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Mehr Epos als Buch: „Tage der Toten“ von Don Winslow

Neulich habe ich mal wieder gelesen, dass immer weniger Menschen lesen, immer weniger Menschen Bücher kaufen, und vor allem immer weniger komplexe Stoffe lesen. Das ist schade, denn kein Film kann die Phantasie so anregen wie ein gutes Buch. Daher möchte ich mal wieder öfter gute Bücher vorstellen, die es wert sind zu lesen, ja, die es wert sind zu kaufen. Heute mit „Tage der Toten“ vom amerikanischen Krimi-Autor Don Winslow.

„Sie hält ihr totes Baby in den Armen.“

Mit diesem herzzerreißenden Satz beginnt der Prolog der deutschen Fassung von „The Power of the dog“ (Original 2005, deutsche Übersetzung: 2010). Und es geht nicht wirklich weniger brutal weiter:

„Er schreitet die Reihe der Toten ab, bis er den findet, den er gesucht hat. Als er vor ihm steht, krempelt sich sein Magen um, er muss sich zusammenreißen, um nicht zu erbrechen. Das Gesicht des noch jungen Mannes ist heruntergepellt wie eine Bananenschale. Die Hautlappen hängen an seinem Hals herab. Keller kann nur hoffen, dass sie ihn vorher getötet haben, aber er weiß es besser. Die untere Hälfte seines Hinterkopfs ist weggesprengt. Sie haben ihm in den Mund geschossen.“ (aus der Leseprobe bei Bilandia).

Es sind Zeilen wie diese, die wie ein Magenschlag daherkommen. Und es gibt sie oft, diese Magenschläge in „Tage der Toten“. Arthur Keller ist ein Agent und späterer Chef der DEA, der amerikanischen Drogenbekämpfungsbehörde, eines der zentralen Organe im amerikanischen war on drugs. Tief hängt Keller in den Strukturen der mexikanischen Drogenmafia, mit vollem Risiko ist er in den Kampf gegen die Drogen eingestiegen. Als sein engster Mitarbeiter und Freund von einem Kartell entführt, gefoltert und schließlich ermordet wird, beginnt Keller einen jahrzehntelangen persönlichen Rachefeldzug gegen die Köpfe des Barrera-Kartells, aus dem sich ein echter Krieg entwickelt, in den über viele Jahre Regierungen aller möglichen Länder reingezogen werden. Keller erlebt die Iran-Contra-Affäre aus völlig eigener Sicht. Keller liefert sich einen Kampf, bei dem es auf allen Seiten nur Verlierer geben kann. Über mehr als 30 Jahre zieht sich die Geschichte von „Tage der Toten“ (Anspielung auf einen mexikanischen Feiertag), und ist dabei so unglaublich vielschichtig, weitläufig und komplex, dass es unmöglich ist von einem Krimi oder Thriller zu sprechen. Zu sehr vermischen sich die Romanstoffe mit den historischen Begegebenheiten, zuviel Wahrheit steckt in jeder einzelnen Zeile. Don Winslow ist ein Epos über die amerikanische Drogenpolitik und die mexikanischen Drogenkartelle gelungen.

Fünfeinhalb Jahre hat Winslow an diesem Roman gearbeitet, sich über all die Zeit in die Strukturen der Drogenwelt gearbeitet (Bei der FAZ gibt es ein sehr interessantes Interview). Diese Arbeit merkt man auf jeder einzelnen der 689 (!) Seiten – und keine einzige Seite ist langweilig. Winslow arbeitet dabei soviele Charaktere, soviele Orte, soviele Daten heraus, dass es anfangs schwer ist, mitzukommen. Zwischen Mexiko und New York, zwischen irischen Killern und amerikanischen Edel-Prostituierten, zwischen mexikanischer Kirche und amerikanischer CIA: Der Plot von „Tage der Toten“ ist derart komplex, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Zu sehr vermischen sich die Schauplätze im Laufe der Jahre, immer mehr möchte man erfahren, wie die Geschichte weitergeht bzw. endet.

