehr guten smartphones gerade bei diesem Bereich noch so schwächeln. Das S II gewinnt hier aber gegen das iPhone, denn der Akku ist herausnehmbar, ersetzbar, lädt schnell auf, und hält dann doch recht lange, – wenn man einige Tipps beachtet und das Display etwas herunterfährt (bei 20% kann man immer noch alles wunderbar sehen).

Ich könnte sicher noch einiges schreiben, kritisieren und loben: Die Möglichkeiten des Gerätes habe ich sicher noch nicht mal ansatzweise erreicht, doch die für mich wichtigen Bereiche social Media, Internet, Kontakte, Musik, Kamera und Multimedia habe ich erwähnt und kann man eigentlich nur loben. Das Samsung Galaxy S II verliert Punkte gegenüber Apple in den Bereichen Design, App-Market und Einfachheit der Bedienung, das S II gewinnt die für mich wichtigen Bereiche der Geschwindigkeit, der allgemeinen Darstellung, die variablen Möglichkeiten des Androidsystems und im Bereich des mobilen Netzes: Habe sehr oft HSDPA+-Netz. Gerade eben habe ich zum ersten Mal die Videotelefonie-Funktion genutzt, unnützer Spielkram, aber dann doch ganz lustig – vor allem natürlich über weite Entfernungen.

Fazit: Das Samsung Galaxy S II ist aktuell das vielleicht beste smartphone überhaupt. Ich hab nun kein iPhone mehr, na und? Keinen Apfel, und mir geht es trotzdem gut. Absolute Kaufempfehlung für unsichere Interessierte 😉

Süßes oder Saures? Der Hallowahn

Oktober 26, 2010 2 Kommentare

Letztes Jahr am 31.10., bei meiner Mutter. Es klingelt, und ein kleiner schüchterner Junge von etwa 5 Jahren kommt herein. Er murmelt etwas. Keiner von uns versteht etwas. „Was sagst du?“. Wieder schüchternes Gemurmel. Wir schauen uns an. Unverständnis auf allen Gesichtern. Schließlich geht der Junge raus zu seiner Mama, sie kommt herein und sagt, dass er „Süßes oder Saures!“ gesagt hätte. Noch immer verstehen wir nicht, was gerade passiert. Dann fällt der Groschen. Es ist ja „Halloween“. Meine Mutter beeilt sich schnell Schokolade und anderes Süßes herbeizutragen, entschuldigt sich und wünscht dem Jungen und seiner Mama noch viel Süßes und einen guten Abend. Es war passiert. Der Halloween-Wahnsinn hatte unser Haus erreicht.

 

Kürbisse überall - Man möchte kotzen...

Kürbisse überall - Man möchte kotzen...

Bis zu diesem Zeitpunkt konnten wir diesem „neuen“ Trend, der nun schon seit knapp 15 Jahren in Deutschland sein Unwesen treibt, entkommen. Heute ist dies wirklich kaum noch möglich. Geschäfte und Supermärkte, welche frühzeitig vom „gruseligen“ Halloween künden, Kürbisfratzen wohin man blickt, Vampirkostüme aller Orten, Bäckereien die spezielle Halloweenbrote backen, und selbst die „Qualitätsmedien“ machen mit, drucken Kürbisrezepte und tragen ihren Teil dazu bei, dass Halloween mittlerweile ein völlig normaler Feiertag in Deutschland ist. Ein Feiertag? Für die meisten Deutschen schon, denn entweder haben sie am 31.10 oder aber am 1.11 frei. Die Frage nach dem Warum stellt sich da doch gar nicht. Halloween wirds wohl sein. Fragt man aber mal in die gesellschaftliche Runde, was Halloween ist, woher es kommt, und warum es gerade Halloween heißt, erntet man meistens nur Kopfschütteln und Unverständnis, warum einen dies überhaupt beschäftigt. Die Hauptsache ist doch frei haben, Spass haben und feiern können. (Das Halloween 1994 von der „Fachgruppe Karneval im Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie“ ins Leben gerufen wurde, um mehr Spielwaren und Süßigkeiten zu verkaufen, ist dabei nicht nur eine herrliche Rand-Anekdote.)

