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Posts Tagged ‘elektronisch’

Marko Fürstenberg – „Gesamtlaufzeit“ (Thinner)

November 27, 2012 Hinterlasse einen Kommentar

Zum überhaupt ersten Mal stelle ich hier ein Album vor, welches nicht im gleichen Jahr oder zumindest aktuellen Zeitrahmen erschienen ist. Marko Fürstenbergs Netlabel-Album „Gesamtlaufzeit“ aus dem Jahre 2003 habe ich aber erst in diesem Herbst entdeckt – und es ist so zeitlos gut, dass es völlig egal ist, wann man es bespricht. Classic Dubtechno.

Vor fast 10 Jahren veröffentlichte Marko Fürstenberg aus Leipzig dieses Album, welches ich heute, im Herbst 2012, höre, als wäre es ein aktuelles Album. Ein bisschen ist es auch so, denn das damalige Thinner-Netaudio-Album wurde neu aufgenommen, und im Zuge der Neuveröffentlichung habe ich auch davon erfahren. Vor allem bei Ronny vom kfmw las ich davon, und konnte mich schließlich auch nicht mehr satthören an diesem Sound, der einen auf eine eigenartige, aber vor allem wunderbare Weise mit auf eine Reise nimmt. Man schließt die Augen und sieht Landschaften vor sich und fängt an zu träumen. Und ich denke mir so: Warum hast du so etwas 2003 noch nicht gekannt? Dass es solchen Dubtechno damals schon gab, schmerzt umso mehr, wenn ich denke, was ich zu dieser Zeit alles in Clubs erlebt und gehört habe. Aber sei es drum: Jetzt ist das Album immer noch zu hören, und – wie schon gesagt – es ist unglaublich zeitlos und passt mit seiner Tiefe und seinem Soul genau in dieses aktuelle Jahr.

Was gibts?
Ein ziemlich grandioses, vielschichtiges Dub-Techno-Werk. Deep, alles fließend, jede Menge Bass und doch so schlicht und ruhig. Toll. Tracks, die man als begeisterter Dub-Hörer jeden Tag hören kann.

Anspieltipps:

Flüssige Reise, und das poppige Clubstück In der Pappelei. „Kopfhörer auf“ pur ist auch der Rosengarten.

Das gesamte Album „Gesamtlaufzeit“ ist noch immer als CC-Lizenz-Download kostenlos verfügbar. Enjoy!

Platten des Monats. Juli / August 2011.

August 31, 2011 2 Kommentare

Heute geht es weiter mit den regelmäßigen „Platten des Monats“. Ausnahmsweise mit einem 2-Monate-Special: Ich war viel unterwegs und gerade im Juli gabs nicht soviel Neues. Freut Euch nun auf viele neue tolle Alben, meine ganz persönlichen Lieblingsplatten der letzten Wochen. Und Achtung: elektronisch-dubstep-lastig. Unter anderem aus London, New York, Berlin und Island.

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Aka Aka & Thalstroem - Variete

Die beiden Berliner Aka Aka, welche man seit längerem in der Clubszene wahrnahm, haben mich mit ihrem ersten Album „Variete“ so positiv überrascht, dass es hier landet. Zusammen mit dem Trompeter und Instrumentalisten Thalstroem nahmen sie jetzt eine absolut vielfältige LP auf: Abwechslunsgreiche Clubhits, die ganz klar auf den Dancefloor schielen, stehen neben spährischen und ruhigen Titeln. Zwischendurch gibts auch mal ordentlich Blödsinn, und wie nebenbei gibt es als Einstieg ein Portishead-Cover mit der österreichischen Sängerin Betty Lenard.

Was gibts?

Ein elektronisches Sommeralbum. Raus auf die Wiese, Raus auf die Openairs. Hier sind viele schöne Stimmungen eingefangen in nicht langweilig werdenden Tracks. Facettenreicher Mainstream-Techno aus Berlin. Geht auch mal.

Anspieltipps:

Man will Beth Gibbons nicht zu nahe treten, aber das „The Rip“-Cover ist wunderschön, und kommt dem Original sehr nahe. Springtide ist ganz sicher der „kleine“ Hit der Scheibe, French Toast der vielleicht ungewöhnlichste, und Afterglow vielleicht mein geheimer Favorit. (Mehr Streams, Sets und Snippets hier.)

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Zomby - Dedication

Dubstep aus London? Bitteschön. Der britische Produzent Zomby schlägt in etwa die Kerbe, die man heutzutage so gerne unter Dubstep zusammenfasst. Ob dies nun schon Postdupstep, oder wieder was anderes ist, sollen andere beurteilen: Zomby selbst scheinen solche Begrifflichkeiten auch nicht zu stören. „Dedication“ erinnert mich jedenfalls sofort an burialsche Stimmungen, an dieses Gefühl „Hey, mit dieser Musik überall und nirgendwo“.

Was gibts?

Schlichtweg ein phantastisches Bass-Album. Mit Songs voller Ruhe und Entspanntheit, Tracks, die unter die Haut gehen. Wie auch immer man das in der Dub-Diskussion nun nennt: Es ist großartig.

Anspieltipps:

Der großartige Natalia’s song. Oder Mozaik. Oder… ach, es ist wie bei Burial: Das ganze Album ist toll, hörts Euch doch hier in voller Länge an.