Dabei hat der Roman ein Problem: es gibt keinen Helden. Es gibt keine gute Identifikationsfigur für den Leser, deren Charakter tiefgründig ausgeleuchtet wird, und mit dem der Leser mitfiebern kann. Denn Keller ist kein solcher Held, ganz bestimmt nicht. Auch die anderen Figuren sind keine Helden, sie alle stecken irgendwo mitten in diesem unfassbaren „war on drugs“, und alle tragen sie dazu bei, dass wieder alle profitieren. Die Drogenbosse freuen sich über die Anti-Drogen-Politik der USA; denn nur so bleibt das Kokain teuer und wertvoll. Die USA freuen sich, mit den Drogenbaronen mächtige Verbündete zu haben im Kampf gegen die Kommunisten, und befeuern die mexikanische Regierung und die Kartelle mit Schmiergelden. All das ist ein einziger politischer Wahnsinn, über Jahrzehnte werden Milliarden verschlungen, zwischen Vietnam und Irak stecken die USA in ihrem längsten, teuersten und verlustreichsten Krieg – und nur wenige bekommen davon mit. Großartig an Winslows Schreibstil ist, dass er es schafft, diese Charaktere nicht in „gut“ oder „böse“ zu unterscheiden. Er zeichnet von jeder Figur ein komplexes Bild mit allen Facetten: zwischen liebendem Familienvater und mordendem Drogenpatron ist da nur ein Beispiel.

„Tage der Toten“ ist ein toll recherchierter, nicht immer einfach zu lesender, grandioser Roman. In einer epischen Breite wird es nie langweilig – zuweilen ist es besorgniserregend brutal, aber immer ist es spannend und aufwühlend. Das der Stoff aus den unglaublichen realen Begebenheiten stammt und das Don Winslow sich nichts ausgedacht hat, macht das Ganze natürlich nur noch radikaler und faszinierender. Man wünscht diesem Buch viele Leser, denn solche großen Bücher sind selten. Großartige Literatur und damit eine absolute Leseempfehlung von mir.

[Don Winslow, Tage der Toten. Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel The Power of the Dog, deutsche Ausgabe erstmals 2010 bei Suhrkamp.]

 

Robyn live at iheartRadio

Oktober 17, 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Vor gut 2 Monaten war ich ziemlich enttäuscht von Robyn: Sie ließ ihre Deutschlandkonzerte canceln – aufgrund von „wichtigen Promoterminen in den USA.“ Fans und Musikbegeisterte waren also weniger wert als irgendwelche Werbeauftritte. Es war mal wieder ein deutliches Zeichen dafür, wie das Musikbusiness tickt. Andererseits: Die Konzerte sollen nachgeholt werden, unsere Karten behalten ihre Gültigkeit – und wer würde es einem aufstrebenden Star wohl verübeln, seine Karriere richtig zu vermarkten? Trotzdem ärgerlich.

Umso toller, dass Robyn nun die Musikwelt mit einigen Live-Videos verzaubert. Zu Gast war sie bei der amerikanischen Radiostation iheartRadio, mit eigenen Songs aus dem aktuellen 3-CD-Album „Body Talk“, älteren Songs und auch Covertracks. Davon gibts nun einige im Netz zu finden.

Lady Gaga? Shakira? Kesha? Justin Bieber? Vergesst sie alle!

Robyn ist für mich die Grand Dame des modernen Pops. Ein Popstar, der auch tatsächlich gut singen kann, und eine der ganz wenigen, die live fast noch besser sind als im Studio. Hörts Euch an!

Robyn – Hang with me (aktuelle Single)

Robyn – Try Sleeping With A Broken Heart“ (Alicia Keys Cover, welches mir fast besser gefällt als das Original.)

Robyn – With every heartbeat

Robyn – Dancing on my own

Empfehlenswert ist auch Robyns Soundcloud-Account, auf dem sie immer wieder neue Songs präsentiert.

