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Facebook verändert Startseite

Oktober 26, 2009 Hinterlasse einen Kommentar

Die sozialen Netzwerke sind uns ja irgendwie so ans Herz gewachsen, dass wir sie derart gewohnt sind, dass jede kleine Veränderung uns verwirrt und verwundert, und schlimmstenfalls schockt. Nun hat Facebook, das von mir meistgenutzte Netzwerk, am Wochenende zum zweiten Mal innerhalb dieses Jahres seine Startseite verändert. Das war zwar irgendwie angekündigt, aber kam dann doch für viele – incl. mir – überraschend. Viele sind überfordert. Die Antigruppe „Change Facebook back to normal“ wächst sekündlich! Was ist passiert?

Statt dem bisherigen „real-time-Feed“, der einfach alle Statusupdates und Photo-/-Video-/Linkaktualisierungen untereinander postete, und rechts „Suggestions“ und „Highlights“ anbot, gibt es nun zwei voneinander getrennte Bereiche. Da hätten wir einmal den „News-Feed“, in der deutschen Version auch einfach „Neuigkeiten“:

FireShot capture #024 - 'Facebook I Home' - www_facebook_com_home_php#_home_php_filter=h

Sowie den anwählbaren „Live-Feed“, in der deutschen Version auch einfach: „Live-Meldungen“:

FireShot capture #023 - 'Facebook I Home' - www_facebook_com_home_php#_home_php_filter=nf

Worin liegt der Unterschied?

Im Newsbereich werden ab nun alle wichtigen Neuigkeiten der Freunde angezeigt. Wichtig? Genau da ist der Haken: Facebook sucht diese „Highlights“ selbst aus anhand ausgesuchter Kriterien. Facebook selbst dazu: „News Feed picks stories that we think you’ll enjoy based on a variety of factors including how many friends have liked and commented on it and how likely you are to interact with that story.

Bedeutet nichts anderes, als dass hier in etwa die Highlights der vergangenen rechten Spalte zu finden sind: Beiträge mit vielen Kommentaren oder Updates mit vielen „Gefällt mir“ von Freunden. Plus verschiedene Updates, die „möglicherweise“ besonders interessant für mich sind.

Ganz anders der Live-Feed: Hier kommen nun – im Gegensatz zum News-Feed chronologisch geordnet – ALLE Aktualisierungen auf einen Haufen. Der alte News-Feed wurde also um ein Vielfaches erweitert: Freundschaften, getaggte Freunde, Beitritt von Fanseiten oder Gruppen, und und und. Facebook selbst dazu:Once you’ve caught up on what you missed, you can click through to „Live Feed“ to see what’s happening right now. As long as you remain logged into Facebook, you’ll continue to see posts and activity from your friends in real-time. You can edit what appears in this view by clicking „Edit Options“ at the bottom of the home page.“

Soweit so gut ist der Grundgedanke super: Bei wenig Zeit hat man einen schnellen guten Überblick über alle wirklich relevanten, wichtigen geposteten Meldungen. Der Live-Feed mit allen Meldungen ist darüber hinaus praktisch für alle, die mal wieder alles interessiert. So sind hier mit einem Schlag 2 Interessensgruppen von Netzwerken angesprochen. Eine ganze Menge Menschen hab dies wohl immer wieder so gefordert. (Vor allem natürlich in den USA.)

Man kann nun auch jeden „Freund“ aus dem News-Feed ausbinden: Einfach mit der Maus in die obere rechte Ecke des Beitrages gehen und dort auf „Hide“ / „Verbergen“ klicken.

Mir persönlich gefällt der Grundgedanke gut: An Online-Tagen kann ich den Live-Feed betrachten, an Tagen, den denen ich viel unterwegs bin und erst Abends die Möglichkeit habe, in Facebook reinzuschauen, ist der Newsfeed perfekt. Aber so ganz gefällt mir die Sache noch nicht: Was „wichtig“ ist, muss ich entscheiden können. Ich möchte selbst auswählen können, welche „Freunde“ ich im Newsfeed habe und welche nicht (Außerhalb der „Hide-Funktion“, s.o.). und toll wäre auch eine chronologische Auswahl im Newsfeed. (Super wäre auch, wenn man einen bestimmen  Beitrag anklicken könnte, um ihn somit zur weiteren Verfolgung der Kommentare in den Newsbereich verschieben könnte. Vielleicht Zukunftsspielerei!) Generell ist es aber ein guter Schritt; soziale Netzwerke entwickeln sich halt weiter wie wir alle auch. Bin gespannt, welche Fortschritte Facebook da noch macht und wie sie die bisherigen Ergebnisse noch optimieren. Der Anfang ist gemacht.

