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Die Lieblingsplatten im April

Mai 2, 2010 2 Kommentare

Am Ende des Monats (diesmal leider etwas verspätet) wieder meine Lieblingsplatten der vergangenen Wochen, wie immer eine bunte Mischung zwischen Pop, Rock und elektronischer Musik. Heute mit einem Londoner, einem New Yorker, einem deutschen Duo aus Berlin, Indie-Rockern aus Kanada, einem Quintett aus Oxford und schließlich noch einem Wiesbadener.

Caribou - Swim

Habt ihr das auch manchmal? Ihr habt ein neues Album, es verschwindet erstmal aus dem Sinn und einige Zeit später erweist es sich als tolles Ding. So ists mir hier mit Daniel Victor Snaiths (alias Caribou) Album „Swim“ ergangen: Der neue Kritikerliebling (Spex, Intro und co (sogar die Groove!) schrieben Lobeyhymnen) legt hier aber auch wirklich eine klasse LP vor. Eingängig, tanzbar, Musik für die Sonnentage. Der Sound immer ein bisschen dreckig, doch immer absolut entspannt. Klanglich ist hier so ziemlich alles Vorstellbare gesampelt, da wundert man sich doch immer wieder, welch Klänge da aus den Boxen ertönen.

Insgesamt tolles Album, irgendwo zwischen Pop und Clubmusik.

Anspieltipp ist direkt der Opener: Odessa!

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LCD Soundsystem - This is happening

James Murphy aus New York war schon mit diversen Produktionen bekannt, bevor er mit seinem elektronischen Projekt LCD Soundsystem die Welt begeisterte. Mit „This is happening“ legt er das dritte (und letzte!) LCD-Album vor – und geht damit im Sommer auf Tour! Das Album ist wie auch der Vorgänger „Silver Surfer“ gelungen, nein vielmehr gefällt es mir sogar besser. Die Tracks sind für sich alleine super, wirken aber auch komplettes Album gut. Aufsehen errregte schon vor einigen Wochen das Video zu „Drunk Girls„, der vermutlich ersten Single. Murphy macht hier elektronische Musik in einer sehr poppigen Art: Dance, ein bisschen Punk, viel Pop und viel Crazyness. Ich finds großartig!

Anspieltipp: You wanted a Hit.

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Booka Shade - More!

Brauch man Booka Shade noch vorstellen? Dieses deutsche Duo, welches mittlerweile bei Auftritten überall in der ganzen Welt für Ausnahmezustand sorgt (z.B. hier!). Kaum. Auf ihrem nun vierten Longplayer „More!“ machen sie eigentlich nur damit weiter, was sie am besten können: Perfekte durchproduzierte, auf Hit gebürstete Housetracks der ganz eigenen Marke Booka Shade. Da hätten wir z.B. „Teenage Spaceman“: Das macht Spaß, das geht immer und ist vor allem Live auf OpenAirs/Festivals im Sommer sicher wieder ein Dauerbrenner. Das darf man Booka Shade auch nicht zum Vorwurf machen, dieses Album ist wirklich wieder sehr gut geworden.

Ein weiterer Anspieltipp wäre auch „Regenerate„. Sehr schön!

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Broken Social Scene - Forgiveness Rock Records

Puh! Broken Social Scene, ein elfköpfiges(!) Ensemble aus Toronto, hauen hier mit ihrem neuen Longplayer „Forgiveness Rock Records“ eines dieser Alben raus, die man erstmal 4-5 mal hören muss, bis einem so nach und nach erst der ganze (positive) Wahnsinn aufgeht. Indie Rock? Vielleicht! Aber auch Songwriting in seiner aktuellen Perfektion. Variabel von eingängig seichten Song wie „All to all“ bis zum tanzbar, rockigen „Meet me at the basement“ (hier live, schauts Euch an!).  Das alles ist richtig gut, mutig und modern und verdient jegliche Beachtung! Anhören!

Anspieltipp wäre das ganze Album, aber dieser Liveauftritt bei David Letterman mit „Forced to Love“ ist super!