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Eine TV-Ära geht zu Ende: Jack Bauer geht in Rente

März 27, 2010 7 Kommentare

Neben der alles überstrahlenden Serie Lost, welche sich aktuell in der „final season“ befindet, schaue ich tagesaktuell nur noch das in die Jahre gekommene 24, das berühmte Echtzeitserienformat: mittlerweile angekommen im Tag 8 von Jack Bauer, also schon in der 8.Staffel. Und während ich gestern noch überlegte, was ich zur aktuellen Season berichten könnte, wurde heute vermeldet, dass „twentyfour“ nach der aktuellen ’season‘ eingestellt wird. Jack Bauer muss nur noch einen Tag überstehen, dann heißt es Schluss mit Verbrecher jagen, foltern und Amerika schützen. Eine TV-Ära geht zu Ende.

Kiefer Sutherland als Jack Bauer in "24"

Kaum eine Keine andere Serie der ’nuller Jahre‘ prägte das Bild der modernen, spannenden Serie so sehr wie „twentyfour„. Das erstmals eingesetzte Echtzeitformat mit 24 Folgen für 24 Stunden eines Tages war sicherlich bahnbrechend; dazu kamen Splitscreens, Hollywoodreife Action und vor allem auf Hochglanz polierte Aufnahmen, die zu Serienstart für das TV unglaublich waren.

Viel Stoff für Kritik, aber auch Vorreiter und Preisträger

Über die Jahre, oder auch über die 8 Tage (acht Staffeln zwischen 2001 und 2010), veränderten sich Charaktere, Cast und auch der Hauptort des Geschehens. Vor allem war 24 aber auch immer Stoff für Gespräche, Diskussionen und Kritik: So wurden die (teilweise heftigen) Folterszenen von Jack Bauer schon zu einer politischen Debatte in den USA – während dort parallel die Guantanamo-Ereignisse in den Medien waren. Auch positiv wusste die Serie zu polarisieren: So gab es schon in der Serie den ersten schwarzen Präsidenten der USA, viele Medien zeichneten das als Weg zur  aktuellen Präsidentschaft Obamas. Vor allem die ersten Staffeln wurden schnell zum Kult, gerade im Internet setzte ein beispielloser Jack-Bauer-Fankult ein: Unerreicht sind die zahllosen witzigen „Jack-Bauer-Facts“. Natürlich gab es auch zahlreiche Parodien (insbesondere der Simpsons), aber zeigt dies letztlich nur den Status als „Superserie“. Nur so ist es auch überhaupt zu erklären, wieso ein Format, welches für eine Staffel hervorragend war, aber kaum ausbaufähig war, über 8 Staffeln erfolgreich war, und von Serien-Preisen (wie dem Emmy) überschüttet wurde.

24 als Sucht-TV-Format

Dabei war es eigentlich ganz einfach: An jedem neuen 24-Tag versuchten irgendwelche (x-beliebigen) Terroristen (meist aus dem Nahen Osten, manchmal auch Jacks Vater) die USA anzugreifen. Lösung: Nur Jack Bauer kann sie aufhalten. Dass er auf dem Weg dorthin viele andere umbringt, Familie und Freunde im Stich lässt, Vorgesetzte wie Luft behandelt und meistens unrealistisch handelt, störte weder Fans noch mich. Es war und ist halt Jack Bauer. Dabei war die Qualität der Serie über 8 Jahre gesehen insgesamt so hoch, dass man auch schonmal über manche schlechte Episode, so manchen Trash, den x-ten Maulwurf in der Anti-Terror-Einheit oder gar eine richtig schlechte komplette Staffel wie Season 6 (diese beurteilte letztens auch der 24-Produzent nochmal kritisch) als Fan hinwegsehen konnte. Als Gesamtpaket überzeugte 24 immer wieder, spätestens nach einigen Minuten einer neuen Staffel war man wieder total gefangen, total besessen nach neuen Folgen (Eine der ersten Staffeln haben wir mal in 2 Tagen an einem Stück angeschaut. Unerreicht!). Die Sucht nach 24 war auch dann groß, wenn man sich als TV-Zuschauer schon wieder an den Kopf packte, wenn Jack Bauer mal wieder irgendetwas überlebte und die Serie schon lange schlichtweg Trash war.