Gedanken, heute: das (mobile) Internet

Oktober 15, 2009 5 Kommentare

Es gibt sie manchmal, diese Tage. Ich sitze nichtsmachend vor meinem Laptop. Musik läuft auf Zimmerlautstärke – oder lauter-  und ich lasse nichts an mich heran. (Gerade übrigens das fast schon betäubend schöne 1994er Album „Grace“ von Jeff Buckley. Genial: dazu sollte ich irgendwann mal was bloggen…!)  Meine Gedanken fliegen durch meinen Kopf. Dazwischen: Diverse „Social Media“-Plattformen abchecken, hunderte Tweets lesen und selbst twittern, skypen, Emailpostfächer durchackern, Newsseiten, Blogs und einschlägige Magazine lesen: der absolute Informationsoverkill. Dazu vielleicht der eine oder andere Chat mit Freunden. Und immer wieder Musik. Die man mittlerweile natürlich ebenso praktischerweise überall online findet, ohne mit der Wimper zu zucken. Es sind diese Tage, an denen sich mein Leben und meine Gedanken ausschließlich rund um dieses „Etwas“ bewegen, was wir Internet nennen. Zur Erinnerung: Entstanden ist das Ganze erst 1969 aus dem Projekt „ARPANET„. Das sind erst 40 Jahre Vernetzung. Ich selbst nutze das „Web“ nun etwa 10 Jahre richtig. Alles vor 1999 war mehr Spielerei, mit meinem Login in der 1998a-Version von ICQ war mein Einstieg in die vernetzte Welt vollzogen. Danach ging es Schritt für Schritt: Neue Browser, immer mehr Möglichkeiten, die Zeit der Foren und HTML-Chats, die ersten Netzwerke / Partyportale. Hach, da ist ja schon beim Gedanken daran etwas Nostalgie dabei. (Wie passend, dass gerade „Hallelujah“ aus den Boxen erklingt…). Und heute? Online-Auktionshäuser, Onlineshops, Online-Bewerbungen, Online-Lernhilfen, Online-Magazine, Online-Streaming und Online-Telefonie. Und und und. Etwa 10 Jahre nach meinen ersten zaghaften Schritten im Internet spielt sich – gefühlt – alles Leben online ab. Meine Großeltern wollen nun auch endlich „Internet kaufen„, meine Eltern lesen diesen Blog ( Schöne Grüße 😉  ), die Rheinzeitung druckt „Tweets“ in ihrer Printausgabe, die Frankfurter Buchmesse hat als Hauptthema (!) digitale E-Books, Bands lassen ihre Alben auf ihren Facebook-Seiten runterladen, Universitäten führen – komplizierte – studentische Anmelde-Netzwerke ein,  Politiker bekommen StudiVZ-Profile, und jeder (okay, gefühlt jeder!) läuft mit einem iphone kommunikationssüchtig durch die Gegend und twittert das gerade Erlebte  oder irgendwas vermeintlich Witziges (oder auch schon mal den Polizeifunk). Und ich blogge hier gerade. (Selbst das kann man mittlerweile vom iphone aus…). Während  immer noch Jeff Buckleys wunderbare Stimme zu mir singt, überlege ich mir, wohin das Alles noch führen wird. Das „Internet“ – was es als solches eh noch nie gegeben hat – wird immer mobiler, reißt unsere Gesellschaft in einen schneller