Halloween leitet sich vom englischen All Hallows’ Even ab, was nichts anderes heißt als Allerheiligenvorabend. Der Abend vor Allerheiligen, weil der Abend liturgisch zum Feiertag dazugehört. Nun hat sich vor langer Zeit eine Tradition in Irland und später (ab 1830) in den USA daraus eine Tradition entwickelt, welche grundsätzlich nicht zu verurteilen ist. Die Vertreibung von bösen Geistern, Feiern und merkwürdige Rituale begehen gehört ja auch zum europäischen Kulturkreis dazu. Nur warum müssen wir Deutschen alles von den Amerikanern adoptieren? Wir haben in Deutschland mit der  Walpurgisnacht eine nahezu identische Feier. Wir haben mit den Sankt-Martins-Feiern eine wunderbare Kinderfeier mit traditionellen Liedern, Geschenken für die Kinder, Essen und Feuer. Und wir haben Karneval und Fassenacht. Mehr als genug.

Aber all dies reicht uns Deutschen ja nicht. Wir müssen alles mitmachen, ohne wenn und aber, ohne zu wissen, was dahintersteckt. So wird aus den USA ja grundsätzlich fast alles mit eingeschleppt. Da werden Serien nachgeahmt, Hochzeitsrituale nachgeeifert und sogar schon Thanksgiving gefeiert. Vielleicht sollten wir einfach noch mehr internationale Feiertage einführen? Darf man abstimmen? Dann bin ich für midsommar, Saufen im Sommer ist doch immer super, und Schweden sowieso. Doof nur, dass es bei uns nicht die ganze Nacht hell bleibt. Tja, das wäre halt dann so. Vermutlich könnten wir uns dann statt Kürbismassen auf eine geballte Ladung Ikeasierung freuen.

Ach, Übrigens: Das Schlimmste an alledem ist, dass Kinder genau wissen, wann Halloween ist, aber nicht wissen, welchen Tag wir eigentlich wirklich feiern. Richtig, der 31. Oktober ist nämlich der Reformationstag. Vielleicht denkt der eine oder andere mal drüber nach, wenn er am Sonntag maskiert auf einer der Millionen Halloween-Partys herumspringt und tote Geister vertreibt. „Süßes oder Saures?“ „Gar nix gibts. Geh Luthers Thesen lesen!“

Ins allgemeine Bild (und das der deutschen Privatsender) passt, dass RTL am Sonntag nicht einen Lutherfilm oder Ähnliches zeigt, sondern mit „Das Medium“ eine Show zeigt, in der eine Frau verspricht mit dem 1987 verstorbenen Uwe Barschel zu sprechen. Ohne weiteren Kommentar.

Ein Tag ohne iPhone*

Juni 23, 2010 13 Kommentare

2 Tage ist es her, dass mir das iPhone gestohlen wurde. 2 Tage, in denen ich erst nach und nach realisiere, welch unglaubliche Präsenz dieses technische Gerät in meinem Leben hat: Zwischen Internet und Spielerei, als Allzweck- und Ablenkungswaffe – und nicht zuletzt natürlich als unersetzliches Kommunikationsmittel. Habe heute mal aufgepasst, in welchen Situationen ich ganz intuitiv nach dem iPhone greife, es vermisse – oder auch merke, dass es manchmal auch anders geht.

Mein Tagesprotokoll in gekürzter Form:

7.00 Uhr: Trööööööt. „Wo bin ich?“ Tröööööööt! Erstmals das Festnetz-Telefon mit Alarm als Wecker verwendet. Alarmton erinnert an Feueralarm. Hilfe! Aufstehen statt 30 Minuten snooooozen. Wieder hingelegt, weil snoozen einfach dazu gehört. Leider vergessen, den Alarm wieder einzustellen.

8.10 Uhr: Wachgeworden. Verwirrt, weil keine Uhr in Reichweite.

8.15 Uhr: Realisiert, dass Twitter und Nachrichtenmedien im Bett lesen ohne Aufstehen nicht möglich ist. Aufstehen. Laptop auf, Blick auf die Uhr. „Mist, in 30 Minuten Unterricht.“

8.20 Uhr: Kleines Frühstück vor dem Laptop. Statt Küche. Aber kurzer Blick in die Nachrichten muss sein. Und überhaupt: „Wie wird das Wetter?!“

8.45 Uhr: Unterrichtsbeginn. Ich auf dem Weg zur Schule. „F***, vergessen Emails zu checken…“. Wer soll auch bitte an sowas denken, wenn das nicht automatisch erscheint?

9.30 Uhr: Schüler machen mich drauf aufmerksam, dass heute letzte Stunde war. Will mir digital notieren, dass ich nächste Woche frei hab (und länger snoozen kann).  „Okay, werd ich mir schon noch behalten können.“

9.55 Uhr: Schnell in die Buchhandlung. Brauche dringend etwas zum Lesen für unterwegs. Entscheide mich für GEO Epoche. Mit DVD. Ganz schön großes Format. Kriege später beim Lesen keine Kopfschmerzen. Ungewohnt.