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Foals - Total Life Forever

Hier hab ich länger überlegt, ob ich dieses Album hier mit reinnehme, es hätte auch andere Möglichkeiten gegeben. Aber irgendwie mag ich das zweite Album „Total Life Forever“ von den Foals. Es ist ruhiger geworden, ganz klar. Irgendwie langsam, um dann am Ende richtig toll zu werden: „Spanish Sahara“ ist so ein Song, ruhig, fast melancholös und dann nahezu minutenlanges Crescendo bis zum Ende. „Total Life Forever“ ist eine LP, welches man auch in vielerlei Hinsicht kritisieren könnte: manchmal zu langatmig, dann wieder zuviele Anleihen bei anderen Bands. Aber mal alles vergessen: Gutes Ding, das schwierige zweite Album geschafft.

Anspieltipp: „This Orient“ oder mein persönlicher Fav-Track „After Glow“, leider hier nur als Sample bisher.

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Gisbert zu Knyphausen . Hurra! Hurra! So nicht.

Zum Schluss dann noch etwas völlig anderes: Eine Empfehlung für alle Fans von deutscher Musik, von deutschen Singer/Songwriter-Musik. Den Mann mit dem lustigsten Namen der Musiklandschaft hat ein neues Album herausgebracht: Gisbert Wilhelm Enno Freiherr zu Innhausen und Knyphausen. Mit seinem ersten Album machte er sich 2008 viele Freunde, ich habe ihn erst durch TV-Noir entdeckt und seine neue LP „Hurra! Hurra! So nicht.“ gefällt auf Anhieb. Ein Mann, eine Gitarre, vielschichtige deutsche Texte und eine starke, wiedererkennbare Stimme: Mehr braucht es nicht für diese elf Songs. Es ist Musik zum Zuhören, zum darüber Nachdenken. Es ist doch auch schön, dass wir auch in Deutschland richtig gute Songwriter haben.

Anspieltipp: Der großartige Song „Kräne„, der so unglaublich wahr ist: „Ich denke und denke wie immer viel zu viel. Immer ist da irgendetwas,  das mich einlullt & mich lähmt“.

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Das war für den Monat April mit meinen Lieblingsplatten. Ich freue mich schon auf den Mai, der ja bekanntlich alles neu macht. Und zumindest ist da mit dem neuen Trentemøller-Album schon ganz sicher für ein tolles Album gesorgt.

Ach ja, den ersten Track von den neuen Trentemøller-Stücken gibts ja auch schon – und ist wunderschön, wie nicht anders zu erwarten: Sycamore Feeling (Trentemøller Remix)

Einen anderen Remix möchte ich Euch auch noch mit auf den Weg geben: Dixon hat die wunderbare Lykke Li geremixt: Dance Dance Dance kann man da nur sagen.

Viel Spaß beim Hören und Entdecken!

Kein Widerstand bei Muse in Köln

November 23, 2009 1 Kommentar

Eine gefühlte Ewigkeit ist mein letzter Blogeintrag her, und selbst dieses Konzert hier war genau vor einer Woche. Doch aktuell fehlt mir Zeit und Kraft um hier regelmäßig zu texten. Daher ganz schön verspätet, und in kürzerer Form: Mein Review zum Muse-Konzert in der Kölnarena am vergangenen Montag.

2001 hatte ich erstmals eine Muse-CD in der Hand. „Origin of Symmetry„. Es war Liebe auf den ersten Ton (von New Born). [Übrigens noch heute meine Lieblingsplatte von Muse – und auch sonst eine der besten überhaupt!]

2006, Düsseldorf: Mein erstes Live-Konzert von Muse. 2 Stunden Live-Perfomance der absoluten Extraklasse. 2 Stunden pures Adrenalin in der Philipshalle. Sprachlos, atemlos, perfekt.