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Balam Acab - wander / wonder

Machen wir weiter mit diesen undefinierbaren Alben, die mit einem Gemisch aus Geräuschen, Geräten oder exotischen Klängen faszinieren. Der 19(!)-jährige New Yorker Balam Acab alias Alec Koone veröffentlich unter Tri Angle nun sein Debütalbum „Wander / Wonder“. Die Presse bezeichnet solche Musik gerne als „Witch House“, vermutlich ähnlich wie beim Post-Dubstep einfach an Ermangelung echter Begriffe.

Was gibts?

Auf dem Cover eine Höhle, in fast jedem Track das Wasser, welches in dieser Höhle tropft. Es tropft, es rasselt, es schnauft, es knistert, es grummelt… kurzum: Eine endlose Aneinanderreihung von Geräuschen, die mehr auf Atmospähre und Klang setzen, als auf Beats und Bässe. Ein ehrlich erstaunliches Werk, welches man in den ruhigen Momenten des Lebens genießen sollte. Mit einem Glas gutem Rotwein zum Beispiel.

Anspieltipps:

Die LP funktioniert eher als Gesamtwerk, möchte man etwas herausreißen, dann vielleicht Oh why?, oder Apart. Drüben bei NPR gibts das ganze Album als Stream.

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sbtrkt - sbtrkt

Auf die Gefahr hin, dass es zuviel wird: Noch ein Album aus dem mittlerweile kaum zu überblickenden Feld des Dupsteps. sbtrkt (sprich „subtrakt“) mit seinem gleichnamigen Debütalbum. Der junge Londoner Aaron Jerome ist der Mann hinter der Maske, der Mann hinter dem so vielfältigen Projekt subtrakt, der schon unter anderem außergewöhnliche Remixe für Radiohead oder Goldie anfertigte. Nun kommt eine LP, bei der er auch hier eher im Hintergrund steht und die Gesangparts wechselnden Gastsängern überlässt. (Lediglich 3 Tracks ohne Gesang.)

Was gibts? 

Extrem viel Funk, Jazz und R’n’B, und trotzdem ein rundherum elektronisches Dub-Album. Sehr vielfältig, sehr intensiv, sehr einnehmend. Funktioniert am besten laut. (Interessant ist, dass jeder Track für sich toll ist, aber nicht wirklich im Ohr bleibt. Vlt. ein Luxusproblem dieses Albums.)

Anspieltipps:

Wildfire mit der schwedischen Band Little Dragon, Hold on mit Sampha (mit dem er auch tourt), und Go Bang, mein gesangsloser Favorit. Hier der komplette Albumstream.

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GusGus - Arabian horse

Und nun was wirklich völlig anderes: Die Isländer GusGus sind schon ein lustiger Haufen an Menschen. Diese Band hatte über die Jahre ihrer Geschichte soviele Besetzungen, dass man diese gar nicht aufzählen kann, und die letzten Jahre waren eher so etwas wie der Tiefpunkt der Band. Doch mit „Arabian horse“ (auf Kompakt!) ziehen sie sich mit alten Gesichtern am Schopf daraus, werden deutlich clublastiger, und schaffen den einen oder anderen richtig guten Song. Und weil ich die einfach sehr sympatisch finde, und sie aus Island sind, hier zu Recht mit an Bord.

Was gibts?

Ein bisschen ‚back to the roots‘ könnte man sagen. Ein Dance-Pop-Album, welches manchmal retro wirkt, aber in anderen Momenten extrem modern und clubbig. Kompakt nennt es „Icelandic Hi-Tech Soul“. Synthesizer olè. Live machte das Album richtig Spaß, auch wenn mir persönlich die Instrumentalparts besser gefallen als die Gesangsteile.

Anspieltipps:

Der aktuelle Hit Over. Und das herrlich verschrobene Synthesizerstück Within you.

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The Rapture - In the grace of love

Und nochmal zurück nach New York. Auf James Murphys Label DFA liefern The Rapture ihr neues Werk „In the grace of your love“ ab, welches es auf den letzten Drücker in meine Lieblingsplatten des Monats geschafft hat, aber völlig zu Recht. The Rapture gelingt hier ein zeitloses Werk, schon perfekt angedeutet durch das Cover, ein zeitloses Bild eines Surfers, die Arme ausgebreitet und sorgenfrei.

Was gibts?

Mir fehlen die Worte, die Begriffe um diese LP richtig einzuordnen. Disko-House? Vielleicht am ehesten. The Rapture, die früher eher mit dem Disko-Punk in Verbindung gebracht wurden, schielen hier auf den House-Dancefloor, haben immer wieder Nu-Wave oder (Post-)Punk-Elemente im Spiel. Dabei darf fast jedes Instrument ran: Vor allem Piano, Saxofon – und Akkordeon.

Anspieltipps:

Der Überhit ist das unglaubliche intensive Pianostück How deep is your love?, welches bei der ND14 für Ausnahmezustand sorgte. Der irre Akkordeontrack Come back to me, und der Titeltrack In the grace of love.

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Was war sonst an Spannendem, oder Innovativem in der Musikwelt?