10.43 Uhr: Schlafe fast ein. Vertretung des Professors hat soviel Charme wie eine Mischung aus Angela Merkel und Günther Oettinger. Keine Tweetablenkung.

11.51 Uhr: Straßenbahn. Krame unbewußt Kopfhörer hervor. Lust auf das neue „The National“-Album. Schaue ernüchternd aus dem Fenster: Blick auf großes Plakat von BASE: „Jetzt iPhone 3GS ohne Vertrag kaufen – nur 729 €.“

14.00 Uhr: „Sehen wir uns nach dem Spiel heute noch?“ „Klar, ich meld mich einfach…äh f***! Na gut, ich versuch dich irgendwie zu erreichen….^^“.

15.10 Uhr: Nach Mittagessen wieder in den Bus. Verpasse meine Linie um eine Minute. Klar, keine Fahrplanapplication. „Wie haben die Menschen sowas früher gemacht?“. Immer noch keine Musik. Keine Tweets. Also wieder Lektüre mit dem ersten Schuss des 2. Weltkrieges.

15:30 Uhr: Zuhause. 305 neue Tweets. „Wie soll man das ohne mobiles Netz eigentlich alles lesen?“ – Mark all read!

16.22 Uhr: England schiesst das 1:0 gegen Slowenien, ich muss endlich mal  iTunes ausmachen. Von der Couch.Ich vermisse Remote.

17.30 Uhr: Entscheide mich gegen Joggen am Rhein zugunsten des Fussballspieles auf der Couch. Laufen ohne iPod? Nö!

18.40 Uhr: Skype-Chat: „Hey, sorry, kannst du für mich mal Thomas anrufen und ihm sagen wo wir uns treffen?“

20.20 Uhr: Technikprobleme beim WM-Spiel Deutschland-Ghana. Kein Bild, kein Ton. Aufstellung und aktuelle Infos wären klasse…

21.30 Uhr: Technikprobleme Klappe, die Zweite. Verpassen zehn (!) Minuten der zweiten Halbzeit. Kumpel: „Jetzt wäre dein iPhone ja schon praktisch…“

22.35 Uhr: Verliere meine Truppe irgendwo im Gewusel der Feierfreudigen. Keine SMS oder Anruf mit „Wo seid ihr?“. Begebe mich auf erfolglose Suche.

23:25 Uhr: Wieder zuhause. Twitter, soziale Netzwerke und co vollgestopft mit Nachrichten, welche ich sonst unterwegs lese. Dazu quillt der Google Reader nahezu über. Emails habe ich immer noch nicht gecheckt. Fange an zu (über-)lesen.

00.12 Uhr: Laptop zu. reicht für heute. Um 7.00 Uhr klingelt der Wecker. Ach, richtig: Heute ist ja der 24.6, heute darf ich wieder bei der Telekom anrufen. Was eine Freude! Draußen hupen die letzten… Zeit zu gehen. Gute Nacht.

(* ersetze hier iPhone auch mit jedem anderen Handytyp/smartphone. Es geht um das Gerät an sich, nicht eine spezielle Marke. Bei mir war es halt das iPhone, bei einem anderen wäre es ein HTC gewesen. )

Döner macht schöner!

September 12, 2008 2 Kommentare

Szene: Freitag Mittags beim Dönermann

Location:

Mein Dönermann um die Ecke. Kleines türkisches Lebensmittelgeschäft incl. kleinem Imbiss mit den Standart-Angeboten einer Döner-Bude: Döner, Lahmacun, Falafel, etc.! Nette türkische Inhaber, Zeitungen (na gut, meistens die BILD) zum lesen, entspannte Atmosphäre…und vor allem lecker!

Handlung:

Hulza bestellt wie immer einen Döner Spezial – natürlich mit doppelt Fleisch. Parallel dazu tauchen 5-6 weibliche Teenager auf, geschätzte 14-16 Jahre. Bleiben schüchtern stehen, abwartend. –  Sekunden später fasst sich die Größte unter ihnen ein Herz, öffnet ihren breiten Zahnspangenmund und fragt mit einem schüchternen Lächeln auf den Lippen die ultimative Knallerfrage des Tages:

„Wir wollten nur fragen, ob sie uns vielleicht einen großen Döner schenken würden?“

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