Aktuelle Staffel als Sinnbild für die Schwächen von 24

Apropos Trash. Da passts ganz gut die aktuelle Season zu erwähnen: Mittlerweile haben Jack Bauer und co 13 Stunden in der season 8 hinter sich, knapp mehr als die Hälfte des Season-Formats, bedeutet also noch 11 Stunden 24, 11 Stunden mitfiebern, aber auch 11 Stunden Gähnen aufgrund zuviel Altbekanntem. Die 8. Staffel nimmt zuwenig aus der hervorragenden 7. Staffel mit, und ist etwa so schlecht wie auch die 6. es schon war. Okay, nicht ganz so schlimm, aber ähnlich frustrierend ist es nach der doch recht begeisternden vorherigen Season. Jack Bauer ist sichtlich müde, der Serie fehlt es  in 2010 an Geschwindigkeit, Kreativität und vor allem Authenzität (da passt es ins Bild, dass arabische Terroristen untereinander in der Sprache des so verhassten Amerikas reden). Als nun in der 13. Folge auch noch – für die Zuschauer – ein erneuter Maulwurf enttarnt wurde, mochte ich am liebsten laut auflachen. 24 ist schon lange am Zenit seiner Zeit vorbei, da kommt der Entschluss zur Einstellung der Serie vielleicht gerade richtig. Alle Schwächen von 24 deckt die aktuelle Staffel hervorragend auf: Ein Agent im Ruhestand ist besser als alle anderen („Jack Bauer stirbt nie!“), immer wieder nervige Seitengeschichten (diesmal vom Maulwurf, ehemals auch gerne Jacks Tochter) und unglaubwürdig handelnde „Bösewichte“ (wo immer ein neuer auftaucht, wenn Bauer einen erledigt hat).

Am 24. Mai gibts das Finale als Doppelfolge

Und trotz Allem, trotz dieser mehr oder minder trashigen achten Season finde ich es schade und traurig, dass nun Schluss sein soll. Die erste, die davon übrigens offiziell berichtete, war heute Nacht (unserer Zeit) Mary Lyn Rajskub, die unvergleichliche Datenanalystin „Chloe“ aus der Serie, natürlich über Twitter:Dies war nun nicht soo überraschend, waren doch schon wochenlang Spekulationen über ein mögliches Ende von 24 im Raum. Dies jedoch dann wirklich schlussendlich zu hören ist betrüblich, auch wenn dies natürlich insgeheim ein konsequenter und notwendiger Schritt ist, den man vermutlich schon besser nach Season 7 (oder gar 5) vollzogen hätte. So kommt es nun also am 24. Mai (nur einen Tag nach dem „Lost“-Finale!) zu den letzten beiden Folgen von 24. Ein letztes Mal Jack Bauer in Action, ein letztes Mal CTU und die Jagd nach Verbrechern und Terroristen. Da bleibt eigentlich nur noch offen, in welcher Form die Produzenten die Dienstzeit von Bauer beenden werden – ob schon in dieser Staffel, oder dem schon angekündigten Kinofilm-Epilog im Frühjahr 2011.

Eine TV-Ära geht zu Ende: „twentyfour“, es war schön mit dir!

Und nicht vergessen: Jack Bauer könnte von der Insel aus „Lost“ innerhalb von 24 Stunden fliehen. 😉

Californication – season 1

Dezember 10, 2009 1 Kommentar

Ein Porsche-Cabrio fährt mit offenem Verdeck. Ein Gospel-Chor singt im Hintergrund. Eine Kirche schiebt sich ins Bild. Der Fahrer steigt aus, tritt ein, schnippt seine Kippe ins Weihwasserbecken. Er stellt sich vors Kreuz. „Okay, mein Großer“, sagt er mit Blick nach oben. Gerade als er sich in diesem Augenblick über sein tristes Dasein beschweren will, stellt sich eine junge Nonne neben das Kreuz. Der Herr Schriftsteller bejammert die Nonne. Und die befindet, mit „Ave Maria“ sei’s in diesem schweren Fall nicht getan: „Wie wär’s, wenn ich Ihnen einen blase?“.