  • Die  neueste Ausgabe der Kompakt-Reihe Total ist perfekt. Mit wunderbaren Tracks wie Waiting for, oder Playground Coma. (Hätte mal einen eigenen Artikel verdient, we’ll see.)
  • John Tejadas Album „Parabolas“ ist sehr gelungen, insgesamt aber etwas zu eintönig für ein Lieblingsalbum. Der Opener „Farther and fainter“ ist jedoch wirklich klasse.
  • Mein Favorit des Jahres ist Robag Wruhme, denn neben einem unglaublich tollen Album haut er immer wieder gute, ungewöhnliche Mixe raus. Zum Beispiel diesen.
  • Und nochmal Gabor: Sein Edit von „Hier kommt die Sonne“ geht mir wochenlang nicht aus dem Kopf, ist mein Gute-Laune-Track der letzten Wochen. Nochmal Danke, Nachtdigital!
  • Das Friendly Fire-Album „Pala“ ist schon länger erschienen, war bei mir etwas untergegangen. Durch einen Bericht von flowmotion wieder für sehr gut befunden, und im September werden sie live begutachtet. Empfehlenswert: Das Live-Album vom iTunes-Festival.
  • Der ungewöhnlichste Track-Titel dieser Tage geht eindeutig an DJ Phono, und dann ist auch das dazugehörige Album noch ziemlich gut: knarhcslhük mi ttinhcsfua hcon ebah hci.
  • Radioheads Remixreihe zu King of Limbs ist nun abgeschlossen: 5 kleine EPs gab es, alles in allem gute Remixe und eine nette Bereicherung. Das Remix-Album erscheint im Oktober.
Und zum Schluss, wie immer ein Video. Für alle die es noch nicht kennen: Das Hype-Video der letzten Wochen, von den wie immer verrückten Ok Go, dieses mal in Muppet-Mission:
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Fast ein Jahr nach „Black City“ hat Slowdance von Matthew Dear ein Video. Wunderschön, genau wie der Song. Und das passt dann auch wirklich sehr gut zu dieser sehr elektronischen Ausgabe der besten Platten des Monats. Machts gut, und viel Spaß beim Entdecken guter Musik!

Die Top-Alben des Jahres 2010

Dezember 22, 2010 7 Kommentare

In den letzten Tagen und Wochen konnte man ja nun wirklich auf nahezu jeder Seite, die sich mit Musik beschäftigt, die Jahresbestenlisten lesen, hören, diskutieren, bestaunen oder bewundern. Da möchte ich natürlich nicht fehlen, und präsentiere hier nun auch schon vor Weihnachten meine Alben des Jahres 2010.

Ich habe mich schwer getan mit dieser Liste. Im Gegensatz zu manch anderer Meinung bin ich mit dem Musik-Jahr 2010 mehr als zufrieden. Insgesamt habe ich fast 500 (!) verschiedene Alben gehört, oder zumindest angehört. (Dank Last.fm kann man sowas auch schön nachschauen, ohne dies irgendwie mitzuzählen…^^). Das ist eine riesige, und kaum zu fassende Anzahl – und dennoch ist dies nur ein Bruchteil der releasten Alben im Jahre, daher kann und will ich auch nur ganz persönlich beurteilen und bewerten. Alles andere würde auch nicht dem Sinn einer völlig subjektiven Liste gerecht werden.

Beim Erstellen der Liste ist mir klar geworden, dass ich, obwohl es viel tolle Musik gab,  weder einen ultimativen Song im Kopf habe, geschweige denn ein Album, welches alles überragt. Es gab und gibt kein Album 2010, was sich erheblich absetzt, und nur so kann man auch meine Top 30 hier verstehen, da viele Platzierungen letztlich willkürlich sind, aber ich hoffe insgesamt ein grobes Bild meines Jahres abzugeben. Bewertet habe ich nach a) persönlichem Geschmack, b) Häufigkeit des Hörens (Last.fm!) und c) dem qualitativen Anspruch an die Musik (insbesondere der Leistung, evtl. etwas völlig Neues zu wagen). Dabei fallen natürlich auch Alben heraus, die grundsätzlich gelungen sind, beispielsweise Jamie Lidells „Compass“, Massive Attacks „Heligoland“ oder auch Tocotronics „Schall und Wahn“, aber letztlich hats für die vorderen Plätze nicht gereicht. (Hoffentlich hab ich nicht allzuviel vergessen 😉 )

Das meistgehörte Album in reiner Titelanzahl bei mir war übrigens The XX mit XX. Das ist aber Ende 2009 herausgekommen und fällt damit natürlich durchs Sieb.

Jetzt aber genug gelabert, viel Spaß mit meiner Jahresabschlussliste!

 

Plätze 30-21:


30. Super Flu – Heimatmelodien

29. Yeasayer – Odd blood

28. Vampire Weekend – Contra

27. Twin Shadow – Forget

26. Kanye West – My Beautiful Dark Twisted Fantasy

25. Goldfrapp – Head First

24. The Divine Comedy – Bang Goes The Knighthood

23. Hundreds – Hundreds

22. Aufgang – Aufgang

21. Two doors cinema club – Tourist History

 

Plätze 20-11:


20. Delphic – Acolyte

Indie trifft Rave. Alles schon gehabt, aber irgendwie doch ganz gut. Live eine Bank! Tipp: Doubt

19. Deerhunter – Halcyon Digest

Ambient Punk sagen sie selbst. Was auch immer das heißen soll. Empfehlenswert! Tipp: Helicopter

18. Mount Kimbie – Crooks & Lovers

Mein liebstes Dub-Album des Jahres. Äußerst gelungen, bis aufs Cover. Tipp: Before i move off.