Da war es schon selbstverständlich, dass ich auch bei der aktuellen „Resistance-Tour“ mit dabei war. Mittlerweile ist die Band bekannter, die Hallen größer. Aber von Widerstand kaum eine Spur, spätestens nach der eher unerwartet guten Vorband freute man sich auf die 3 Jungs von der Insel, und die legten dann auch mal direkt ordentlich los. Ich lasse das Video sprechen, für die riesen LED-Türme kann man fast keine Worte finden, das musste man schon gesehen haben:

Optisch ging das dann nahezu so weiter. Videos auf den gigantischen Türmen, Laser und vieles mehr sorgten mal wieder für einen Augenschmaus der besonderen Art und eine auch diesmal wieder atemberaubende Show. Teilweise nah dran am Overkill. Musekonzerte haben was von einer riesigen inszenierten Oper.

© regioactive.de

Musikalisch bieten die 3 Jungs das, was man von ihnen nach zahlreichen „Best Liveact“-Preisen erwartet:  Spitzenklasse durchweg. Gespielt wird einiges von der durchaus respektablen neuen Platte, vermischt mit den Hits der bisherigen Alben von „Feeling good“ (richtig klasse mit dem Flügel!)  bis „Starlight„.

Die Setlist war durchweg erfreulich, die neuen Songs live besser als erwartet und mit „Bliss“ und „Take a Bow“ fehlten wir mir nur 2 Stücke, die ich wirklich sehr gerne gehört hätte. Sonst war alles beim Alten: Keine Ansagen und knapp 1 3/4 Stunden volle Kraft voraus. Muse wie man sie kennt – und liebt.

© regioactive.de

Matthew Bellamy hatte zudem sichtlich Spaß beim Singen, Spielen, Spass machen und entertainen. Enttäuschenderweise spielte er an diesem Abend kaum selbst Piano, bis auf 2 Stücke. Das machte er dafür mit tollen Gitarren-Soli wieder wett. Vor allem die fast 10-minütige (!)  Live-Version von „Stockholm Syndrome“ war unglaublich gut. Zwischendurch gabs ein tolles gemeinsames Drum – und Bass-solo von Dominic Howard und Christopher Wolstenhome.

Am Ende wars dann die Musik von Ennio Morricone, die als Intro für den letzten Akt herhielt: „Spiel mir das Lied vom Tod“ auf Mundharmonika.

Fazit: Ein absolut großartiges Konzert – wiedermal. Auch wenn es nicht an das Düsseldorfer Konzert heranreicht, aber wenn ich ehrlich bin, lag das wohl eher nicht an Muse, sondern an der unglaublichen Stimmung damals in der Philipshalle. Muse ist und bleibt live eine wirklich tolle Band und ist jedem Rock-Fan zu empfehlen.

Kaiser Chiefs – live in Mainz

Februar 11, 2009 Hinterlasse einen Kommentar

Telefon um 18 Uhr:

„hulzaaa, kommste mit mir aufs Kaiser Chiefs Konzert?“

„Äääh, hmmm, nee, ich bin immer noch krank, und…“

„Ham Gästeliste, los gib dir ’n Ruck…!“

„hmm… ok. wann gehts los?“

Tja, und so landete ich kurz vor 20 Uhr in der Mainer Phönixhalle. Die Inselrocker Kaiser Chiefs aus Leeds zu Gast in Mainz auf ihrer unglaublich langen Europatour. Für mich sind diese ganzen Rockbands aus England mit ihren unterschiedlichen Einflüßen und musikalischen Richtungen zwischen Indie, Garage, Post Modern und Alternative in etwa so gut zu unterscheiden wie Apfelsorten aus China. Nämlich gar nicht. Immerhin kannte ich einige Stücke der Kaiser Chiefs, und von Freunden wurde immer wieder bezeugt, dass sie eine tolle Liveband wären. Also, einfach überraschen lassen und rein vor die Bühne.