werdenden Strudel aus Informationen. Ein Großteil dieser Informationen sind wertlos und Blödsinn, und doch verfallen wir alle diesem Strudel, der uns alle erfasst wie ein Virus, für den man noch in den 90igern einen besonders tollen Anti-Viren-Schutz installiert hätte. Ich beschäftige mich an manchen Tagen viele, viele Stunden (zuviele!) mit Twitter – und das völlig privat: Neben Studium und Job. Stunden, die mir für anderes Wichtiges fehlen, die ich aber gerne in Kauf nehme. Allein dies jemandem Außenstehenden zu erklären ist so gut wie unmöglich. Wie geht das weiter? Wie schaut web 3.0 aus? Will ich diesen Schritt überhaupt nocht mitmachen? Oder anders gefragt: Kann man es sich überhaupt noch erlauben, da NICHT mitzumachen? Es gibt nicht wenige, die das Internet als mittlerweile wichtigsten Kulturraum sehen und diesen (Rechts-)Raum in zahllosen Diskussionen scharf verteidigen.  Für mich ist das Internet Segen und Fluch zugleich: wunderbare Kommunikation in die ganze Welt, Information zu jeder Zeit, und eine nie gekannte Fülle von Möglichkeiten, die ich mir vor 10 Jahren nicht mal erträumt habe. Auf der anderen Seite aber auch ein süchtig machendes, zeitaufwendiges „Hobby“, oftmals belanglos, und an vielen Stellen viel zu unkritisch. Außerdem entwickelt sich gerade das mobile Netz, welches die Kommunikation ja so vereinfachen soll, paradoxerweise zum ultimativen Kommunikationskiller! Beispiel aus meinem Leben: 5 Freunde sitzen zusammen und trinken einen guten Rotwein. Die zwei ohne mobiles Internet genießen diesen Augenblick, die anderen drei haben ihr iphone in der Hand und twittern diesen Augenblick. Vielleicht noch ein nettes Photo dabei auf Twitpic und co, und schon ist das „Tweetlife“ perfekt. Für mich ist das tödlich für jeden realen Kontakt mit anderen. – Beschäftige mich aktuell mit dem Gedanken, ein iphone zu bestellen. Auch Teil dieser applesüchtigen Bewegung zu werden. Doch ich habe wirklich Bedenken Angst vor diesem Schritt: Ich will nicht zu einem dieser Menschen werden, die ihre wirklichen, echten Kontakte verlieren, weil sie selbst unterwegs, im Kino, auf einer Party, in der Uni, während der Arbeit nur noch online sind, online denken. Doch lässt sich dieser Schritt überhaupt langfristig verhindern? Bin ich zu rückständig? Was erwartet uns in weiteren 10 Jahren? Fragen über Fragen – und ich weiß keine Antworten. Ich weiß nur: Das „Internet“ hat unsere Gesellschaft wie nichts Vergleichbares vorher revolutioniert und wird dies in Zukunft vermutlich noch mehr tun. Hoffentlich nicht nur zum Negativen. (Mittlerweile hat Buckley Ruhe. Die Black Eyed Peas singen „I gotta feeling“: „Easy come, easy go – Now we on top“ klingt dazu nun aus meinen Boxen – und das kenn ich natürlich auch aus dem Netz.)