17. The National – High Violet

Die schönste Bariton-Stimme des Jahres. Geheimtipp, der gar kein Geheimtipp ist. Tipp: Sorrow

16. Mumford & Sons – Sigh No More

Folk at its best. Wunderbarer Sound. Das ganze Album immer wieder von vorne. Tipp: Little lion man

15. Chilly Gonzales – Ivory Tower

Meine große Überraschung: Piano, Piano, Piano. Dazu angenehme Stimme. Tipp: The Grudge

14. Shout Out Louds – Work

Die Indie-Gute-Laune-Rocker für mich schlechthin in diesem Sommer. Tipp: Fall Hard

13. Gisbert zu Knyphausen – Hurra! Hurra! So nicht.

Bestes deutschsprachiges Album 2010, ja, auch vor den Fotos. Tipp: Kräne

12.  Hot Chip – One Life Stand

Gnadenlos gute Liveband, Album nur unmerklich schlechter. Tipp: zB. I feel better.

11. Joanna Newsom – Have One on Me

Eine Frau, eine Harfe, und unglaubliche Musikwelten. Ihre Stimme muss man aber mögen. Tipp: Good Intentions Paving Company

Plätze 10-1:

10. Trentemoeller – Into The Great Wide Yonder

Anders Trentemoeller hatte ein Problem: Wie ein Jahrzehnt-Meisterwerk toppen? Das 2006er Werk „Last Resort“ zählt zu den größten Ereignissen der nuller Jahre. Geht nicht, dachte der Däne zurecht und brachte nun eine völlig andere Art des Pop-Songs auf sein neues Album. Das kann erwartungsgemäß nicht an den Vorgänger heranreichen, besticht aber dennoch durch tolle Tracks, die ein bisschen einsam, ein bisschen traurig sind, aber den Platz in meinen Top 10 definitiv verdient haben.

Anspieltipps:

Tide & …even though you’re with another girl

 

 

 

9. Robyn – Body Talk

Manch einer wird verdutzt schauen, was macht Robyn hier? Nun ja, in der Tat ist dies kein unglaubliches Werk, aber die junge Schwedin ist für mich die Pop-Diva des Jahres. Ke$ha, Lady Gaga und co können hier einpacken, denn so klingt weiblicher Pop 2010. Die Body Talk-Reihe verdient auch aufgrund ihrer drei (!) Alben übers Jahr verteilt dann auch schließlich hier mindestens einen Platz, weil sich auf den 3 EPs doch viele tolle Popsongs verbergen, und zwar sowohl Mainstream-Radio-tauglich, als auch für den Club oder zuhause. Ein Lob nach Stockholm, der Live-Besuch steht noch aus.

Anspieltipp:

Hang with me. (acoustic)

 

 

 

8. Röyksopp – Senior

Im August schrieb ich: „Röyksopp back to the roots: Ohne Gesang, zurück zum melancholischen instrumentalen Wahnsinn. Sehr atmosphärisch, sehr düster, traumhaft schön. Ein bisschen Jean Michael Jarre auf skandinavisch.“ Dies kann ich auch ein halbes Jahr so noch stehen lassen: Es ist dieser intrumentale Wahnsinn, der sich auch erst nach und nach erschließt, aber im Gesamten ein großartiges Album ergibt. Hat mir viele tolle Stunden Beistand geleistet. Es ist düster und doch zum Davonschweben. Größer als der Happy-Vorgänger „Junior“.

Anspieltipps:

The alcoholic & The drug

 

 

 

7. Jónsi – Go

Sigur Ròs-Sänger Jónsi auf Solopfaden. Anfangs fehlte mir das Düstere, was die isländische Band so besonders macht, dieses dunkle. Aber Jónsis fröhliches Album ist dann doch richtig gelungen, es sind Songs, die mitreißend und fesselnd sind. Vor allem live wurde aus diesem Album ein umwerfendes Werk: Zweimal gesehen in 2010, zweimal verzaubert. Besonders als Gesamtkonzeption mit der visuellen Gestaltung eins der positiven Beispiele für Frontmänner solo: Hey, es geht doch! (Übrigens gibts seit Anfang Dezember ein Live-Album der Tour, was genauso empfehlenswert ist!)

Anspieltipps:

Boy Lilikoi & Tornado

 

 

 

6. Four Tet – There Is Love In You

Kieran Hebden alias Four Tet ist einer der umtriebigsten Künstler der elektronischen Szene, irgendwie hat man das Gefühl, dass er fast überall seine Hände im Spiel hat. Mit „There is Love in you“ gelingt ihm ein phantastisches Album, was in nur wenigen Rückblicken fehlt. Es ist Musik für die Couch, aber auch für die Festivals, bei denen er großartige Livesets spielt. Es sind diese Melodien, die einen nicht mehr loslassen. Ganz großes Werk.

Anspieltipps:

Angel Echoes & Plastic People

 

 

 

 

5. Broken Bells – Broken Bells

Über das gemeinsame Projekt von Danger Mouse aka Brian Burton und den The Shins-Sänger James Mercer ist vieles gesagt wordem, und eigentlich ist alles gesagt: Herausgekommen ist ein perfektes Album mit einer ganzen Menge von schönen Liedern. Bin etwas verliebt in dieses Album, und die Top 3 hat es auch nur verpasst, weil es hier nicht wirklich Neues gibt. Burton als musikalisches Genie, dazu die tolle Stimme von Mercer: Passt. Live im Sonnenuntergang gesehen, und dahingeschmolzen. Wunderbar.