Dort gabs erstmal die Vorband zu sehen: dananananaykroyd, recht eigentümlicher „Fight Pop“ aus Schottland von ziemlich jungen Musikern, Kreischmusik, aber im Grunde genommen ganz witzige Truppe – mit dem Versuch einer „wall of death“ 😉

Gegen halb 10 der Auftritt der Kaiser Chiefs. Souverän und cool der Einstieg. Man merkt schnell, dass hier eine eingespielte Truppe auf der Bühne steht, die ihr Handwerk versteht. Und zudem eine Menge Spass dabei hat – finde ich auch als völlig objektiver Konzertbesucher immer sehr wichtig. Lustige Ansagen, viel Kontakt zum Publikum, ganze Band wird einbezogen. Zur Liedauswahl kann ich wenig sagen; ich kenne keins der 3 Kaiser Chiefs-Alben. Doch zu meiner Überraschung musste ich gestehen: Der Großteil der Songs war mir irgendwie, zumindest ein bisschen, bekannt 😉 Stimmung war okay, und die Band sorgte mit ihren größten Hits wie zum Beispiel „Ruby Ruby Ruby“ dafür, dass diese sich steigerte. Nach knapp 90 Minuten (sehr kurz!) war Schluss. Ohne große Zugaben wurde Tschüss gesagt und der Abend war zu Ende. Immerhin: 90 Minuten hatte mir fast jedes Lied gefallen, und die Band war mir sehr sympatisch geworden: gute Live-Ausstrahlung, tolle Musiker, und ein lustiger Frontmann. So muss das sein bei ner Rockband. Ich glaube ich muss jetzt mal ins neue Kaiser Chiefs Album reinhören….

Einer meiner Lieblingssongs von gestern Abend war „I predict a riot“, das mag ich einfach:

Machmalauter! Die Toten Hosen live in Köln…

Dezember 30, 2008 Hinterlasse einen Kommentar

Die Hosen in ihrer „Lieblingsstadt Köln“ zu Besuch? Pflichttermin! Leider gabs in der völlig ausverkauften Lanxessarena Kölnarena (Ich beharre darauf!) nur noch Oberrangsitzplätze, aber das war uns beim Ticketkauf vor gefühlten Ewigkeiten noch total egal. Hauptsache mal wieder die Hosen live. Gestern also wars soweit: Mein erstes Rockkonzert auf einem Sitzplatz. Nur mit Blickkontakt zur wütenden Menge vor der Bühne. Das mit dem Sitzen war dann aber auch schnell dahin.. Während der kompletten Show saß ich keine einzige Sekunde… Doch der Reihe nach:

Nach einem standartmässigen Kranz Kölsch im Henkelmännchen gings auch schon in die Arena. Noch schnell ne Pommes und n Liter Kölsch geholt und ab Richtung eigene Sitzplätze. (Schön, ohne diesen Stress im Innenraum, schonmal ein Vorteil!) Die Vorband „Airbourne“ aus Australien war ein lächerlicher AC/DC-Verschnitt … Schwach, da brauchs keiner weiteren Worte…

Pünktlich um 21 Uhr (nach dem richtig geratenen „seven nation army“ der White Stripes 😀 ) gings zu Klängen von „Blitzkrieg Bob“ endlich los…und schon war die volle Hütte unter „Strom“. Im ersten Teil der Show wurde die neue Platte erwartungsgemäß vorgestellt und viele Songs gespielt, aber immer wieder auch unterbrochen von Klassikern der letzten Alben. Campino hüpfte wie eh und je über die Bühne. Schon bewundernswert in dem Alter 😉  Alte Rampensau! Auch die immer wieder vorgetragenen Einleitungen zu verschiedenen Liedern waren witzig und einfallsreich. („Kinder gegen Krankheiten impfen… Warum nicht auch gegen den FC Bayern impfen lassen?“)