Hallo Superwahljahr 2009

Meine wahren Freunde…^^

[ohne Worte]

gruschel

Was ist eigentlich Twitter?

März 30, 2009 1 Kommentar

Vor kurzem eine größere Runde von Studenten: Alles regelmäßige Internetuser und in der surrealen Onlinewelt zuhause. Und nun das Erstaunliche: Außer mir hatte noch keiner (!) jemals von „Twitter“ gehört. Da auch ich weder angemeldet war, noch irgendwelche weiterführenden Kenntnisse hatte, konnte ich es auch nicht wirklich erklären… Noch am selben Abend meldete ich mich bei Twitter an und testete eine Weile herum. Das ist nun eine knappe Woche her und das kurze Fazit lautet: ziemlich amüsant das Ganze. Daher gibts auch seit heute hier im Blog „now in 140 letters..“: Twitter hier verlinkt, alle Nachrichten & Tätigkeiten, für die sich ein Blogeintrag nicht lohnt, die aber vielleicht doch interessant sind.

Aber zurück zur Ausgangsfrage: Was ist Twitter?

01020137809100Twitter ist eine Art Mikroblog-Service. Angemeldete Benutzer können Textnachrichten mit maximal 140 (ja, 140 und nicht 160 wie bei einer SMS!) Zeichen senden und die Nachrichten anderer Benutzer empfangen. Diese Nachrichten werden dann wiederum „Tweets“ genannt (von engl: „to tweet: zwitschern“). Twitter gibt es seit 2006, ist aber erst in der kürzeren Vergangenheit richtig populär geworden. Mittlerweile wird Twitter von fast jedem journalistischen Medium benutzt, und viele Prominente und Politiker „twittern“ über ihr Leben, ihre Ideen und ihre Ziele. Da ist im Grunde genommen alles dabei, von „ich trinke gerade Kaffee“ bis zu „guckt Euch mal diesen Link hier an…“. So schreibt zum Beispiel ein gewisser Lance Armstrong über wirklich alles in seinem Leben: zwischen Radfahren, Wein und Familie. Schon faszinierend. Natürlich nutzen auch die News-Portale mittlerweile alle Twitter: alleine Spiegel Online nutzt über 20 verschiedene Twitterfeeds.

Mittlerweile gibt es rund um Twitter ganze Communitys, add-ons für Firefox , zahllose Erweiterungen und Features und natürlich Millionen von Nutzern.

Mal Butter bei die Fische: Welchen Sinn hat Twitter?

Darüber könnte man sich vermutlich wochenlang streiten 😉 In Erster Linie keinen! Es ist  eigentlich ein amüsantes Onlinetool, welches einem ermöglicht kurze, prägnante Informationen weiterzugeben bzw. diese von anderen Menschen zu lesen. Aber natürlich wird es in erster Linie zu abertausenden Banalitäten genutzt: siehe mein Tweet eben: „Sonne, Freunde und Bier. perfekter Tag“ 😉 Genauso wie es die großen Verfechter von Twitter gibt, häufen sich natürlich mittlerweile auch die Gegner. Ein Wolfgang Schäuble findet es vermutlich witzig: Was er über Gesetze nicht erreicht, machen die Menschen schließlich von sich aus: der gläserne Bürger ist geboren (Eine Twitter-Erweiterung mit GoogleMaps lässt andere den genauen Standort anzeigen… Twittern ist auch vom Handy aus möglich). Ich finde es persönlich ganz witzig, mal sehen was sich in in der nächsten Zeit damit so tut. Auch der Wahlkampf 2009 wird sicherlich schon über die Onlinekanäle ausgetragen werden, die Twitterseiten der Politiker sind sicherlich da vorderster Front mit dabei.

Ein wunderbares Video über Twitter und seine Sinnhaftigkeit gibts hier, unbedingt ansehen! Höchst amüsant 😀

Zahl des Monats

März 27, 2009 1 Kommentar

1.007.730.000

Menschen haben Ende 2008 das Internet genutzt. Mehr als 40% kamen aus dem asiatisch-pazifischen Raum, 28% aus Europa.

Gemessen an der aktuellen Weltbevölkerung gerade mal etwas mehr als 1/7 aller Menschen. Ich bin äußerst gespannt, wie diese Entwicklung weiterverläuft. Wenn man sich anschaut, was es derzeit alles im Netz schon gibt, will ich mir lieber gar nicht vorstellen wie es wäre, wenn wirklich jeder Mensch rumsurfen würde 😉

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Kettenbriefe – die moderne Form von Beschränktheit

Januar 27, 2009 Hinterlasse einen Kommentar

Hallo, und danke, daß Du Dir die Zeit nimmst, diesen Kettenbrief zu lesen. Es gibt da einen kleinen Jungen in Baklaliviatatlaglooshen, der keine Arme, keine Eltern, keine Eingeweide, zwei Ohren und zwei Geschlechtsorgane hat. Das Leben dieses armen Kindes könnte gerettet werden, weil jedesmal, wenn diese Mail hier weitergeleitet wird, von AOL eine Deutsche Mark auf das „Kleine hungernde, arm-, bein-, eingeweide-, elternlose, Zweiohren-, Doppeldodel- Jungen aus Baklaliviatatlaglooshen Spendenkonto“ überwiesen wird.

Automatisch! Uneigennützig! Ach ja, und vergiß nicht, wir haben absolut keine Mittel und Wege die versandten e-Mails zu zählen, selbst mit NASA und BND- Unterstützung.
Und glaub niemandem der sagt, das hier alles ist ein großer Hirnf*ck.

Also, mach weiter! Sende dieses Mail zu 5 Personen innerhalb der nächsten 47 Sekunden.
Und nur zur Erinnerung, wenn Du es quasi aus Versehen an 4 oder 6 Leute weiterschickst, wirst Du auf der Stelle sterben.