Anspieltipps:

Song 1-10. Aber besonders: The High Road

 


 

 

4. Gorillaz – Plastic Beach

Die Gorillaz hatte ich anfang des Jahres ganz sicher nicht auf meinem Schirm, und das Album bietet auch sicher nicht viel Neues, aber bei insgesamt 16 Tracks gabs halt doch so manchen Hit, und irgendwie hat das Album mich nach und nach voll überzeugt. Braucht etwas Zeit, dann kriegt man die Melodien nicht mehr aus dem Kopf. Damon Albarn macht seinem Ruf des Genies wieder mal alle Ehre. Spätestens im Herbst nach der BBC1-Livesession hatte es mich gepackt.

Anspieltipps:

On a melancholy hill & stylo

 

 

 

 

3. Arcade Fire – The Suburbs

„The Suburbs“ besonders toll zu finden war 2010 nicht so schwierig: Das dritte Arcade Fire-Album war sicherlich DAS Konsens-Album des Jahres. Und zu gutem Recht: Das Album und seine 16 Songs sind unglaublich vielfältig, reif, und klingen dabei auch noch so verdammt gut. Man möchte Meisterwerk schreien. Ja, wenn denn die Vorgänger nicht genauso gut (oder besser) wären. Alleine für die Entdeckung von „Funeral“ muss ich „The suburbs“ danken. Auch sonst bleibt ein verdienter Platz auf dem Treppchen: Was für eine wundervolle Band! (Hoffentlich wird sie nicht zum verheizten Stadion-Act!)

Anspieltipps:

Ready for start & Sprawl II (Mountains beyond mountains)

 

 

 

2. Pantha du Prince – Black Noise

Hendrik Weber ging für dieses Album in die Berge und nahm allerlei mögliche Töne auf. Diese hat er dann in aufwendiger Arbeit zu Tracks verbastelt und versampelt und damit das vielleicht experimentellste Techno-Album des Jahres veröffentlicht. Diese Tracks nehmen einen mit auf eine Reise, es ist ein bisschen Kopfkino, wenn diese Platte bei mir läuft. Es sind Sonderlichkeiten und Besonderheiten, die dieses Album absolut hörenswert machen. Und vielleicht weil es kein gewöhnliches Club-Album ist, und mit sovielen Facetten daherkommt, hat es mich im Sturm erobert. Schon früh deutet sich an, dass es weit oben laden würde.

Anspieltipps: Welt am Draht & Stick to my side

 

 

 

1. Caribou – Swim


Ich habe lange gegrübelt ob der tatsächlichen Nummer 1. Fast jedes Album innerhalb der Top 10 lag mal vorne, selbst Joana Newsoms Welten waren für einen Platz 1 wie geschaffen. Aber: Was bleibt wirklich von diesem Jahr? Was bleibt hängen? Und im Endeffekt geht dann bei mir kein Weg vorbei an Daniel Snaiths Projekt Caribou und seinem zweiten Album „Swim“. Im Februar in meinem Player gelandet, im April Album des Monats, neuer Hochschwung nach einem Konzert im Juni, und am Ende des Jahres nochmal ein Konzert in Deutschland plus das Remix-Album mit tollen Remixen von Koze bis Holden, von Junior Boys bis Gold Panda. „Swim“ hat mich über das ganze Jahr begeistert, mal mehr, mal weniger. Aber schon für den Versuch des Experimentes Popsongs durch die Geräuschemaschinerie zu drehen ist Platz 1 verdient. Snaith packt hier in kaum zu greifende Klangwelten völlig unterschiedliche Genres wild zusammen, steht immer ein bisschen zwischen Wahnsinn und Genie. „Odessa“ und „sun“ kannte am Ende des Jahres fast jeder Musikbegeisterte, Tracks wie „Kaili“ ließen ein bisschen die 90er Jahre aufleben, während „Hannibal“ wieder nah dran an House ist, war bei „Lalibela“ fast schon Ambient erreicht (mit den wiederkehrenden Vocals aus „Kaili“, groß!). Spannungsreichtum, facettenreich und live gewaltig. Nachteilig wirkt sich aus, dass manchmal hier schon zuviel gewollt wird, und es teilweise arg in psychodelische Hippie-Musik verfällt, aber selbst das kann ich bei der Menge an Hits verkraften. Ob verdient oder nicht, Herzlichen Glückwunsch an Daniel Snaith für Platz 1 in meiner Jahresbestenliste.

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Bei Vinyl Galore gibts die Top of the Blogs-Aktion mit den top10-gekürten Siegern. Auch eine tolle Liste, ein Blick lohnt sich.

Die Lieblingsplatten im April

Mai 2, 2010 2 Kommentare

Am Ende des Monats (diesmal leider etwas verspätet) wieder meine Lieblingsplatten der vergangenen Wochen, wie immer eine bunte Mischung zwischen Pop, Rock und elektronischer Musik. Heute mit einem Londoner, einem New Yorker, einem deutschen Duo aus Berlin, Indie-Rockern aus Kanada, einem Quintett aus Oxford und schließlich noch einem Wiesbadener.