Nach einer kurzen Bühnenpause gabs sogar ein Wiedersehen mit den Begleitern der Unplugged-Konzerte in Wien, Esther und Raphael: So gabs tolle Stücke wie „Guns of Brixton“ oder „hand in hands“ unplugged.. wunderbar. Weitere Highlights – auch mit Blick auf die tobende Menge weit unten – waren natürlich die Klassiker: „Hier kommt Alex“, „Pushed Again“ oder auch „Bommerlunder“ oder das extra für Köln gespielte „Altbierlied“ 😀 , aber auch die ruhigen Momente wie bei „Nur zu Besuch“. Da flackerte es in meinen Augen – und ich hätte meinen Platz schließlich gerne mit einem Stehplatz vor der Bühne getauscht 🙂 Nichtsdestotrotz:  Oberrang war nicht so schlecht wie ich gedacht hatte: Stimmung gut, komplettes Konzert alle im Stehen und die Sicht war auch hervorragend.

Nach dem  „Schönen Gruß, Auf Wiedersehen“ war schließlich nach etwa 2 Stunden Playtime Schluss mit Singen und Rocken! Die Hosen sind zurück und haben nichts verlernt: tolle Bühnenpräsenz, super Show, sehr gute Liedauswahl (auch wenn mir „Wort zum Sonntag“ fehlte…) und eine gute Stimmung. Beim nächsten Mal gehts dann trotzdem wieder in den Innenraum… Sitzen kann ich noch in 20 Jahren 😉

CDs im Oktober

Oktober 30, 2008 1 Kommentar

Eine neue Kategorie ensteht. Einmal im Monat werd ich versuchen einige neue CDs vorstellen. Voraussetzung ist natürlich, dass ich Zeit hab darüber zu berichten und im Vorfeld entsprechende Alben auch anzuhören… 😉 und im Oktober hab ich viel Musik gehört – vor allem querbeet durch die Genres.  Diesmal dabei: RocknRoll aus Australien, Party-Techno-Hiphop aus Hamburg, sanfter deutscher Pop, Elektronischem Rockpop aus Dresden, nem ruhigen Mike Skinner aus London und ein Technosoundtrack aus Berlin. Los gehts… [btw. Ein Klick auf die Überschriften lohnt sich, sei beim ersten Mal gesagt! Have fun ,) ]

AC/DC – Black Ice

Das neue ACDC-Album ist da. Direkt auf Platz 1 und die Tour innerhalb Minuten (!) ausverkauft. ACDC – da denkt man eigentlich direkt an richtigen deftigen Rock. Und danach stellt sich auch die einzige Frage: Rummst das neue Album auch noch im hohen Alter der Bandmitglieder genauso wie frühere Alben? Die Frage ist eindeutig mit JA zu beantworten. Vielmehr brauch man auch nicht zu sagen, das Ding rockt, und es klingt immer noch nach genau jenem Sound, der die Band groß gemacht hat. Anspieltipps: „war machine“ und das Titelstück „Black Ice“. 7 von 10 Gitarren.

Deichkind – Arbeit nervt

(Quelle: Intro.de)

Deichkind. Was wurde über die Hamburger Jungs nicht schon alles geschrieben. Ihre neue Platte – tja, großes durfte man auch da nicht erwarten. Remmidemmi-Beats, und dazu spassige Texte – zumindest der Versuch. Es gibt sie aber wirklich, die lustigen Tracks auf dem Album: „Ich und mein Computer“ lässt jeden Nerd grinsen, und auch das an sich pöpelnde „Arbeit nervt“ ist letztlich ironisch witzig, wenn auch auch übertrieben deftig. Es bleibt dabei: Zuhause kann man sich davon kaum 2 Songs in Folge anhören ohne verrückt zu werden. Live sicherlich wieder ein absolutes Spektakel! Noch kranker, aber nicht wirklich besser. Anspieltipp neben „ich und mein Computer“ ist eindeutig: „Luftbahn“, einziges wirklich gefälliges Stück. Na dann prost: 4 von 10  Zitzen.

now-on.at)

(Quelle: now-on.at)