Sowas landete ja schon früher (damit meine ich Ende der Neunziger) in meinen ersten Emailposteingängen. Schon damals in den Anfängen von weltweiter Vernetzung habe ich mich über solche Kettenbriefe nur geärgert – und mich mehr und mehr darüber gewundert, dass ich diese Weiterleitungen auch von Bekannten erhielt, denen ich eigentlich eine normalsolide Intelligenz bescheinigen würde. Gerne natürlich auch soetwas:

Hallöchen da draußen! Dieser Kettenbrief existiert seit 897. Das ist absolut unglaublich, weil es damals noch gar keine e-Mails gab…
und genügend bemitleidenswerte Schrumpfköpfe, die absolut nichts anderes mit ihren Zeit anzufangen wußten.
Und so funktioniert es:
Schicke ihn innerhalb der nächsten 7 Minuten an 15.067 Leute weiter, von denen Du denkst, sie könnten ihn gebrauchen, sonst…:

*Bizarres Horror-Szenario Nr 1*

(z.B.:Elke Röschen ging eines Samstags zu Fuß von der Schule nach Hause. Sie hatte dieses Mail erst kürzlich bekommen und es ignoriert. Sie rutschte auf einem Hundehaufen aus, fiel genau in einen Gulli, wurde in einer sämigen braunen Brühe durch die Abwasserkanäle gespült und verfing sich in einem der Gitter der städtischen Kläranlage. Nicht nur, daß sie danach komisch roch, sie verstarb auch.
Das kann auch Dir passieren!)

*Noch bizarreres Horror-Szenario Nr 2*

(z.B.: Thomas Krügerson, ein 13jahriger hyperaktiver Junge, fand dieses Kettenmail in seiner InBox und ignorierte es. Später am selben Tag ging er auf der Straße, schaute nach oben, bekam einen Weihnachtsbaum genau ins Auge (das war in Schweden, kurz nach der Weihnachtszeit), taumelte auf die Straße und wurde von einem vorbeifahrenden Ikea-Lkw erfaßt. Dasselbe geschah seiner görlie Freundin! (manche nennen das auch Swingen!) Beide starben, kamen in die Hölle und wurden verflucht, bis in alle Ewigkeit holländische Automatenkroketten zu essen.
Das kann auch Dir passieren!)

*Noch seeehr bizarreres Horror-Szenario Nr 3*

(z.B.: R. Ali, 29jähriger Angestellter, bekam diese Mail und kickte sie sofort mit Vollspann in den Mailtrash. Später am Tage löste sich sein PGP-Schlüssel ins Nirwana auf und alle seine mails, auch die erotischen zum Thema Männer in Frauenkleidung an seinen Chef, gingen unkodiert über das Netz. Die Filterprogramme der NSA (amerikanischer Nachrichtendienst, s.o., kein Tippfehler, die NASA ist nicht gemeint, Depp) schlugen Terroristen-Alarm, weil sie das Wort „Rüschenbärchen“ als persisches Substantiv für „Sprengstoff“ fehlerkannten und sofort wurde eine NSA-Kobold Kommando losgeschickt, das ihn terminierte.
Das kann auch Dir passieren!
Anm.: Die NSA-Kobolde wurden aus denselben Roosevelt-Genen gezeugt, wie die sodomierenden Kettenmailkobolde von oben.

Denk nach, Du kannst wie Elke, Tomy oder R. Ali enden. Also schicke dieses Mail zu all Deinen Freunden und alles wird gut.)

Ich hatte viele Jahre nicht mehr solche Kettenbriefe erhalten. Zum Teil natürlich auch durch Emailadressen auf eigenen Servern, zu denen keine Spammails durchdringen, zum anderen natürlich aber auch, weil irgendwann auch der letzte Idiot auf der Welt gerafft hatte, dass dem armen Kind nicht mehr zu helfen ist, und er selbst auch nicht sterben muss, wenn er die Mail nicht weiterleitet.