Hoppla, harter Tobak für eine Eingangssequenz einer neuen Serie. Die Szenerie entpuppt sich aber schnell als Traum: Der Schriftsteller Hank Moody wacht völlig fertig in seinem Bett auf. Und so ganz an der Realität vorbei war sein Traum dann doch nicht: Unter der Bettdecke taucht ein süßes Blondchen auf. Und so startet also eine Serie, die mittlerweile 3 Seasons abgeschlossen hat und in den USA äußerst erfolgreich ist, rund um den früheren Akte-X-Star David Duchovny: Californication!

Es gab wohl nie eine andere Serie, die man treffender mit nur einem einzigen Wort hätte beschreiben können: Sex.  Schon gut zu erahnen im Titel: „Californication“ ist ein Kompositum aus „California“, dem Schauplatz der Handlung, und dem Wort „Fornication“, das übersetzt Unzucht bedeutet. Damit spielt der Serientitel – übrigens genau wie das gleichnamige legendäre Album der Red Hot Chili Peppers – auf die verkommene Lebensweise in Kalifornien an. Die „ungeschminkte Seite“ von L.A., Hollywood und Kaliforniens sind demnach auch immer  wieder Thema in den 12 Folgen der Season 1.

Zentrale Figur und Mittelpunkt der Serie ist aber Hank Moody (phantastisch gespielt von Duchovny), ein Schriftsteller Mitte Vierzig, mehr oder weniger erfolgreich, aber vor allem unproduktiv und sexsüchtig. Hank Moody ist zwar ein begnadeter Autor, aber ein noch größerer Lebemensch: Jeden Tag eine andere im Bett, rauchend, Whiskey trinkend und sein Porsche. Er hat allerdings ein großes Problem: Er liebt seine Ex-Frau Karen. Die ist aber leider nun mit  Bill glücklich liiert und will ihn demnächst heiraten. Als wäre das nicht Problem genug, hat Hank – ahnunglos – einen One-Night-Stand mit der 16-Jährigen Tochter von Bill. Und schon nimmt die urkomische Tragödie ihren Lauf.

Als Zuschauer hat man einen unglaublichen Spaß, Hank von außen zu betrachten, wie er von einer Sache in die Nächste schlittert und dabei kaum einen Bock auslässt – und es ihm trotzdem nahezu immer wunderbar geht. Es sind aber vor allem Hanks flotte Sprüche und sein Umgang mit seinen Mitmenschen, die seine Figur so köstlich und liebenswert machen: Ein Arschloch, wie er im Bilderbuch steht, und trotzdem irgendwie der nette Kerl von nebenan, der liebevolle Vater und talentierte Schriftsteller. Duchovny spielt diesen Mann so lässig, so wunderbar selbstironisch, dass es ein Traum ist, ihn in seinem Leben zu begleiten. Der geborene Antiheld. Genau das ist wohl der Grund für den Erfolg der Serie. Ein weiter Grund  dafür sind sicherlich die herrlichen Nebencharaktere, die alle ihre eigenen kleineren oder größeren Probleme haben. Allen voran die überaus attraktive, reife 16-jährige Göre Mia oder Hanks launischer Manager Charlie. Diese Figuren machen die Serie wirklich sehenswert, auch wenn manche Szenen zu hart an der Realität vorbeischlittern.

Mein Fazit:

„Californication“ ist sicher keine absolut umwerfende Serie, aber besticht durch ihren Humor (manchmal derb, manchmal feinfühlig -vor allem Hanks Zitate sind so gut, dass man sie am liebsten dauernd gebrauchen möchte 😉 ), ihre Charaktere und ihre Art das Leben darzustellen – mit allen Pannen, die uns so begleiten.  Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Sehenswert  in jedem Falle, wunderbar mit einigen guten Freunden zusammen. Eine Folge ist so ~25 Minuten lang, daher kann man die 12 Folgen auch schnell durchschauen. Ich freue mich schon auf die 2. und 3. Staffel, die ja schon fertig sind, die vierte Season wird aktuell produziert. (Im deutschen TV gabs bisher nur die 1. Staffel, mal sehen wann es da weitergeht.)