Caribou - Swim

Habt ihr das auch manchmal? Ihr habt ein neues Album, es verschwindet erstmal aus dem Sinn und einige Zeit später erweist es sich als tolles Ding. So ists mir hier mit Daniel Victor Snaiths (alias Caribou) Album „Swim“ ergangen: Der neue Kritikerliebling (Spex, Intro und co (sogar die Groove!) schrieben Lobeyhymnen) legt hier aber auch wirklich eine klasse LP vor. Eingängig, tanzbar, Musik für die Sonnentage. Der Sound immer ein bisschen dreckig, doch immer absolut entspannt. Klanglich ist hier so ziemlich alles Vorstellbare gesampelt, da wundert man sich doch immer wieder, welch Klänge da aus den Boxen ertönen.

Insgesamt tolles Album, irgendwo zwischen Pop und Clubmusik.

Anspieltipp ist direkt der Opener: Odessa!

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LCD Soundsystem - This is happening

James Murphy aus New York war schon mit diversen Produktionen bekannt, bevor er mit seinem elektronischen Projekt LCD Soundsystem die Welt begeisterte. Mit „This is happening“ legt er das dritte (und letzte!) LCD-Album vor – und geht damit im Sommer auf Tour! Das Album ist wie auch der Vorgänger „Silver Surfer“ gelungen, nein vielmehr gefällt es mir sogar besser. Die Tracks sind für sich alleine super, wirken aber auch komplettes Album gut. Aufsehen errregte schon vor einigen Wochen das Video zu „Drunk Girls„, der vermutlich ersten Single. Murphy macht hier elektronische Musik in einer sehr poppigen Art: Dance, ein bisschen Punk, viel Pop und viel Crazyness. Ich finds großartig!

Anspieltipp: You wanted a Hit.

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Booka Shade - More!

Brauch man Booka Shade noch vorstellen? Dieses deutsche Duo, welches mittlerweile bei Auftritten überall in der ganzen Welt für Ausnahmezustand sorgt (z.B. hier!). Kaum. Auf ihrem nun vierten Longplayer „More!“ machen sie eigentlich nur damit weiter, was sie am besten können: Perfekte durchproduzierte, auf Hit gebürstete Housetracks der ganz eigenen Marke Booka Shade. Da hätten wir z.B. „Teenage Spaceman“: Das macht Spaß, das geht immer und ist vor allem Live auf OpenAirs/Festivals im Sommer sicher wieder ein Dauerbrenner. Das darf man Booka Shade auch nicht zum Vorwurf machen, dieses Album ist wirklich wieder sehr gut geworden.

Ein weiterer Anspieltipp wäre auch „Regenerate„. Sehr schön!

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Broken Social Scene - Forgiveness Rock Records

Puh! Broken Social Scene, ein elfköpfiges(!) Ensemble aus Toronto, hauen hier mit ihrem neuen Longplayer „Forgiveness Rock Records“ eines dieser Alben raus, die man erstmal 4-5 mal hören muss, bis einem so nach und nach erst der ganze (positive) Wahnsinn aufgeht. Indie Rock? Vielleicht! Aber auch Songwriting in seiner aktuellen Perfektion. Variabel von eingängig seichten Song wie „All to all“ bis zum tanzbar, rockigen „Meet me at the basement“ (hier live, schauts Euch an!).  Das alles ist richtig gut, mutig und modern und verdient jegliche Beachtung! Anhören!

Anspieltipp wäre das ganze Album, aber dieser Liveauftritt bei David Letterman mit „Forced to Love“ ist super!

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Foals - Total Life Forever

Hier hab ich länger überlegt, ob ich dieses Album hier mit reinnehme, es hätte auch andere Möglichkeiten gegeben. Aber irgendwie mag ich das zweite Album „Total Life Forever“ von den Foals. Es ist ruhiger geworden, ganz klar. Irgendwie langsam, um dann am Ende richtig toll zu werden: „Spanish Sahara“ ist so ein Song, ruhig, fast melancholös und dann nahezu minutenlanges Crescendo bis zum Ende. „Total Life Forever“ ist eine LP, welches man auch in vielerlei Hinsicht kritisieren könnte: manchmal zu langatmig, dann wieder zuviele Anleihen bei anderen Bands. Aber mal alles vergessen: Gutes Ding, das schwierige zweite Album geschafft.

Anspieltipp: „This Orient“ oder mein persönlicher Fav-Track „After Glow“, leider hier nur als Sample bisher.

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Gisbert zu Knyphausen . Hurra! Hurra! So nicht.

Zum Schluss dann noch etwas völlig anderes: Eine Empfehlung für alle Fans von deutscher Musik, von deutschen Singer/Songwriter-Musik. Den Mann mit dem lustigsten Namen der Musiklandschaft hat ein neues Album herausgebracht: Gisbert Wilhelm Enno Freiherr zu Innhausen und Knyphausen. Mit seinem ersten Album machte er sich 2008 viele Freunde, ich habe ihn erst durch TV-Noir entdeckt und seine neue LP „Hurra! Hurra! So nicht.“ gefällt auf Anhieb. Ein Mann, eine Gitarre, vielschichtige deutsche Texte und eine starke, wiedererkennbare Stimme: Mehr braucht es nicht für diese elf Songs. Es ist Musik zum Zuhören, zum darüber Nachdenken. Es ist doch auch schön, dass wir auch in Deutschland richtig gute Songwriter haben.

Anspieltipp: Der großartige Song „Kräne„, der so unglaublich wahr ist: „Ich denke und denke wie immer viel zu viel. Immer ist da irgendetwas,  das mich einlullt & mich lähmt“.