Doch mit dem Aufkommen von web 2.0 und seinen zahlreichen (zT. sehr nervigen) Netzwerken scheint der Kettenbrief wieder modern zu sein. Nicht mehr per Email, sondern schlicht und einfach als private Nachricht. In der letzten Zeit wieder sehr viel bei mir vorgekommen. Als heute wieder einer reinflog, musste ich hier einfach mal meine Wut loswerden. Heute per PM:

Nervt zwar,aber weiterschicken.
Ich will auch kostenfrei dabei bleiben.

also deswegen diese Mail an dich (ist auch nur weitergeleitet)

Studivz. wird ab dem nächsten Semester kostenpflichtig.
Mit einer Jahrespauschale von 10 € bleibst du dabei.
Wenn du diese Mail binnen 24 Std.nach dem lesen an 24 Freunde
schickst bleibst dein Account kostenfrei

Sag mal bitte allen leuten in deiner liste, dass sie den kontakt mit Rebbi nicht annehmen sollen! das ist ein Virus (uber svz) der zerstort die ganze festplatte und zieht sich die daten runter, wenn ihn einer deiner kontakte erwischt, bist du auch betroffen, weil er sich durch die liste frisst! also kopier das und schick es an alle Bitte mach das!

Natürlich.

Genau 24. Wenn es nämlich nur 23 sind, dann muss ich bald 10 € zahlen. und bei 25 werde ich leider durch einen rektalen Starkstromschock exekutiert. Ist klar. Wie gut, dass Studivz beinahe monatlich versichert, dass sie auch kostenlos bleiben. Und selbst das ist ja fast schon lustig, denn welches Netzwerk würde denn heute funktionieren, wenn es nicht kostenlos wäre? 😀

Das mit dem Virus ist natürlich ähnlich gut. Hat sich der „Erfinder des Briefes“ bestimmt auch gedacht: „hey, da kann man ja noch ne schlimme Nachricht reinmachen, dann läufts gewiss noch besser, hahahaa!!!!1111elf“ – Ich seh schon, wie ein böser, böser Virus mir meine Daten klaut, nur weil ein Freund in München einen Wurm drauf hat, yeaha. Böses Internet aber auch.

Mädels! Passt gut auf, und hört gut zu: Lasst diese blöden Kettenbriefe sein, oder verschickt sie von mir aus an eure Oma. Wer mir nochmal so ein Ding schickt, wird ab heute von meiner Kontaktliste  / bzw. als „Freund“ gelöscht!

Danke für die Aufmerksamkeit!

Geburtstag & web 2.0

Januar 26, 2009 2 Kommentare

Seit langem interessiere ich mich sehr für das Internet, und insbesondere für seine Wirkung auf unser reales Leben, und unsere Arbeitsweise, die Kommunikationsformen untereinander und auch in welcher Weise das Internet unser Leben beeinflußt und eventuell sogar verändert. Negativ oder Positiv. Ob dies Onlinebanking, Online-TV, Onlinereservierungen,  oder Onlinetickets sind – das Netz macht alles schneller. Auch -oder besonders- in Dingen der Kommunikation hat das Netz alles revolutioniert. In Zeiten von web 2.0 kriegt man da sicherlich doppelt soviele Geburtstagsgratulationen wie es früher ohne Netz möglich gewesen wäre.

Ibrahim Evsan, auch kurz Ibo genannt, ist Gründer und Chef von sevenload und betreibt privat einen sehr guten Blog. Da 2 meiner besten Freunde bei sevenload angestellt sind, bin ich irgendwann auf diesen Blog gestoßen. Einer der interessantesten Beiträge der letzten Zeit war ein Kommunikationsversuch an seinem 33. Geburtstag.

Weils so erstaunlich ist, habe ich dieses Unterfangen dieses Jahr auch gemacht: Jede Gratulation wurde im Nachhinein kurz notiert, um einfach mal zu sehen, inwieweit das web 2.0 auf Geburtstage aufmerksam macht. (Unterschiede zu Ibos Daten gibts natürlich einige: ich bin kein Webgründer und habe damit natürlich wesentlich weniger Kontakte überall und ich hatte an einem Samstag Geburtstag, was viele meiner Freunde /Bekannten und Verwandten genutzt haben um persönlich vorbeizuekommen.)

Das Ergebnis 😉

birthday

Für mich der interessanteste Gedanke nach diesem Experiment: Das mir sehr ungeliebte Netzwerk „werkenntwen“ belegt bei mir den 2. Platz, und dass obwohl ich dort weder aktiv bin, noch ein aussagekräftiges Profil habe, und erst Recht nicht selbst dort Gratulationen verschicke. Schon verrückt ,)

Ein herzliches Danke für die wahnsinnig vielen Glückwünsche. Ein toller Tag wars 😉

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