Hostel-Trip nach Miami Beach

Februar 7, 2009 Hinterlasse einen Kommentar

Unser Trip nach Miami Beach war aufregend, interessant, spannend, anstrengend, witzig, erlebnisreich, verkatert, schlaflos, kurzweilig, unentspannt, teuer, heiß & kalt, voller gemischter Gefühle und ganz sicher sehr lustig. Das Miami Beach International Travelers Hostel verdient sich in jedem Fall den Vermerk: „Super!“ – wirklich toll da, vielleicht beim nächsten Mal nur ein 2er-Zimmer 😉

Da ich immer noch sehr angeschlagen bin, will ich hier keine große Worte verlieren und lasse  lieber einige wenige unserer Bilder sprechen. Wer mehr erfahren möchte zur Reise im Speziellen oder Fragen  zu Miami und Umgebung hat, ist herzlich eingeladen, die hier zu stellen, oder mich selbst zu fragen 😉 Und nun viel Spaß mit der Gallery… (anklicken für große Ansicht!)

Welcome to Miamiiii…

Februar 1, 2009 2 Kommentare

4 Tage sind wir nun unterwegs, Halbzeit quasi. Geht hier alles viel zu schnell, und wir beide würden liebend gerne länger bleiben… 😉

Der Trip ist bisher absolut „awesome“, wie der Ami hier sagen würde 😀 Das Hostel, in dem wir gelandet sind, ist perfekt gelegen (barfuß zum Strand!),  ist sehr international, hat ne ungewöhnlich lockere Atmospähre, als Essen gibts nicht nur „pancake“ zum selbermachen und unsere bishierigen Mitbewohner sind lustige australische Chaoten 😉

Mittlerweile hats hier nach 2 sehr warmen Tagen sehr abgekühlt, und es war heute bei ner sehr frischen Brise unter 20Grad. Jedoch bei strahlendem Sonnenschein: Heute wurde das zu einem Besuch in den Everglades (2-größter Nationalpark der USA) genutzt: Airboat fahren und Alligatoren halten, yeaha 🙂

Auch sonst liest sich unser bisheriges Programm ganz gut: Morgens am Strand joggen, schwimmen, Volleyball am Beach, Jetski fahren (Der Wahnsinn: unglaublich spassig – und heute haben wir unglaublich viel Muskelkater davon…), VIP in ’nem angesehen Club mit Absolut100 und eigenen aufreizenden Bedienungen (Incl. „Maximal Pigmentiertem“, der uns auf der Toilette Seife und Handtuch reichte, und dann auf etwa 150Parfüm-Sorten hinwies…), leckerem Steak-Essen, Besichtigung des Holocaust-Denkmals, Café-Trinken mit Rachel (Tobis Austauschfreundin), lustigen Trink-Spielchen im Hostel, Bootstour von Downtown aus an den Inseln vor Miami vorbei (incl. der Reichen- und Promivillen, u.a. zB von Sylvester Stallone, Will Smith, Liz Tyler, Gloria Estefan, usw.), ganz vielen Photos in Beach und eben auch in Downtown im Sonnenuntergang…

Seit heute haben wir auch einen netten Mietwagen, mit dem es morgen Richtung Fort Lauderdale geht (nördlich von Miami), und Montag und Dienstag über die Keys nach Key West. Natürlich erst nach dem sicherlich witzigen „Superbowl“-Abend morgen 😉

so, enough for today. cheers!

Best regards from South Beach, guys!

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Fernweh

Dezember 30, 2008 2 Kommentare

Vorgestern vor genau einem Jahr gings in den besten Urlaub aller Zeiten. Und umso mehr ich darüber nachdenke, desto mehr möchte ich dies wiederholen. Einfach in den Flieger steigen, alles hinter mir lassen… Nur ein paar gute Kumpels dabei und einfach Spass haben. Völlig egal, wo man landet. Okay, zugegeben, es sollte schon so schön sein wie in Hawaii (zum Beispiel am Lanikai Beach) und San Fran (zum Beispiel an der Golden Gate). 😉

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