PeterLicht – Melancholie und Gesellschaft

Wow. PeterLicht kannte man früher zum Großteil eigentlich nur vom genialen Ohrwurm „Sonnendeck“. Und nun dieses neue Album. Mit dem Titel „Melancholie und Gesellschaft“ ist auch auf den Punkt genau gesagt, worum es geht. In zehn Songs gelingt Licht nicht weniger als ein Porträt des Menschen in der Konsumgesellschaft von Heute. Tolle Musik, grandiose Balladen. Meine meistgehörte Platte der vergangenen Wochen. Die Titel gehen ins Ohr, bleiben hängen. Die Texte sind kritisch, schön, schwierig, einsam, und vieles mehr. Definitiv das beste und schönste, was ich seit langem an intelligentem Deutsch-Pop gehört habe. (Ärger mich tierisch, ihn aufm Melt! verpasst zu haben…!) Alle Songs sind irgendwie toll, aber mein Anspieltipp ist: „Räume räumen“. 9 von 10 Lichtern.

amazon.de

Quelle: amazon.de

Polarkreis 18 – The colour of snow

Und gleich noch eine wundervolle CD hinterher. Polarkreis18 ist eine meiner Lieblingsbands, seit ich ihr erstes selbstbetiteltes Album Anfang 2007 hörte und sie dann im Sommer live sah… Nun folgt das 2. Album der Dresdner und man merkt schon bei den ersten Tönen, dass sich viel verändert hat. Ein großer Plattenvertrag und entsprechende Produktionsmöglichkeiten machen hier schon etwas ganz anderes möglich (zb. Das Babelsberger Filmorchester ist bei vielen Liedern dabei…). Das ganze Album hat einen enormen akkustisch aufgeladenen Klang, wenig wird dem Zufall überlassen. Aber genau deshalb sind die meisten Stücke darauf auch so gut. Wunderbar möchte man sagen, ein bisschen Kitsch darf sein, und der Rest ist ausschließlich gute Musik. Anspieltipps neben der Hitsingle „Allein Allein“ sind „Prisoner“, „The colour of snow“ and „happy go lucky“. 8,5 von 10 Eisbären.

ugsmag.com

ugsmag.com

The Streets – everything is borrowed

hulza und HipHop. Geht eigentlich gar nicht. Aber 2006 kam Mike Skinner und zeigte mir aufm Melt!, das HipHop richtig gut sein kann, und im Idealfall (wie dort!) richtig viel Spass macht. Skinner macht diese Art von Rap, die einfach ins Blut geht, wie man so schön sagt. Musik, die man jederzeit genießen kann, und auch gerne wieder hört. Das neue Album ist jedoch ganz anders, viel melancholischer. Dies ist aber nicht unbedingt schlecht – weg vom Spass-rapen bedeutet ja nicht unbedingt schlechte Musik: Im Gegenteil, Skinners neues Album gefällt mir auf eine eigentümliche Art und Weise sehr gut.  Muss man aber selbst gehört haben… Ich werd mich noch etwas mehr reinhören müssen, aber gebe schonmal 7 von 10 Beats. Anspieltipps? Schwer. „Alleged legends“ und „The Escapist“.

amazon.de

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Berlin Calling – Soundtrack von Paul Kalkbrenner (Bpitch Control)

Und zum Schluss noch etwas technoides… Während ich immer noch drauf warte, dass „Berlin Calling“ mal hier im Kino läuft (wohl vergeblich…), gibts immerhin den Soundtrack zum Film schon. Der ist natürlich – wie könnts anders sein – von Hauptdarsteller Paul Kalkbrenner selbst und auf Bpitch-Control erschienen. Auf dem Album sind von Kalkbrenner 10 eigens für den Film produzierte Tracks sowie 5 schon erschienene in neuem Gewand, plus Sascha Funkes wunderbares „Mango“. Beim Hören der Tracks bekomme ich noch mehr Lust auf den Film mit seiner Gestalt ‚Ikarus‘ und bekomme direkt mal wieder Lust auf einen schönen Technoabend. Bedeutet: Album gelungen, schöne ruhige & entspannte Techno-songs. 8 von 10 Trips…

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