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Das war für den Monat April mit meinen Lieblingsplatten. Ich freue mich schon auf den Mai, der ja bekanntlich alles neu macht. Und zumindest ist da mit dem neuen Trentemøller-Album schon ganz sicher für ein tolles Album gesorgt.

Ach ja, den ersten Track von den neuen Trentemøller-Stücken gibts ja auch schon – und ist wunderschön, wie nicht anders zu erwarten: Sycamore Feeling (Trentemøller Remix)

Einen anderen Remix möchte ich Euch auch noch mit auf den Weg geben: Dixon hat die wunderbare Lykke Li geremixt: Dance Dance Dance kann man da nur sagen.

Viel Spaß beim Hören und Entdecken!

Album des Monats: Oliver Koletzki – Großstadtmärchen

Oktober 31, 2009 1 Kommentar

Wer hätte das gedacht? Ich mache mal wieder einen Blogpost über ein Album des Monats (sollte ich viel öfter machen!) und dann ist es ausgerechnet Oliver Koletzki. Genau der Koletzki, der vor einigen Jahren mit seinem 2005 auf Cocoon erschienenen famosen Mückenschwarm die Technogemeinde mit einem Schlag hinter sich versammelte und auf Partys jeder Art ominipräsent war, und schließlich Preise wie „Newcomer des Jahres“ abräumte. Ende 2005 wuchs aus diesem neuen Ruhm ein eigenes Label: Stil vor Talent.  Über den Namen darf man sicherlich streiten – ich sehe es beispielsweise nicht so -,  aber dennoch brachte das Label einige richtige gute Tracks raus, unter anderem die EP „This is so fuckin oldschool“ mit dem gleichnamigen, wunderbaren Song.

Und nun, eigentlich schon im September, kam also das neue Album von Oliver Koletzki heraus: Großstadtmärchen. Was erwartet man von einem Mann, der die letzten 4 Jahren hauptsächlich durch Produktionen im Techno – und House- Bereich groß geworden ist? Eben genau dieses, im Grunde genommen ein auf den Dancefloor ausgelegtes Brett.  (Oder vielleicht auch Großdiskothekenmässiges wie man letztjährig von Lützenkirchen hörte, wo Koletzki selbst auch nicht ganz unbeteiligt war.) Und exact das Gegenteil ist der Fall. Herausgekommen ist ein wundervolles Album, das vor allem durch feine Beats und viele Gaststimmen glänzt. Ein Großstadtmärchen.

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Die Essenz dieses Albums liegt bei verträumter, intelligenter elektronischer Popmusik, fernab von Techno-Erfolgen wie dem oben schon genannten Mückenschwarm. Koletzki überzeugt hier mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Richtungen, die sich aber insgeheim gut ergänzen und vor allem absolut facettenreich sind. Da wäre zum Beispiel „Hypnotized“, begleitet von der jungen Sängerin Fran: ein toller, ruhiger Sommersong, der mich schon im Spätsommer begeisterte:

Ganz anders mein heimlicher Lieblingssong des Albums: Verträumter TripHop, fast schon Portishead-ähnlich. Faszinierend gesungen von der erst 17-Jährigen Pyur:

Instumentalstücke, wie man es von Koletzki gewohnt ist, findet man nur wenige: Am besten gefällt mir Warschauer Straße.  Toller, knackiger Beat. Da ist er dann doch wieder, der alte Dancefloorkiller. Natürlich gibt es auch einige Tracks, die weniger gut sind, unter anderem „This is Leisure“ mit Mietze von Mia. Aber das schmälert meinen guten Eindruck des kompletten Albums nur wenig. Großes Pop-Kino aus Berlin mit ganz viel elektronischer Unterstützung.

Rundum gelungenes Album, welches ich nur empfehlen kann. Elektronisch, poppig, und chillig zugleich. Mein Album des Monats Oktober.

The Greatest Switch – Die 100 größten Dance-Platten

Oktober 22, 2008 4 Kommentare

In den letzten Wochen hat das belgische „Studio Brüssel“ die größten Dance-Tracks aller Zeiten gesucht. 5 Titel durfte man einschicken, und das Ergebnis steht nun fest: Hier sind die 100 besten Dance Tracks… (mit der unglaublichen Arbeit, alle aufs jeweilige Youtube-Video zu verlinken…):

  1. underworld –  born slippy
  2. laurent garnier – the man with the red face
  3. chemical brothers – hey boy hey girl
  4. faithless – insomnia
  5. daft punk – around the world
  6. vitalic – la rock 01
  7. jaydee – plastic dreams
  8. new order – blue monday
  9. prodigy – no good (start the dance)
  10. justice vs simian – never be alone
  11. dj rolando – knights of the jaguar
  12. fischerspooner – emerge
  13. daft punk – harder better faster stronger (alive 2007)
  14. jeff mills – the bells
  15. moby – go
  16. aphex twin – windowlicker
  17. plastikman – spastik
  18. tiga – you gonna want me
  19. daft punk – one more time
  20. booka shade vs m.a.n.d.y. – body language
  21. zombie nation – kernkraft 400 (dj gius remix)
  22. faithless –  god is a dj
  23. alter ego – rocker
  24. kraftwerk – the robots
  25. delerium – silence (sanctuary mix)
  26. anne clark – our darkness
  27. felix da housecat – silver screen shower scene
  28. moby – feeling so real
  29. tiga – sunglasses at night
  30. prodigy – smack my bitch up
  31. snap – rhythm is a dancer
  32. push – universal nation
  33. technotronic – pump up the jam
  34. soulwax – ny excuse
  35. daft punk – da funk
  36. nathan fake –  the sky was pink (holden remix)
  37. energy 52 – cafe del mar
  38. prodigy – out of space
  39. mr oizo – flat beat
  40. age of love – age of love
  41. rhythm is rhythm – strings of life
  42. felix – don’t you want me
  43. armand van helden – you don’t know me
  44. chemical brothers – block rockin‘ beats
  45. stardust – music sounds better with you
  46. basement jaxx – where’s your head at
  47. robin s – show me love
  48. black strobe – italian fireflies
  49. laurent garnier – the sound of the big babou
  50. dave clarke – southside
  51. laurent garnier – crispy bacon
  52. massive attack – unfinished sympathy
  53. trentemoller – moan (trentemoller vocal remix)
  54. green velvet – lala land
  55. underworld – rez
  56. bolz bolz – take a walk (neo-romantic dima remix)
  57. donna summer – i feel love
  58. joey beltram – energy flash
  59. soulwax – e-talking
  60. daft punk – rollin‘ & scratchin‘
  61. prodigy – voodoo people
  62. fatboy slim – rockafeller skank
  63. human resource – dominator
  64. kraftwerk – radioactivity
  65. daan – housewife
  66. fatboy slim – right here, right now
  67. royksopp – what else is there (trentemoller remix)
  68. mylo – drop the pressure
  69. inner city – big fun
  70. moloko – forever more
  71. leila k – open sesame
  72. jones & stephenson – the first rebirth
  73. inner city – good life
  74. slam – lifetimes
  75. emmanuel top – acid phase
  76. anne clark – sleeper in metropolis
  77. green velvet – flash
  78. moby – hymn
  79. lfo – freak
  80. digitalism – zdarlight
  81. lil louis – french kiss
  82. orbital – the box
  83. underworld – cowgirl
  84. telex – moskow diskow
  85. tomas andersson – washing up (tiga remix)
  86. front 242 – headhunter
  87. amnesia – ibiza
  88. deee lite – groove is in the heart
  89. outlander – the vamp
  90. adamski – killer
  91. cj bolland – the prophet
  92. orb – little fluffy clouds
  93. moodymann – shades of jae
  94. roger sanchez – another chance
  95. ron trent – altered states
  96. st germain – rose rouge
  97. speedy j – pullover
  98. confetti’s – the sound of c
  99. ecstasy club – jesus loves the acid
  100. josh wink higher – state of conciousness

Eine solche Liste kann natürlich nie völlig repräsentativ sein; jeder hat seine eigenen Vorlieben und eigene Lieblingstracks, doch im Groben und Ganzen sind in dieser Liste hier wirklich tolle Sachen dabei: Von relativ aktuellen Songs wie ‚Body Language‘ bis zu den allerersten Scheiben von Kraftwerk. In vielen dieser Platten stecken eine Menge Erinnerungen bei mir… schön, diese nochmal herausgekramt zu haben!

Viel Spaß beim anhören 😉

I ♥ TECHNO… Auf nach Belgien!

September 5, 2008 1 Kommentar

2007 sind wir zum ersten Male mit einigen Leuten nach Gent – mitten in unserem Nachbarland Belgien gelegen – gefahren, um dort bei Europas größtem Indoor-Event für elektronische Musik mitzufeiern: I LOVE TECHNO! Und dies sollte sich in jeglicher Hinsicht lohnen… Das war sicherlich das beste Indoor-Event des Jahres: mit unglaublich guten Sets, toller und friedlicher Atmosphäre, ausgelassener Stimmung – und nicht zu verachten einer perfekten (in Deutschland wünschenswerten) Organisation.

Bei Acts wie Trentemøller, Digitalism, Ben Sims, Stephan Bodzin, Justice, Dave Clark und und und erlebten wir vor knapp einem Jahr eine Nacht der Superlative! Einige Eindrücke aus 2007 – in schlechter Quali 😉

Digitalism:

Trentemoeller: „Miss you“

Justice: „We are your Friends“

Ben Sims:

Nun hat das Warten ein Ende, das komplette Lineup für das diesjährige Event am 15. November 2008 ist bekanntgegeben!

Mit dabei sind diesmal:


UNDERWORLD live | DAVE CLARKE | JUSTICE | BOYS NOIZE | RICHIE HAWTIN | DIGITALISM | DJ RUSH | BOOKA SHADE live | HOT CHIP live | FELIX KRÖCHER | TOCADISCO | PET DUO live | DR.LEKTROLUV | MAGDA | SEBASTIAN | UMEK | CROOKERS | MARCO CAROLA | ROBERT HOOD | SURKIN | FRANK KVITTA | FEADZ | AUDION live | BRODINSKI | HEARTTHROB live | DUSTY KID live | UFFIE | DJ MURPHY | TROY PIERCE | BIRDY NAM NAM live | BLOODY BEETROOTS | GAISER live | MARCEL DETTMANN | DJ MEHDI | MARC HOULE live | BUSY P | KABALE UND LIEBE | ED REC ALLSTARS | MATTHEW HOAG | LA RIOTS | PIERRE

Die Aufteilung und die Spielzeiten findet ihr alle auf der offiziellen Homepage von I ♥ TECHNO!

Wer kommt mit? 🙂

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